Ticker: TSV 1860 im Toto-Pokal gegen Aiglsbach - Löwen nicht satt zu kriegen

Ticker: TSV 1860 im Toto-Pokal gegen Aiglsbach - Löwen nicht satt zu kriegen

Ticker: TSV 1860 im Toto-Pokal gegen Aiglsbach - Löwen nicht satt zu kriegen
„50 Hektoliter Bier – das sollte langen“ –  TVA-Vorstand über das bevorstehende Duell mit den Löwen

„50 Hektoliter Bier – das sollte langen“ –  TVA-Vorstand über das bevorstehende Duell mit den Löwen

„50 Hektoliter Bier – das sollte langen“ –  TVA-Vorstand über das bevorstehende Duell mit den Löwen

Die Löwen-Depression: Warum es nicht läuft

Lienen und der Sturz in die Isar

+
Ein Foto vom Rostock-Spiel: Damals begann die Löwen-Negativserie mit nur noch einem Punkt aus drei Spielen.

München - Die Kommentare der Löwen-Fans in den Internet-Foren nach dem 0:0 in Ahlen – Depression und Ratlosigkeit pur. Und das nach nur vier Spieltagen. Aber eben auch nach lediglich vier Punkten.

Viele Fans werfen schon wieder das Handtuch, von Aufbruchstimmung keine Spur mehr. Wen wundert’s nach dem Auftritt beim Tabellenletzten – ein Auftritt, der fußballerisch nichts weiter als ein Offenbarungseid war.

Fünfmal Note 5: Einzelkritik und Bilder von der 1860-Nullnummer in Ahlen

Zuerst die gute Nachricht: Der TSV 1860 München (Foto: Antonio Rukavina, l., vor Thomas Bröker) hat in Ahlen einen Punkt geholt! © dpa
Jetzt die schlechte: Es war ein erschreckend schwaches Spiel! © dpa
Wir können Ihnen von dem 0:0 leider keine Tore zeigen, sondern lediglich Zweikämpfe wie diesen: Stefan Aigner versucht, den Ball zu erobern. © dpa
Auch Sascha Rösler konnte dem Spiel keine Impulse verleihen. © dpa
Kapitän Benny Lauth am Ball. © dpa
Es war zum Schreien! Die Löwen arbeiteten sich kaum Torchancen heraus. © dpa
Auch Florin Lovin (l.) konnte das Spiel nicht an sich reißen. Auf wen sollte Ewald Lienen in den nächsten Wochen überhaupt noch bauen? Die Einzelkritik. © dpa
Király: Kaum geprüft, beim Distanzschuss von Busch im ersten Durchgang auf dem Posten. Note: 3 © Getty
Rukavina: Auf der rechten Defensivseite nicht nur mit Abwehrarbeit beschäftigt, sondern immer wieder mit Aktionen nach vorne. Allerdings waren seine Pässe oft unpräzise. Note: 4 © Getty
Felhi: Lieferte sich rassige Zweikämpfe mit den Ahlener Offensivkräften Toborg und Bröker. Wirkte souverän. Note: 3 © Getty
Hoffmann: Rückte für den verletzten Ghvinianidze in die Startelf. Und der Routinier bot in der Innenverteidigung eine solide Vorstellung. Note: 3 © Getty
Holebas: In der Rückwärtsbewegung kaum zu kritisieren. Aber nach vorne ließ der Linksfuß einiges zu wünschen übrig. Traute sich zu wenig zu. Note: 4 © Getty
Aigner: Bestritt in dieser Saison nach langer Verletzungspause sein erstes Spiel bei den Profis. War auf der rechten Offensivseite bemüht, konnte aber keine Akzente setzen. Ein Fehlschuss in der 53. Minute blieb seine einzige nennenswerte Szene. Note: 5 © Getty
68. Minute: Kaiser ohne Bewertung © Getty
Ignjovski: Sollte im Mittelfeld für Kreativität sorgen. Ließ hin und wieder sein Können aufblitzen – aber insgesamt war es viel zu wenig Konstruktives im Spiel nach vorne. Note: 5 © Getty
Lovin: Der von Ewald Lienen schwer kritisierte Rumäne mit Champions-League-Erfahrung verzettelte sich dieses Mal nicht in sinnlosen Zweikämpfen – seine Verunsicherung war jedoch klar zu sehen. Note: 5 © Getty
Rösler: Bekam für den formschwachen Alexander Ludwig die Chance von Beginn an auf der linken Seite. War viel unterwegs und durchaus einsatzfreudig. Aber gelungene Aktionen mit Zug zum Tor gab’s eigentlich nicht. Note: 5 © Getty
ab 84. Minute: Djokaj ohne Bewertung © Getty
Cooper: Der US-Amerikaner war lauffreudig und wich viel auf die Flügel aus. Er bereitete auch Benny Lauths Großchance in der 64. Minute sehr geschickt vor. Note: 4 © Getty
Lauth: Hatte in der 64. Minute die erste und einzige Löwen-Chance des Spiels – und gleich eine hochkarätige. Aber der Löwen-Kapitän scheiterte am stark reagierenden Ahlen-Keeper Kirschstein. Wie gegen den KSC war es nicht sein Spiel. Note: 5 © Getty

Und jeder fragt sich kopfschüttelnd: Warum? Warum droht auch im sechsten Anlauf die anvisierte Rückkehr in die Bundesliga nicht zu klappen? Natürlich ist noch jede Menge Zeit (30 Spieltage), aber nach der Darbietung von Ahlen werden schon wieder Vergleiche mit früheren Spielzeiten gezogen, Zeiten, in denen die Löwen fürchterliche Negativserien hingelegt haben.

