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TSV 1860: „Läuft gut mit den beiden“ - Jobsharing der besonderen Art

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Von: Uli Kellner

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Zum Knutschen: Fynn Lakenmacher spielte und kämpfte sich nicht nur ins Herz von Trainer Michael Köllner.
Zum Knutschen: Fynn Lakenmacher spielte und kämpfte sich nicht nur ins Herz von Trainer Michael Köllner. Foto: sampics © sampics

Talent Fynn Lakenmacher oder Torschützenkönig Marcel Bär? Vor dem Auftakt in Dresden war das die Frage aller Fragen in Bezug auf die Löwen-Aufstellung.

Dresden – Die Antwort von Michael Köllner war ein stürmischer Kompromiss: Lakenmacher startete, rammte seinen Rammbock-Body (1,88 m) zwischen Kevin Ehlers und Tim Knipping, bereit, jeden Ball festzumachen.

Kurz nach der Pause kam dann Bär und schoss den schnellsten Joker-Doppelpack seiner Profikarriere – weil jetzt alles viel zu schnell ging für die müde gelaufenen Dynamo-Recken.

TSV 1860: Leichte Entwarnung bei Deichmann

Ein Jobsharing der besonderen Art – das erweitere personelle Angebot erlaubt es Köllner nun auch, mal eben einen Spielentscheider einzuwechseln. „Es spricht für den Kader“, schwärmte Rückkehrer Tim Rieder: „Cello kommt rein und macht zwei Hütten. Jetzt fahren wir mit 4:3 nach Hause.“ Auch für Bär selbst war es eine Erlösung, nach seiner Corona-Leidenszeit so schnell wieder jubeln zu dürfen. „Die beiden Tore tun sehr gut“, sagte er: „Es war keine leichte Zeit für mich. Das gebe ich offen und ehrlich zu. Immer wieder kleine Rückschläge in der Vorbereitung.“ Umso schöner sei es nun, dazu beigetragen zu haben die schwere „Prüfung“ Dresden zu bestehen.

Auch weil Bär, 30, sich klaglos auf die Bank setzte – und Lakenmacher, 22, kein Problem mit seiner Lehrlingsrolle hat. Im Trainingslager sagte das Talent aus Havelse: „Ich weiß, was Cello für Fähigkeiten hat. Natürlich habe ich den Anspruch, dass ich von Anfang an spielen will – aber den stelle ich zuerst an mich selbst.“ Am Samstag legte „Laki“ zwei Treffer auf, Bär traf doppelt in Torjägermanier – so kann’s weitergehen. Findet auch Erik Tallig, der sagt: „Läuft gut mit den beiden. Ich denke, Marcel ist noch nicht ganz fit für 90 Minuten. Aber als er reinkam, war er sofort da und wichtige Tore für uns gemacht.“

Ungeplantes Jobsharing war auch im Mittelfeld gefragt. Yannick Deichmann, 40 Minuten einer der Besten, musste raus. Die Wade. Köllner brachte Quirin Moll, der für den Rest des Spiels mit Sechser-Rivale Tim Rieder das Zentrum beackerte. „Mir war’s zu riskant, dass Yannick weiterspielt“, sagte der Coach und gab Entwarnung: „Ich denke, es ist nichts Schlimmeres.“ (Uli Kellner)

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