Hoeneß: Bruch mit 1860 - „Kooperation macht keinen Sinn mehr“

Bayern-Manager Uli Hoeneß sorgt für Wirbel: Mit 1860 will er nicht mehr kooperieren.
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Bayern-Manager Uli Hoeneß  sorgt für Wirbel: Mit 1860 will er nicht mehr kooperieren.

Das Verhältnis zwischen Stadion-Besitzer FC Bayern und -Mieter TSV 1860 war seit einiger Zeit gestört – doch nun ist es offenbar völlig zerrüttet.

„Es wird keine Annäherung mehr geben, dafür ist zu viel passiert“, sagte Uli Hoeneß dem Münchner Merkur. „Ich habe leider erkennen müssen, dass es überhaupt keinen Sinn macht, mit bestimmten Leuten zu kooperieren. Und das haben bei 1860 einige Leute nicht verdient, die müssen sich um ihren Mist selber kümmern.“ Hoeneß und Karl Hopfner hätten sich „bemüht, ein fairer, ein wirklich superfairer Partner zu sein. Und die Verantwortlichen wissen ganz genau: Ohne unsere Hilfe gäbe es den TSV 1860 in dieser Form gar nicht mehr. Als die am Boden waren, haben wir die mit unserer Finanzspritze von zehn Millionen Euro vor der Insolvenz gerettet. Aber Dankbarkeit gibt es offensichtlich nicht.“

Die besten Sprüche von 1860-Geschäftsführer Manfred Stoffers

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Laut Hoeneß wollten auch die beiden Fan-Lager keine Versöhnung mehr: „Unsere nicht – und die von 1860 erst recht nicht.“ Der Bruch ist da. Löwen-Geschäftsführer Manfred Stoffers am Sonntag zur tz: „Wir werden nicht Arm in Arm in die Zukunft gehen, trotzdem kann man eine sachliche Geschäftsverbindung pflegen. Und diese sachliche Ebene ergibt sich aus den Verträgen.“ Am Dienstag wird er dem FC Bayern per Brief mitteilen, wie sich die Löwen eine Anpassung der Allianz-Arena-Verträge (allein das Catering kostet den TSV 1860 zwei Millionen Euro pro Saison) vorstellen könnten. Und Stoffers mahnt in dieser Situation zur Sachlichkeit: „Wenn die Eitelkeiten hin- und hergehen, ist für die sachliche Ausei­nandersetzung kein Platz mehr.“

Die Münchner Stadien

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Mit 5,3 Millionen Euro belastet die Arena die Löwen pro Jahr, der Mietvertrag mit der Stadion-GmbH läuft bis 2025. Deshalb hat das Löwen-Präsidium eine „Projektgruppe Stadionzukunft“ gegründet, die Alternativen zur Arena prüfen soll. Die diesbezüglichen Äußerungen von Karl-Heinz Rummenigge in der tz („Wir haben sehr große Zugeständnisse gemacht – dementsprechend ist unsere Gesprächsbereitschaft damit erledigt.“) kamen bei Löwen-Vizepräsident Franz Maget gar nicht gut an. Er sagte der Augsburger Allgemeinen: „Der FC Bayern tönt immer sehr gerne in solchen Fragen und sitzt sehr auf dem hohen Ross. Der FC Bayern muss wissen, dass die Stadion-GmbH 1860 braucht und er sollte sich erinnern, dass es ohne den TSV 1860 dieses Stadion gar nicht geben würde. Deshalb rate ich allen Verantwortlichen des FC Bayern zur Zurückhaltung.“ Fortsetzung folgt – garantiert…

bb, cm

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