Löwen: Der blecherne Oktober

+
Viel zu Lachen gab es bei den Löwen im Oktober nicht.

München - Die Löwen sollten auf einmal zu Fröschen werden, ein argentinischer Straßenfußballer feiert beim TSV Premiere, und der Traum vom großen Geld zeplatzt, wie eine Seifenblase. Die Löwen im Oktober.

2008 gab es bei den Löwen einen "Goldenen Oktober", 2009 war fast nur Blech zu holen.

Gleich zum Monatsauftakt setzte es für den TSV 1860 eine saftige Klatsche. Nach dem 1:3 gegen den FC St. Pauli waren die Träume vom Aufstieg erstmal ad acta gelegt. Der Tabellenplatz 15 sprach Bände.
Statt Ervin Skela, den manche Fans eigentlich im Oktober an der Grünwalder Straße erwartet hatten, schaute ein Altbekannter zum Probetraining vorbei: Filip Tapalovic, zuletzt ohne Verein wollte bei den Löwen für einen Vertrag vorspielen. Ervin Skela hingegen zog es zum Ligakonkurrenten Koblenz.
Der schlechten Nachrichten nicht genug, verkündete auch noch Ilhan Mansiz, der zuvor drei Monate auf Probe trainiert hatte, seine Fußballschuhe aus privaten Gründen nun doch an den Nagel hängen zu wollen. 

Damit es endlich wieder positive Nachrichten von den Löwen gibt, kramte Geschäftsführer Manfred Stoffers vor dem Spiel gegen den MSV Duisburg die Geschichte vom Frosch im Rahm aus seiner Rhetorik-Kiste, um die Löwen richtig anzuheizen.

Jahresrückblick: Die Löwen im Oktober

Der Start ist im Sport oft alles, und den haben die Löwen im Oktober vollkommen vergeigt. © 
1:3 ging die Mannschaft von Ewald Lienen gegen den FC St. Pauli unter. © 
Am Ende jubelten wieder die anderen. © 
Auch neben dem Fußballplatz gab es nicht viel Positives zu vermelden. Erst sagte Erwin Skela den Löwen ab und unterschrieb bei TuS Koblenz einen Vertrag, ... © 
... dann gab auch noch Ilhan Mansiz auf. Drei Monate hatte der Türke zuvor bei den Löwen auf Probe trainiert. © 
Dafür schaute ein Altbekannter vorbei. Filip Tapalovic spielte beim TSV auf Probe vor. © 
Vor dem Spiel gegen den MSV Duisburg dann die Nachricht, auf die viele Löwenfans lange gewartet hatten: Emanuel Biancucchi sollte sein Debut im Profikader der Löwen geben. © 
Wegen seiner Herkunft konnte der Argentinier zuvor nur bei den Löwen trainieren. In der zweiten Mannschaft durfte er nur bei Testspielen auflaufen.  © 
Den MSV zerlegten die Junglöwen nach allen Regeln der Kunst. Holebas, Lauth und Mlapa trafen. © 
Doch bereits eine Woche später war das kurze Zwischenhoch der wieder vorbei. © 
Gegen den FSV Frankfurt sah der TSV 1860 kein Land. © 
Die Löwen erzielten zwar noch in der 90. Minute den Anschluss, die Niederlage stand zu diesem Zeitpunkt jedoch bereits fest. © 
Während dem Spiel kam es zum Eklat: Ewald Lienen holte Benny Lauth eine Minute vor dem Pausenpfiff vom Feld. Die Wogen glätteten sich jedoch unter der Woche. © 
Können diese Augen lügen? Bereits vor dem DFB-Pokalspiel der Löwen gegen den FC Schalke 04 tönte Trainer Felix Magath: "Wir werden gewinnen." © 
Er sollte Recht behalten. Lange hielten die Löwen das 0:0, Stefan Aigner hatte gar die Führung auf dem Fuß. © 
Doch dann schlug Schalke zu. Erst traf Rafinha, dann machte Verteidiger Höwedes mit zwei Toren alles klar. © 
Bitter für die Löwen: Im DFB-Pokal hätte es leicht verdientes Geld gegeben. © 

Und siehe da, es funktionierte. Die elf Frösche (Löwen) auf dem Rasen schossen die Zebras mit 3:1 ab. Eine Woche lang feierten die Fans ihre neuen Löwen-Jungstars Mlapa, Ignjovski und Emanuel Biancucchi, der gegen Duisburg sein Zweitliga-Debut gab.

Dann war es aber auch schon wieder vorbei mit dem Zwischenhoch beim TSV. Erst gingen die Löwen in Frankfurt gegen den FSV mit 2:3 baden, dann flogen sie auch noch aus dem Pokal. Beim 0:3 gegen Schalke 04 hatten Lauth und Co. nicht den Hauch einer Chance.

Einziger Balsam für die geschundene Löwenseele im Oktober: Die neue Diskussion über eine Rückkehr ins Grünwalder Stadion.

Quelle: tz

Auch interessant:

Meistgelesen

1860 liefert sich wilden Fight mit Uerdingen - packendes Match in Unterzahl
1860 liefert sich wilden Fight mit Uerdingen - packendes Match in Unterzahl
1860 München: Bierofka testet den Mini-Reus
1860 München: Bierofka testet den Mini-Reus
Investor Ismaik attackiert Sechzig wegen „Hiobsbotschaft“ - und kassiert Konter von Fans 
Investor Ismaik attackiert Sechzig wegen „Hiobsbotschaft“ - und kassiert Konter von Fans 
Mord in Giesing! TSV 1860 München als Mittelpunkt in ZDF-Krimi
Mord in Giesing! TSV 1860 München als Mittelpunkt in ZDF-Krimi

Kommentare