Stevic: "Wenn wir spielen wie zuletzt, können wir aufsteigen"

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Miroslav Stevic freute sich über unzählige Anrufe zum 40. Geburtstag.

München - Im Interview am Rande der Feier zu seinem 40. Geburtstag äußerte sich 1860-Sportdirektor Miroslav Stevic über die Ziele, Problemfälle und die Möglichkeit, dass die Löwen aufsteigen.

Gelächter und Stimmengewirr im Hintergrund. Der Kirchgang am Donnerstag führte Miroslav Stevic auf direktem Wege ins Haus des Bischofs, der spontan zum Mittagessen geladen hatte. Der Sportdirektor der Löwen hatte aber auch allen Grund zum Feiern: Geburtstag und Weihnachten fällt beim orthodoxen Serben stets auf einen Tag (7. Januar). Gestern war es zudem ein runder Geburtstag: Stevic ist 40 geworden. Wir rissen den Jubilar kurzzeitig aus seinen Feierlichkeiten – um zu gratulieren, aber auch, um ihn zurück und nach vorne blicken zu lassen.

Stevic über . . .

- jede Menge Zuspruch. „Ich habe unglaublich viele Anrufe bekommen. Das zeigt mir, dass ich kein schlechter Mensch bin. Geld kommt und geht, aber Freundschaften kann man nicht kaufen.“

- seine Wünsche für das nächste Jahrzehnt. „Ich wünsche mir, dass meine Familie gesund bleibt – und dass ich weiter machen kann, was immer mein Traum war: Sportdirektor bei 1860.“

- seine Ziele mit 1860. „Das Ziel bei 1860 muss immer sein, oben mitzuspielen. Daran arbeiten wir hart. Es wäre nach dieser Hinrunde arrogant, den Aufstieg als Ziel auszugeben. Wenn wir weiter so auftreten wie in den fünf Spielen vor der Pause, können wir es vielleicht schaffen. In dieser Liga sind immer Überraschungen möglich.“

- die neue Mannschaft. „Ich vergleiche das mit dem menschlichen Körper. Die Organe, die wir transplantiert haben, sind super angenommen worden, aber es brauchte Zeit. Jetzt ist die Integration abgeschlossen.“

- die Trainerfrage, die sich zwischenzeitlich zugespitzt hatte. „Das war keine einfache Situation, aber Ewald Lienen stand nie zur Debatte, weil wir von seinen Qualitäten überzeugt sind.“

Eke Uzoma erkundet München

Eke Uzoma begab sich im Winter mit Freundin Jennifer auf Erkundungstour durch München. Im Hofgarten und am Odeonsplatz gefällt es dem Mittelfeldspieler ganz besonders. © Sampics
Durch den Hofgarten lässt es sich gemütlich schlendern. © Sampics
Uzoma vor der Theatinerkirche. Darüber ein echter weiß-blauer Himmel. © Sampics
Zwei Löwen nebeneinander ... © Sampics
... Uzoma an der Feldherrnhalle. © Sampics
Freundin Jennifer gefällt's auch ganz gut in München. © Sampics
Uzoma bei der Lektüre der tz. Hoffentlich wird der Mittelfeldspieler in den nächsten Monaten nur positive Schlagzeilen liefern. © Sampics

- Eke Uzoma, seinen Wunschspieler. „Was heißt Wunschspieler? Das wäre ein Ibrahimovic oder Messi. Für uns geht es darum abzuwägen: Welcher Spieler passt von der Klasse, seinen Gehaltsvorstellungen und seinem Charakter zu unserem Verein? In dieser Hinsicht ist Uzoma eine ideale Lösung. Wir haben ihn jetzt erst mal bis zum Sommer, quasi als Platzhalter für Florin Lovin, aber wer weiß: Wenn sich Eke in 1860 verliebt, wie das bei Rukavina der Fall war, dann kann man neu reden.“

- Innenverteidiger Steve Gohouri. „Er ist einer von ein paar Spielern, die von der Qualität her in Frage kommen. Aber wir können nur Spieler holen, wenn wir welche abgeben.“

- die Problemfälle Beda, di Salvo, Schwarz und Jungwirth. „Jungwirth hat ein Angebot aus Dresden, di Salvo Angebote aus dem Ausland, und auch für Beda werden wir eine Lösung finden. Benny Schwarz möchte bleiben.“

- seine Transferbilanz. „Fast alle, die wir geholt haben, sind Stammspieler. Das macht mich zufrieden.“

- anstehende Gespräche mit Ignjovski (ausgeliehen, mit Option auf vier Jahre), Mlapa und Lauth (Verträge bis 2011). „Das ist alles eine Frage des Geldes, aber bei allen dreien hoffen wir, das bis zum Saisonende geregelt zu kriegen.“

- sein Managervorbild. „Mir gefällt die Art, wie Klaus Allofs in Bremen arbeitet. Er und Uli Hoeneß, der auf ein Lebenswerk blicken kann, sind das Maß aller Dinge.“

Uli Kellner

Quelle: tz

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