Dabei wurde sehr viel unternommen, um mit der Vergangenheit abzuschließen. Mit Ewald Lienen wurde ein neuer und erfahrener Trainer engagiert. Einer, der kommuniziert, der mit seiner Ironie und offenen Art auch viel Leben in die eingeschlafene Löwen-Bude brachte. Mit Miki Stevic kam ein neuer Sportdirektor. Wie ein Quirl tobte er sich auf dem Transfermarkt aus und holte ein Dutzend neue Spieler. Es erinnerte kaum mehr etwas an den „alten“ TSV 1860. Stevic ist auch jetzt noch überzeugt, „dass wir kein Qualitätsproblem haben“, dass man sich also bei den Neueinkäufen keinesfalls vergriffen habe. Noch vor Kurzem schwärmten ja alle, dass die Löwen mit Benny Lauth und Kenny Cooper den besten Sturm der Liga besäßen, dass man mit Florin Lovin endlich den lang vermissten Strategen im Mittelfeld gefunden hätte oder dass mit Sandro Kaiser ein ganz großes Talent aus dem Nachwuchs die Kundschaft mit seinen Tricks verzücke.

Die markantesten Gesichter des Weltfußballs

Die einen sind absolute Superstars, andere haben weniger Berühmtheit erlangt. Dennoch: So mancher Fußballer wird auch über seine sportlichen Fähigkeiten hinaus in Erinnerung bleiben. Sehen Sie hier eine Auswahl der markantesten Gesichter aus der Welt des Fußballs. Hier im Bild: Pippo Inzaghi. © Getty
Wayne Rooney. © Getty
Carlos Tevez © Getty
Aristide Bancé. © Getty
Nicky Butt. © Getty
Ivan Campo. © Getty
Carlos Cuellar. © Getty
Djibril Cissé. © Getty
Cristiano Ronaldo. © Getty
Peter Crouch. © Getty
Ed de Goey. © Getty
Didier Drogba. © Getty
Rio Ferdinand © 
Gary Speed. © Getty
Gennaro Gattuso. © Getty
Ruud Gullit. © Getty
Zeljko Kalac. © Getty
Joleon Lescott. © Getty
Dirk Kuyt. © Getty
Ludovic Magnin. © Getty
Park Ji-Sung. © Getty
Taribo West. © Getty
Carles Puyol. © Getty
Franck Ribéry. © Getty
Robert Earnshaw. © Getty
Ronaldinho. © Getty
Ronaldo. © Getty
Stefan Effenberg in den 90er Jahren. © Getty
Yves Eigenrauch. © Getty
Slawomir Chalaskiewicz. © Getty
Jens Todt. © Getty
Jiri Nemec. © Getty
Radoslav Latal. © Getty
Michael Sternkopf. © Getty

Und das soll alles schon wieder vorbei sein? Nicht mit Stevic. „Ich habe immer gewarnt, dass die Luft in München gefährlich ist“, sagt der Sportdirektor, „die Spieler fühlen sich wohl in der Stadt und glauben, sich nicht mehr quälen zu müssen.“

Ein Sieg im Pokal in Paderborn und zum Zweitligaauftakt gegen Koblenz – das schien den meisten schon wieder zu reichen, um sich fortan entspannt auf die Couch zu legen. Deshalb ist es wohl auch der falsche Ansatz, jetzt an System und Taktik herumzumäkeln oder Neuzugänge zu fordern. Zu wenig Einsatz zeigen oder den Ball nicht stoppen kann man in jedem System. Mit zwei Sechsern, mit einer Zehn, einer oder drei Spitzen. Und welcher Neue sollte jetzt bitte weiterhelfen? In einer Mannschaft, in der in den letzten beiden Partien so gut wie nichts funktioniert hat?

Den Löwen bleibt nichts anderes übrig, als sich selber aus dem Sumpf, in dem sie derzeit stecken, wieder herauszuziehen. Stevic: „Wir haben jetzt zwei Wochen Zeit bis zum Spiel gegen Fürth. Und diese Zeit werden wir nutzen.“

Ewald Lienen bleibt trotz der angespannten Lage relativ cool und stellt fest: „Ich bin halt an einem Standort, an dem die Emotionen schon aus der Historie heraus immer hochkochen. Wenn du zwei Spiele gewinnst, ist der Aufstieg nah, verlierst du aber zwei, sind hier alle kurz davor, sich in die Isar zu stürzen.“ Der Mann weiß, wo er arbeitet…

Claudius Mayer

Quelle: tz

Auch interessant:

Meistgelesen

Neuer Wirt für Löwenstüberl gefunden - was er bisher machte und wann es losgeht
Neuer Wirt für Löwenstüberl gefunden - was er bisher machte und wann es losgeht
Kommentar zum Löwen-Investor: Ismaik macht sich seine Regeln selbst
Kommentar zum Löwen-Investor: Ismaik macht sich seine Regeln selbst
Nur vier Punkte: Stimmung bei 1860 München brodelt
Nur vier Punkte: Stimmung bei 1860 München brodelt
Löwen sauer wegen doppeltem Torklau - kommt jetzt ein neuer Stürmer?
Löwen sauer wegen doppeltem Torklau - kommt jetzt ein neuer Stürmer?

Kommentare