Lienen räumt auf!

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Ewald Lienen will mit drei Neuen drei Punkte holen.

München - Als Ewald Lienen am Donnerstag beim Abschlusstraining vor dem Spiel in Ahlen die gelben Leibchen für die Stammelf verteilte, dürften zwei Spieler schwer geschluckt haben.

Alexander Ludwig und Sandro Kaiser, die bisher immer für die Anfangsformation nominiert waren, erhielten keins und mussten in der B-Elf spielen. Die beiden Außen müssen quasi als „Sündenböcke“ für die 1:3-Pleite gegen den Karlsruher SC herhalten. Lienen räumt auf!

„Es müssen auch mal andere Spieler das Vertrauen bekommen“, begründete der Löwen-Coach die Maßnahme, beim Tabellenletzten auf dem rechten Flügel Stefan Aigner und auf dem linken Sascha Rösler eine Chance zu geben. Und noch ein dritter Spieler darf erstmals in dieser Saison ran: Torben Hoffmann. Er muss den verletzten Mate Ghvinianidze (Wadenverhärtung) ersetzen, der die Reise nach Ahlen erst gar nicht mitgemacht hat.

Lienen, der einst Mathematik studiert hat (während seiner gesamten Schulzeit hatte er in diesem Fach nur Einser im Zeugnis!) setzt diesmal auf eine einfache Rechnung. Drei Neue ist gleich drei Punkte… Stefan Aigner geht fest davon aus. „Wenn du oben mitspielen willst, dann musst du so Gegner wie Ahlen einfach schlagen“, stellte der 27-Jährige lapidar fest.

Stellen sich die Löwen allerdings taktisch wieder so unbeholfen an, wie zuletzt gegen Karlsruhe, dann könnte es erneut schwer werden. Das weiß auch Lienen: „Dass wir gegen den KSC verloren haben, das hatte nichts damit zu tun, dass wir zu wenig gelaufen wären, sondern mit der fehlenden Ordnung auf dem Platz.“ Auch in dieser Beziehung soll der erfahrene Hoffmann zur Besserung verhelfen. „Ich will dafür sorgen, dass wir wieder taktisch disziplinierter als in den letzten Spielen auftreten“, sagte der 34-Jährige, „da muss man viel reden.“ Aber Hoffmann fügt auch hinzu: „Und Gas geben. Denn Ahlen ist mit seinen bisherigen null Punkten ein sehr gefährlicher Gegner. Ähnlich wie es die Rostocker waren. Die sind im Pokal ausgeschieden, haben das erste Punktspiel vergeigt und dann kamen wir…“

Sascha Rösler dagegen geht relativ unvoreingenommen in die Partie: „Von Ahlen weiß ich nur, dass dort mein künftiger Schwager, Tom Moosmayer, spielt.“ Lienen juckt’s wenig. Auch auf die Verwandtschaft darf heute keine Rücksicht genommen werden.

Claudius Mayer

Quelle: tz

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