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Köllner verteidigt Testspiel gegen Newcastle: „Man kann bei jedem etwas finden“

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Von: Uli Kellner

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1860-Trainer Michael Köllner schaut auf seine Profis, die Fitnessübungen machen.
Wie schlagen sich seine Löwen gegen einen Premier-League-Club? Trainer Michael Köllner. © Imago

TSV 1860 gegen Newcastle United - ein Duell, das polarisiert. Aber auch eines von hohem sportlichen Wert. Für Trainer Michael Köllner zählt Letzteres.

Die einen wurden quasi vom Staatsfonds Saudi-Arabiens gekauft, die anderen schon vor elf Jahren vom Jordanier Hasan Ismaik. In der Summe, wenn sich beide Clubs zu einem Testspiel verabreden, ergibt das eine Kombination, die einigen Fans missfällt, speziell im Lager des TSV 1860.

Fanplakat: „Against Sportswashing“

„Against Sportswashing – Scheiß auf die Scheichs“, stand auf einem Plakat am Rande des Testspiels gegen Ried, begleitet von entsprechenden Gesängen. Es gibt Hardliner unter den 1860-Ultras, die den Härtetest gegen Newcastle United am 15. Juli boykottieren wollen. Michael Köllner war also als Diplomat gefragt, als er die heikle Spielansetzung einerseits verteidigen musste, andererseits aber auch Verständnis für die laute Anti-Kommerz-Fraktion aufbringen wollte.

Wir haben in der Vergangenheit auch nicht alles richtig gemacht - und gegen uns spielen auch noch Mannschaften.

1860-Trainer Michael Köllner über Testspielgegner Newcastle United.

Der Löwen-Trainer riet davon ab, „eine moralische Diskussion“ zu führen. „Ich finde das schwierig“, sagte er: „Man kann bei jedem etwas finden. Wir haben in der Vergangenheit auch nicht alles richtig gemacht - und gegen uns spielen auch noch Mannschaften. Newcastle wurde von einem gekauft - mit dem Geld, das er hat. Ich weiß nicht, ob es uns zusteht, immer die Dinge zu bewerten. Ich bin für den Sport verantwortlich – und froh, dass wir dieses Testspiel bekommen.“

Gespielt werden soll in Saalfelden – wahrscheinlich am Nachmittag. Köllner: „Der Abend ist in Österreich für den ÖFB-Cup reserviert. Die wollen ja auch Zuschauer haben.“ Weil sich am Ende wohl doch ein paar Fans für das Duell der „Scheich-Clubs“ interessieren.

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