Alfieris Traumtor reicht nicht zum Sieg

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Zweimal traf Sandro Alfieri (am Ball) für den BCF gegen Unterföhring ins Schwarze. Der erste Treffer bedeutete die 1:0-Führung für die Farcheter, das zweite Tor wurde vom Schiedsrichter nicht anerkannt.

BCF Wolfratshausen - Erstmals in diesem Jahr durfte der BCF Wolfratshausen auf dem Hauptfeld des Isar-Loisach-Stadions antreten. Trotz eines spektakulären Treffers von Sandro Alfieri mussten sich die Gastgeber gegen Unterföhring mit einem 1:1-Remis begnügen.

Der gemeinsame Einmarsch mit der Politik- und Kirchenprominenz  schien zunächst nur die Gastgeber zu beflügeln. Vor allem Rückrundenneuzugang Sandro Alfieri eroberte sich sowohl in der Defensive als auch in der Offensive immer wieder den Ball. Und nicht nur das: Nach einer Viertelstunde fasste sich der Ex-Ingolstädter ein Herz und wuchtete den Ball aus gut 25 Metern in den Winkel. „Das war für mich das Tor des Monats“, lobte selbst Gästecoach Walter Werner. Ein regulärer zweiter Treffer blieb dem 23-Jährigen indes versagt, weil Schiedsrichter Florian Riepl in der 30. Minute eine regelwidrige Behinderung von FC-Torwart Sebastian Fritz erkannt haben wollte. Dabei wurde der Schlussmann von seinen eigenen Verteidigern außer Gefecht gesetzt. „Da hatten wir großes Glück, dass wir nicht das 2:0 bekommen haben“, urteilte Walter Werner. Zudem entschärfte der glänzend aufgelegten Gästekeeper eine weitere Großchance von Sebastian Pummer (41.).

Mit den in der Halbzeitpause aufziehenden dunklen Wolken machte sich auch ein Bruch im Spielaufbau des BCF bemerkbar. Dabei hatten die Gäste Glück, dass der Unparteiische einen unabsichtlichen Rückpass auf Torhüter Stefan Schwinghammer als Regelverstoß ahndete. „Wegen einem ähnlichen Pfiff ist schon einmal eine Deutsche Meisterschaft entschieden worden“, erinnerte BCFTrainer Galm an die zerplatzten Titelträume von Schalke 04. „Andererseits muss der Stefan den Ball nicht zwingend in die Hand nehmen. Ich mache ihm aber keinen Vorwurf“, so Galm weiter. Die Unterföhringer führten den darauffolgenden Freistoß indes sehr schlampig aus. Irgendwie sprang der Ball dann aber doch Leo Cucic vor die Füße, der aus kurzer Distanz zum 1:1 abstaubte. Der Ausgleichstreffer und ein vorübergehender leichter Hagelschauer setzte den Wolfratshausern stark zu. Zudem schien einigen Akteuren noch das Nachholspiel vom Mittwoch in Fürstenfeldbruck in den Knochen zu stecken. So tauchten die Hausherren nur noch sporadisch vor dem Unterföhringer Tor auf.

Die Einwechslung von Daniel Wildgruber und Christian Duswald brachte nicht den erhofften Schwung. Vielmehr musste der BCF am Ende sogar froh sein, zumindest einen Punkt gerettet zu haben. Der Ex-Unterhachinger Ünal Tosun scheiterte nämlich vier Minuten vor dem Abpfiff am glänzend parierenden Schwinghammer. „Wie der diesen Ball rausgeholt hat, war sensationell“, lobte Galm.

Quelle: fussball-vorort.de

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