Knapper Sieg gegen Landesligisten

Biero nach Fast-Blamage gegen Freising: „Niemand hat einen Bonus“

23.06.2018, Fussball 3.Bundesliga: Freising - 1860 München
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Kritischer Blick: Daniel Bierofka erlebt einen schleppenden Start in die Vorbereitung.

Die Löwen schrammten beim Landesligisten Freising nur knapp an einer Blamage vorbei. Daniel Bierofka sieht schwache Neue - doch nimmt sie auch in Schutz.

Freising/München - Die Blamage wendeten die Löwen am Samstag erst in der letzten Minute ab. Sascha Mölders traf mit dem Schlusspfiff gegen den SC Eintracht Freising zum 3:2 (0:2) – einen Landesligisten …

Zur Halbzeit führte Freising 2:0. Nach der Pause sorgten Nico Karger (51.) und Mölders per Doppelpack (75., 90.+1) vor 2000 Zuschauern für den knappen Sieg. Gerade in der ersten Hälfte zeigten die Löwen eine schwache Leistung. „In der ersten Halbzeit war ich mit der Einstellung nicht zufrieden. Es war zu locker, zu wenig Tempo drin, wenig Intensität“, sagte Trainer Daniel Bierofka.

Fünf Neue in der Startelf

Mit Herbert Paul, Semi Belkahia, Quirin Moll, Stefan Lex und Adriano Grimaldi standen fünf Neuzugänge in der ersten Elf. „Wir müssen schauen, dass wir die neuen Spieler schnell integrieren“, forderte Bierofka. „Wir haben neun neue Spieler. Das dauert, bis die Automatismen gefestigt sind.“ In der Halbzeit wechselte der Löwen-Trainer komplett durch. Mit Kristian Böhnlein und Marius Willsch standen nur noch zwei Neue auf dem Feld – und das Spiel wurde besser.

Bierofka: „Da hat man auch gesehen, dass mehr Spieler dabei waren, die im letzten Jahr bei mir gespielt haben. Die kennen unsere Abläufe. In der ersten Hälfte hat man gesehen, dass die Abstimmung wie zum Beispiel bei Herbert und Lexi noch nicht da ist. Die müssen sich finden. Das geht nicht nach einer Woche.“ Thema Nummer zwei: die Chancenverwertung. „Ich weiß nicht, wie viel Tore wir hätten schießen müssen. Wir haben viele klare Torchancen vergeben“, sagte der Trainer.

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Bierofka nimmt sein Team in Schutz

Doch Bierofka nahm seine Mannschaft auch in Schutz. „Es war jetzt die erste Woche. Viele Spieler sind auch die Intensität von unserem Training nicht gewohnt. Die kommen woanders her, wo nicht so hart und oft trainiert wird. Das wird ein Prozess werden – wir bekommen das schon hin. Wir müssen wieder da hinkommen, wo wir am Ende der Saison waren.“

Das bedeutet jedoch nicht, dass die Aufstiegshelden einen Vorteil haben. „Es gibt keinen Bonus – für keinen Spieler. Auch für mich nicht“, sagte Bierofka. Auch auf der Torhüterposition ist völlig offen, ob Marco Hiller oder Hendrik Bonmann spielen wird. „Es ist fifty-fifty – und das noch mehr als im Winter. Auf den Lorbeeren kann sich keiner ausruhen“, so Bierofka. Der nächste Test ist am Mittwoch (18.30 Uhr) beim TSV Wasserburg.

Florian Fussek, Ludwig Krammer

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