Auf den Verein wartet eine Menge Arbeit

TSV 1865 Dachau im Löwen-Fieber: Vorfreude groß, der Aufwand ebenso 

Geballte Vorfreude: 65-Co-Trainer Alex Weiser, Vereinsboss Wolfgang Moll und Fußball-Chef Ugur Alkan (v.l.)
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Geballte Vorfreude: 65-Co-Trainer Alex Weiser, Vereinsboss Wolfgang Moll und Fußball-Chef Ugur Alkan (v.l.)

Einmal Löwen, immer Löwen. Das gilt, so scheint’s, für den TSV 1865 Dachau.

VON THOMAS ZIMMERLY

Dachau – Nach dem Freundschaftskick des Bayernligisten gegen die Sechziger Ende Juni kommt es am Dienstag, 3. September, ab 17.30 Uhr an der Jahnstraße im Achtelfinale des Totopokals erneut zu dieser Paarung. 3200 Fans werden erwartet, der Aufwand für den Gastgeber ist enorm.

Da saßen sie nun im Biergarten der Vereinsgaststätte und strahlten wie die liebe Sonne über ihren Köpfen: Co-Trainer Alex Weiser, Abteilungsleiter Ugur Alkan und Gesamtvereins-Boss Wolfgang Moll. Bei einer Pressekonferenz gab das Trio Auskunft über den Achtelfinalkracher im Totopokal zwischen dem TSV 1865 Dachau gegen den Drittligisten TSV 1860 München am Dienstag, 3. September. Oder wie Moll sagte: „Einem Spiel, das hatten wir die letzten 50 Jahre nicht in Dachau“ – was Pflichtspiele angeht, versteht sich.

Die Dachauer haben sich den Auftritt gegen die Löwen redlich verdient, nach souveränen Siegen in den beiden Pokalrunden zuvor gegen die Regionalligisten TSV Rain (2:0) und TSV Buchbach (4:1). Die Mannschaft hat also vorgearbeitet, für die Vereinsführung geht die harte Arbeit in der kommenden Woche erst richtig los.

Der Löwen-Auftritt sei eine Partie mit hoher Sicherheitsstufe, so Moll, bei dem „außerordentlich viele Zuschauer erwartet werden“. 3200 um genau zu sein. Die Anzahl der Fans musste gedeckelt werden, denn mehr gehen in das Stadion an der Jahnstraße nicht hinein. Wenn überhaupt. Beim Freundschaftsvergleich der beiden Teams Ende Juni im Rahmen des TSV-Familienfests, bei dem die Dachauer mit 1:4 unterlagen, kamen 1574 Menschen, die das weite Rund sehr gut füllten. Die Tribüne beispielsweise verkraftet vielleicht zwischen 50 und 100 Schaulustige. Der Besucher kann dabei auf vier verschiedenen Sitzgelegenheiten Platz nehmen: auf dreiteiligen Plastiklatten (Reihe 1), Bierbänken, denen die Füße abgesägt wurden (Reihe 2), ergonomisch bedenklichen Sitzschalen (Reihe 3) sowie Schwingstühlen, die den Eindruck erwecken, als hätte sie jemand aus einem Büro mitgehen lassen (Reihe 4).

Aber Spaß beiseite: Das Spiel hat 3200 Zuschauer verdient. Damit diese problemlos ins Stadion gelangen können, bedarf es eines guten Sicherheitskonzepts. Bereits am Dienstag trafen sich Vertreter der beiden Vereine, der Stadt Dachau sowie der Polizei und besprachen die Einzelheiten. Anpfiff wird um 17.30 Uhr sei, der Einlass bereits um 15.30 Uhr. Die Jahnstraße samt Zufahrt wird ab Mittag gesperrt sein. Es wird zwei getrennte Eingänge geben, einer speziell für die Löwenfans. 40 bis 50 vereinseigene Ordner wird der TSV stellen, dazu kommen 20 externe. „Die Leute sollen mit dem Fahrrad oder mit den öffentlichen Verkehrmitteln kommen“, rät Moll, schließlich sei der Bahnhof nur 500 Meter entfernt.

Was das Drumherum angeht, scheint alles geregelt. Bleibt also das Sportliche. Der Tenor bei Dachau 65: „Dagegenhalten und Spaß haben“, so Abteilungsleiter Ugur Alkan. „Unsere Chance ist sehr, sehr gering“, so Alkan weiter, „aber vielleicht bleibt es ja doch spannend bis zum Schluss.“ Eines ist laut Co-Trainer Alex Weiser sicher: „Wir sind alle heiß auf das Spiel!“ Weiser schätzt die Einsatzbereitschaft seiner Akteure auf enorme „120 Prozent!“

Nachdem die Auslosung vorüber war, habe sein Telefon ununterbrochen geklingelt, verrät der Co-Trainer. Jeder habe sofort Karten für den Löwen-Auftritt haben wollen, so Weiser, einer sogar 15 Stück. Ein starkes Indiz also, dass die Bude am 3. September voll sein wird. Dabei dürfte es den Fans wurscht sein, ob sie auf Bierbänken oder Schwingsesseln sitzen oder irgendwo stehen müssen. Hauptsache sie sind beim tollsten Fußballspiel in Dachau seit 50 Jahren dabei.

Auch der zweite Anzugdes TSV 65 Dachau sitzt

Gleich nach der Pressekonferenz zum anstehenden Totopokal-Kracher gegen den TSV 1860 München am Dienstag, 3. September (Anpfiff: 17.30 Uhr) hat der TSV 1865 Dachau das Sparkassencup-Nachholspiel gegen den Kreisklassisten SpVgg Röhrmoos bestritten.

Im Sportpark Ost – der Rasen des 65-Stadions sollte für das Löwen-Match geschont werden – setzte sich der mit vielen Spielern aus der zweiten Reihe angetretene Bayernligist gegen den Underdog aus dem Dachauer Hinterland mit 9:3 (7:1) durch. Mann des Tages war 65-Goalgetter Christian Doll, er markierte fünf der neun TSV-Treffer, darunter einen per Elfmeter (siehe Sport in Zahlen auf dieser Seite).

Wegen der nächste Woche anstehenden Totopokalpartie des TSV 1865 Dachau gegen den Drittligisten TSV 1860 München musste das Sparkassencup-Viertelfinalmatch der Lamotte-Elf beim SC Inhauser Moos verlegt werden. „Wir haben uns entschlossen, gleich alle vier Begegnungen um eine Woche zu verschieben“, erzählt Sparkassencup-Spielleiter Willi Schuster. „Wann die vier Spiele am Dienstag, 10. September, angepfiffen werden, muss noch festgelegt werden.“

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