U21 macht Hoffnung

Die Rohdiamanten der Löwen: Wer kann noch helfen?

Eric Weeger.
+
Eric Weeger.

1860 bricht auseinander. Doch es gibt einige Juwelen aus der U21, die Hoffnung machen. Wer aber sind die Junglöwen, die in der abgelaufenen Spielzeit das erfolgreichste Team des Vereins waren?

München – Bittere Tage für die Löwen – auch für die U21. Mit Platz zwei hinter dem souveränen Meister aus Unterhaching spielten Daniel Bierofkas Junglöwen eine exzellente Saison in der Regionalliga Bayern. Am Ende aber wurden sie wegen des Abstiegs der Profis auf den letzten Platz gesetzt. Nun werden sie die Hauptrolle beim Bau der neuen ersten Mannschaft spielen. Unsere Zeitung stellt die Junglöwen vor.

Tor: Der am stärksten besetzte Mannschaftsteil. Sollte der 19-jährige Max Engl zu halten sein, stünde den Löwen ein Ausnahmetalent zur Verfügung. Bei stattlicher Größe (knapp 1,90 Meter) noch etwas schmächtig auf den Rippen, bewies das aus dem Raum Fürstenfeldbruck stammende Eigengewächs Konstanz auf hohem Niveau. Doch auch auf seinen Stellvertreter Marco Hiller (20) war in seinen neun Regionalliga-Einsätzen stets Verlass.

Abwehr: Mit Felix Uduokhai (drei Einsätze in der Regionalliga), Marin Pongracic (17) und Kapitän Felix Weber (28) gelang gleich drei Innenverteidigern der Sprung von der Reserve zu den Profis. Die Rohdiamanten Uduokhai und Pongracic werden nicht zu halten zu sein, auch bei Weber wird’s extrem schwer. Als rechter Außenverteidiger fungierte vornehmlich Eric Weeger, der vor einem Jahr noch Kapitän jener U19 war, die erst im Halbfinale an Dortmund scheiterte. Mit Kilian Jakob, der als A-Junior immerhin auch auf zehn Regionalliga-Einsätze kam, verfügt 1860 hier noch über ein echtes Juwel. Auf der Gegenseite bringen sowohl Christian Köppel als auch Angelo Mayer ihre Qualitäten mit: Köppel ist ein „Mentalitätsmonster“ und Mayer ein giftiges Kraftpaket, das keinen Zweikampf scheut. Nach tz-Informationen wird Köppel allerdings in die Dritte Liga zu den Würzburger Kickers wechseln.

Alle Entwicklungen rund um die Löwen finden Sie in unserem News-Blog.

Mittelfeld: Trotz der schmerzhaften verletzungsbedingten Ausfälle von Simon Seferings und Lucas Genkinger ließ die Bierofka-Elf nur 35 Gegentreffer zu und stellte damit auch die zweitbeste Defensive hinter Haching (23). So stehen Alexander Fuchs und György Hursan (beide 20 Jahre) eher für solide Defensivarbeit denn für kreatives Aufbauspiel. Fuchs wird den Verein verlassen. Kodjovi Koussou (24) hatte nach einer freiwilligen einjährigen Pause mit unentwegten Blessuren zu kämpfen. Mit dem ebenfalls lange verletzten Schweizer Nicolas Andermatt (21) aber steht auch in diesem Bereich eine vielversprechende Hoffnung für die Zukunft zur Verfügung. Sofern er zu halten ist.

Angriff: Das Fehlen eines zuverlässigen Torjägers beklagte Bierofka des Öfteren. Mit nur sieben Saisontreffern war Nicholas Helmbrecht der erfolgreichste Torschütze. Potenzial bringt er ebenso mit wie Felix Bachschmid (sechs Tore), der aber vor allem durch seine ausgezeichnete Einstellung besticht – ein typischer „Bierofka-Schützling“. Als Enttäuschung der Saison entpuppte sich der hoch gehandelte U19-Torjäger Moritz Heinrich (zwei Tore), der doch arg mit der Umstellung auf den Herrenbereich zu kämpfen hatte. Im Winter wurde noch Chaka Ngu‘Ewodo (vier Tore) von Bayernliga-Meister SV Pullach zurückgeholt, wo er sich mit 14 Treffern in 21 Spielen für höhere Aufgaben empfohlen hatte. Der 19-jährige Julian Justvan gilt in diesem Bereich als größtes Versprechen auf die Zukunft, in seinen neun Regionalliga-Einsätzen gelangen dem A-Jugendlichen immerhin zwei Tore. Er wird den Verein verlassen und zum VfL Wolfsburg wechseln. 

Auch interessant:

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

Kommentare