Sascha Mölders: DFB ermittelt doch

„Spacko“-Affäre hat Nachspiel - Mölders muss sich erklären und hofft auf Geldstrafe

Sascha Mölders fasst sich an den Kopf.
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Auch das noch: Der DFB ermittelt nun doch gegen 1860-Kapitän Sascha Mölders.

Muss der TSV 1860 im wichtigen Spiel beim FC Ingolstadt ohne Kapitän Sascha Mölders auskommen? Zumindest ermittelt der DFB nun doch in der „Spacko“-Affäre.

Die Freude über die Auszeichnung als „Spieler der Saison“ währte nicht lang bei Sascha Mölders. Am Dienstagnachmittag wurde bekannt, dass der Kontrollausschuss des DFB nun doch gegen den Löwen-Kapitän ermittelt. Als Vorwurf steht im Raum: Verdacht auf unsportliches Verhalten. Wie berichtet hatte Mölders, 36, im Anschluss an das Drittligaderby gegen Bayern II (2:2) ein Interview gegeben, in dem er Gegenspieler Maxi Welzmüller auf unflätige Weise attackiert hatte. „Nächstes Jahr seid ihr in der Regionalliga Bayern, Spacko“, hatte Mölders vor laufenden Kameras geschimpft.

Der Kontrollausschuss forderte Mölders zu einer Stellungnahme auf. Sobald diese vorliegt und ausgewertet ist, wird über den weiteren Fortgang des Verfahrens entschieden. Die Löwen kämpfen am Samstag (13.30 Uhr) im direkten Duell beim FC Ingolstadt um einen Platz in der Aufstiegs-Relegation. Eine mögliche Sperre würde auch in der Relegation gelten. Denkbar wäre aber auch, dass Mölders mit einer Geldstrafe davonkommt.

Unabhängig davon droht dem Tabellenvierten am Samstag der Ausfall wichtiger Stützen: Semi Belkahia handelte sich im Derby eine Gelbsperre ein, Marius Willsch musste verletzt ausgewechselt werden (die Leiste), Fabian Greilinger humpelte bereits auf Krücken zum Stadion; Diagnose: Bänderriss.

Im schlimmsten Fall könnten den Löwen beim Showdown in Ingolstadt sechs Spieler fehlen: Quirin Moll (Kreuzbandriss), Mölders (falls er gesperrt wird), Keanu Staude (Aufbautraining nach Sehnenriss), Belkahia (Gelbsperre), Greilinger und der angeschlagene Willsch.

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