„Man muss die wirtschaflichen und sportlichen Bedingungen abwägen“

Wen holen die Löwen noch? Gorenzel schaut sich auf Transfermarkt um 

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Gorenzel (l.) und Bierofka planen die Löwen-Zukunft.

Das Warten auf Daniel Bierofkas Wunschspieler geht weiter. In der Personalie Michael Görlitz kann aufgrund seiner vorherigen Verletzung immer noch kein Vollzug gemeldet werden.

München - Nach seinem Medizincheck am vergangenen Mittwoch sind sich die Ärzte uneinig, wann der Mittelfeldspieler ins Mannschaftstraining einsteigen könnte.

Inzwischen haben die Löwen mit Drittligist Lotte einen weiteren Konkurrenten im Werben um den 30-Jährigen bekommen. Die tz weiß: Görlitz würde am liebsten nach München wechseln. Eine Entscheidung naht. Am Ende hängt es natürlich auch am Geld. Von den Löwen würde er einen Vertrag bekommen mit niedrigem Grundgehalt und dafür mit hohen Prämien. Ob sich Görlitz darauf einlässt? 1860-Sportchef Günther Gorenzel ist guter Dinge, dass der Transfer klappt. „Wir sind in guten Gesprächen“, sagt er zur tz.

Es könnte noch ein weiterer Spieler kommen

Bislang hieß es, dass nach einem Spieler Schluss wäre mit der blauen Winter-Shoppingtour, außer er spielt, wie Bierofka einmal sagte, „für eine Leberkassemmel“. Gegenüber der tz verriet Gorenzel aber, dass es durchaus sein könnte, dass unabhängig von Görlitz ein weiterer Spieler an die Grünwalder Straße kommen könnte. Woher kommt das Geld bei den klammen Löwen? „Man muss die wirtschaflichen und sportlichen Bedingungen abwägen“, sagte Gorenzel. Heißt: Wenn es sich lohnt, könnte man auch die letzten Cents zusammenkratzen. Interessant wäre auch ein Spieler, den man perspektivisch weiterverkaufen könnte. Kommt vielleicht jemand aus seiner österreichischen Heimat? Gorenzel wollte sich nicht zu möglichen Kandidaten äußern. Helfen könnten bei einem Transfer mögliche Abgänge. György Hursan etwa weilt derzeit beim Probetraining in seiner ungarischen Heimat bei Diosgyöri.

Timo Gebhart fehlte ebenfalls beim Training. Er absolviert kein Probetraining bei einem anderen Verein, vielmehr macht ihm die Achillessehne zu schaffen. Sein Comeback ins Mannschaftstraining verzögert sich also weiter. „Er ist derzeit in Behandlung“, sagt Bierofka zur tz, „Das Ziel ist es, dass er nächste Woche wieder die meisten Einheiten machen kann.“ Beim Hoffnungsträger will man kein Risiko eingehen. Bis zum ersten Spiel in Nürnberg am 24. Februar ist noch Zeit genug, um den Spielmacher fit zu bekommen.

Spätestens da will Daniel Wein auch wieder fit sein. Der Mittelfeldspieler, dem in der Winterpause ein freier Gelenkkörper im Sprunggelenk entfernt wurde, machte nur die Lauf- und Passübungen mit. „Am Donnerstag möchte ich wieder Zweikämpfe führen“, sagt er zur tz. Von der Fitness her sind ihm seine Teamkollegen etwas voraus. „Es ist schon sehr anstrengend. Ich weiß, dass ich Nachholbedarf habe,“ sagt er und fügt schmunzelnd hinzu: „Bei Bieros Einheiten geht das aber ganz schnell!“

Flo Fussek

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