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Schäffler schockt die Löwen

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Von: Ludwig Krammer

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Wieder kein Heimsieg für den TSV 1860 München. © dpa

München - Ausgerechnet der von den Löwen an den MSV Duisburg verliehene Manuel Schäffler hat mit seinem späten Tor die Hoffnungen der Sechzger auf einen Heimsieg zunichte gemacht.

Benjamin Lauth hatte die Löwen mit seinem zehnten Saisontor in Führung geschossen (42.). Der kurz zuvor eingewechselte Ex-Sechziger Manuel Schäffler glich mit seinem ersten Saisontor spät aus (86.). Der an die Duisburger ausgeliehene Stürmer zeigte sich nach dem Spiel zurückhaltend. "Ich habe mich beim Torjubel schnell hingelegt und wollte nicht übermäßig jubeln", sagte der Torschütze. Dass er im ersten Moment nach dem Tor seinen Finger auf die Lippen legte und damit möglicherweise etwas signalisieren wollte, kommentierte Schäffler nach dem Spiel nicht.

“Wir waren die klar bessere Mannschaft. Es hätte nur einen Sieger geben dürfen. So haben wir wieder zwei Punkte liegengelassen“, klagte 1860-Trainer Reiner Maurer nach dem Abpfiff. Mit 29 Punkten bleiben die “Löwen“ Tabellenneunter und verpassten es, mit einem Sieg den Rückstand von sechs Zählern auf den Tabellendritten Duisburg zu halbieren. “Es wird ganz schwer“, sagte Maurer zu den Chancen, doch noch einmal Anschluss an die Aufstiegsplätze herzustellen.

Das Spiel zum Nachlesen im Ticker

Schäfer: Frieren für die Sponsoren

In der ersten Halbzeit hatte Olcay Sahan vor 15.000 Zuschauern für den MSV mit einem Schlenzer neben das Tor die erste Gelegenheit (18.). Stefan Buck scheiterte kurz darauf mit einem Freistoß am Duisburger Torhüter David Yelldell. Dann passierte lange nichts, ehe Lauth seinem Kollegen Kevin Volland den Ball vom Fuß nahm und aus elf Metern vollstreckte. Yelldell war noch dran, der Schuss aber zu hart.

Bilder des Spiels und die Noten der Sechzger

„Uns fehlt die gedankliche Schnelligkeit, die geistige Frische - und mit Ivica Banovic ein wichtiger Spieler“, klagte Duisburgs Sportdirektor Bruno Hübner in der Pause. Banovic musste wegen muskulärer Probleme passen, für ihn war Ivica Grlic ins Team gerückt. Dem MSV fehlte so Kreativität, aber auch im kämpferischen Bereich war die Mannschaft nach dem starken Auftritt gegen den FCK nicht wiederzuerkennen. Tarik Camdal nach einem Solo, Aleksandar Ignjovski und Djordje Rakic hätten sogar noch erhöhen müssen, verfehlten aber das Tor. Das rächte sich, als Schäffler zuschlug.

1860-Sportdirektor Miroslav Stevic kündigte am Rande der Begegnung weitere Spielerverkäufe an. So steht der Wechsel von Verteidiger Mathieu Beda zum FC Zürich unmittelbar bevor. Auch Camdal (Besiktas Istanbul) und Mate Ghwinianidse könnten den Klub noch vor Ende der Wechselfrist am Montag verlassen, bei Emanuel Biancucchi ist eine Ausleihe zum FC Cesena im Gespräch. Der MSV will nach Aussage von Hübner „gerne noch einen Stürmer holen“.

Aufseiten der

Löwen

verdienten sich Lauth und

Dominik Stahl

die besten Noten. Die Zebras hatten in Julian Koch und

Olivier Veigneau

ihre Besten.

sid/dpa/lk

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