Der 1860-Geschäftsführer zur Stürmersuche

Stoffers: „Wo ein Wille ist, da ist auch Geld“

+
Manfred Stoffers will „mit dem Speck nach dem Schinken werfen.“

München - Die Löwen und ihre Suche nach dem zweiten Top-Stürmer neben Benny Lauth. Auch am Montag konnte Sportdirektor Miki Stevic noch keinen Vollzug vermelden.

Hinter jenem Mann, dem der TSV 1860 seit einer Woche auf den Fersen ist, seien auch noch andere Vereine her. Was zumindest ein Indiz dafür sein müsste, dass der Wunschkandidat eine gewisse Qualität mitbringt. Und Qualität kostet. Wer wüsste das besser als Geschäftsführer Manfred Stoffers, der es sich längst abgewöhnt hat, auf der Suche nach Barem mal im Vereinstresor nachzusehen? Denn wenn der TSV 1860 eins im Überfluss hat, dann ist das: keine Kohle. Aber Stoffers macht Stevic und Trainer Ewald Lienen dennoch Hoffnung und sagt: „Wo ein Wille ist, da ist auch Geld!“

Soll wohl heißen: Die Löwen-Führung hat bei der Stürmersuche durchaus vor, in einem gewissen Rahmen auf Risiko zu gehen. „Das Entscheidende ist ja als allererstes die Qualität des Spielers“, sagt Stoffers. „Wenn ich jemanden unter Vertrag nehme, dann ist das schließlich auch ein strategisches Investment. Der Spieler kann dem Verein auch Geld bringen.“ Wenn er richtig gut ist und großen Anteil daran hat, dass der Verein seine Ziele erreicht. Frei nach dem Motto, so Manfred Stoffers: „Mit dem Speck nach dem Schinken werfen.“

Im Fall Nicolas Fauvergue wollten die Verantwortlichen an der Grünwalder Straße das offenbar nicht tun. Den französischen Stürmer hätten sich die Löwen möglicherweise leisten können, aber der finanzielle Einsatz erschien ihnen angesichts der Unsicherheit, ob der Angreifer vom OSC Lille in München auch einschlägt, zu groß.

So scheint klar zu sein, was die Löwen suchen: Einen erfahrenen Mann, der seine Stürmerqualitäten bereits unter Beweis gestellt hat. Leute, wie beispielsweise der Holländer Jan Vennegoor of Hesselink (30), der bei Celtic Glasgow aussortiert wurde oder der Argentinier Christian Gimenez (zuletzt in Locarno), der vor drei Jahren bei Hertha BSC in einer Saison immerhin zwölf Bundesligatore geschossen hat.

Das Ziel von Miki Stevic ist es nach wie vor, „dass der neue Stürmer am Samstag beim Pokalspiel in Paderborn bereits dabei ist“. Und möglichst auch schon zuvor ein paar Trainingseinheiten mit seinen neuen Kollegen in München absolviert hat. Und wenn das doch nicht der Fall sein sollte? „Dann sind wir trotzdem bestens gerüstet“, antwortet der Sportdirektor, „wir haben schließlich in den Vorbereitungsspielen gezeigt, dass wir gute Stürmer haben.“

Claudius Mayer

Quelle: tz

Auch interessant:

Meistgelesen

Ticker: TSV 1860 gewinnt dank Doppelpacker Weber gegen Jena - auch Geburtstagskind trifft
Ticker: TSV 1860 gewinnt dank Doppelpacker Weber gegen Jena - auch Geburtstagskind trifft
„Bierofka wird beschädigt!“: Ismaik verteidigt Trainer - 1860 droht heißer Herbst
„Bierofka wird beschädigt!“: Ismaik verteidigt Trainer - 1860 droht heißer Herbst
Löwen wollen drei Punkte gegen den Frust - Bierofka: „Wenn wir gewinnen, ...“
Löwen wollen drei Punkte gegen den Frust - Bierofka: „Wenn wir gewinnen, ...“
TSV 1860: Daniel Bierofkas neue Alternativen: An Tim Rieder führt kein Weg vorbei
TSV 1860: Daniel Bierofkas neue Alternativen: An Tim Rieder führt kein Weg vorbei

Kommentare