Wolf macht Druck – Stevic bremst

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Rückendeckung? Sportdirektor Miki Stevic und Trainer Uwe Wolf.

Im vierten Spiel hat er die erste Niederlage als Cheftrainer des TSV 1860 kassiert, aber sein Ziel sieht Uwe Wolf dennoch nicht gefährdet.

Das heißt natürlich: Auch in der kommenden Saison das Löwen-Rudel anzuführen. Betrachtet man die spielerische Überlegenheit der Sechziger am Sonntag gegen den Tabellenzweiten aus Fürth, dann kann man Wolf auch nach der ersten Pleite nichts vorwerfen.

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Seit der 41-Jährige das Sagen hat, stehen andere Löwen auf dem Platz als vorher. Spieler mit Mut und Begeisterung, und selbst Benny Lauth, ein enger Freund von Ex-Trainer Marco Kurz, stellte fest: „Uwes Emotionalität hat sich auch auf die Mannschaft übertragen.“

Trotzdem muss Wolf nach wie vor warten, ob er über die Saison hinaus bleiben darf. „Die bisherigen vier Spiele haben doch meine Handschrift gezeigt, wie ich Fußball spielen lassen will“, sagte er und fügte hinzu: „Ich will jetzt kein Ultimatum stellen, aber ich wünsche, dass meine Arbeit geschätzt wird und irgendwann das Signal kommt, wie es weitergeht.“ Am liebsten schon nach dem nächsten Spiel gegen den VfL Osnabrück. Wolf: „Wenn wir das gewinnen, dann haben wir 36 Punkte und der Sack ist zu. Dann könnten wir mit den Planungen für die neue Saison beginnen.“ Und natürlich, so hofft er, mit dem Trainer Uwe Wolf.

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Sportdirektor Miki Stevic wollte sich noch nicht klar zu dieser Personalie äußern. „Es bleibt dabei“, sagte er, „erst wenn wir sorglos für die Zukunft planen können, gebe ich darüber Auskunft. Das Spiel gegen Osnabrück kann dazu schon ein ganz großer Schritt sein.“ Lob gab’s aber schon mal vorweg von Stevic: „Bis jetzt hat Uwe bestätigt, dass er gute Arbeit leistet. Die Fans sehen das, was sie sehen wollen.“

Sollte Wolf als Trainer wieder abgelöst werden, wird er 1860 höchstwahrscheinlich verlassen: „Ob ich als Co-Trainer weitermache, würde ich mir schon überlegen.“ Wolfs Platzverweis in Fürth könnte ihn schon gegen Osnabrück von der Bank vertreiben. Als Wiederholungstäter droht ihm jetzt eine Sperre.

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