Alle Entwicklungen im News-Ticker

TSV 1860 in der Warte-Schleife: Boss Gorenzel wirbt bei Löwen-Fans für umstrittene Geisterspiele

3 Liga TSV 1860 München Günther Gorenzel
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Geschäftsführer Sport des TSV 1860 München: Günther Gorenzel.

Die Corona-Krise trifft auch den TSV 1860 München hart. Geht die Saison in der 3. Liga überhaupt weiter? Alle Entwicklungen hier im News-Ticker.

  • In der 3. Liga gibt es wegen der Corona-Krise Streit über die Saison 2019/20.
  • Der TSV 1860 München plädiert für eine Fortsetzung - und hofft noch leise auf den Aufstieg. 
  • Löwen-Sportchef Günther Gorenzel legt sich mit Waldhof Mannheim an - verfolgen Sie alle Entwicklungen hier im News-Ticker.

+++ Wie beenden diesen Ticker und bedanken uns fürs Mitlesen. Natürlich halten wir Sie an anderer Stelle mit Artikeln und Hintergrundberichten zum TSV 1860 München weiter auf dem Laufenden. +++

Update vom 29. April, 17.15 Uhr: Mittlerweile ist auch klar, wer in der Abstimmung über die Saison in der 3. Liga neben dem TSV 1860 München* für eine Fortsetzung der Spielzeit 2019/20 gestimmt hat - und wer dagegen.

Für eine Fortsetzung waren: TSV 1860, Haching, FC Ingolstadt, Eintracht Braunschweig, FC Bayern II, Hansa Rostock, Würzburger Kickers, KFC Uerdingen, Viktoria Köln und Chemnitzer FC

Für einen Abbruch waren: MSV Duisburg, Waldhof Mannheim, 1. FC Magdeburg, Halle, FSV Zwickau, Preußen Münster, Großaspach, Carl Zeiss Jena

Enthalten haben sich: 1. FC Kaiserslautern, SV Meppen

Update vom 29. April, 15.45 Uhr: Nach der knappen Abstimmung der Drittligisten für eine Fortsetzung der Saison wirbt 1860-Boss Günther Gorenzel bei den Löwen-Fans für Akzeptanz für Geisterspiele.

TSV 1860 München will durch Geisterspiele Corona-Schaden reduzieren

Denn: Deutschlandweit hat sich die organisierte Fanszene gegen das Modell ohne Zuschauer ausgesprochen. Der TSV 1860 München will durch Geisterspiele aber den finanziellen Schaden durch die Corona-Krise reduzieren - und hofft noch leise auf den Aufstieg.

„Wir haben das strengste Sicherheits- und Hygienekonzept am Arbeitsmarkt, außerhalb medizinischer Berufe“, erklärte der Österreicher laut Münchner AZ an diesem Mittwoch bei einer Videoschalte.

„Es gilt jetzt, alle ins Boot zu holen“, meinte der Sportchef der Giesinger demnach: „Nach Meinung der Experten ist das die einzige Möglichkeit, in den kommenden Wochen und Monaten Profifußball auszuüben. Wir werden da auch in den Dialog mit unseren Fans treten.“

Ferner warb Gorenzel, an der Aufstiegs- und Abstiegsregelung trotz Coronavirus-Pandemie festzuhalten. Die 3. Liga ist aktuell zerstritten, ob es überhaupt weitergehen soll.

TSV 1860 in der Corona-Krise: Haching und Löwen werben für Saison-Fortsetzung

Update vom 28. April, 18.30 Uhr: TSV 1860 München gegen SpVgg Unterhaching - Fans beider Klubs sehnen sich in Corona-Zeiten vermutlich nach einem S-Bahn-Derby. Doch vor Zuschauern wird es ein solches vorerst sowieso nicht geben. 

Haching-Präsident Manfred „Manni“ Schwabl zeigte sich nun zumindest erleichtert darüber, dass sich die Mehrheit der Klubs der 3. Liga für eine Wiederaufnahme der Saison ausgesprochen hat, „weil wir uns immer schon für die Fortführung des Spielbetriebs ausgesprochen haben und damit auch dem Vorschlag des Drittliga-Ausschuss gefolgt sind. Wir sind ganz klar der Meinung, dass ein faires sportliches Endergebnis immer angestrebt werden sollte, das gebietet ja schon der sportliche Ehrgeiz“.

Präsident der SpVgg Unterhaching: Manni Schwabl.

Sowohl die Löwen als auch die Münchner Vorstädter wollen die Spielzeit 2019/20 mit Fußball zu Ende bringen - und nicht am Grünen Tisch.

TSV 1860 in der Corona-Krise: 3. Liga zerstritten wie noch nie

Update vom 28. April, 16 Uhr: Nach der Abstimmung per Videokonferenz, ob die Saison fortgesetzt werden soll oder nicht, ist die 3. Liga so gespalten wie nie.

Am Montag hatten zehn Klubs für eine Wiederaufnahme des Spielbetriebs noch in dieser Saison gestimmt, acht Vereine hatten dagegen votiert, zwei hatten sich enthalten.

Zur Einordnung: Mit der Abstimmung ist noch keine endgültige Entscheidung verbunden. Zuletzt hatte zum Beispiel die Stadt Halle Spiele in ihrem Stadion wegen der Coronavirus-Pandemie untersagt.

Der für die 3. Liga zuständige DFB-Vizepräsidenten Peter Frymuth hatte erklärt: „Auch wenn das Bild nicht einheitlich ist, besteht eine mehrheitliche Meinung unter den Klubs, wie im Falle einer veränderten behördlichen Verfügungslage verfahren werden sollte.“

Wie mehrheitlich die Meinung ist, wird sich erst noch zeigen müssen. Der TSV 1860 München gilt als entschiedener Verfechter einer Saison-Fortsetzung.

Update vom 27. April, 16.15 Uhr: Eine einzige Streiterei - und der TSV 1860 München ist mittendrin. Nun ist das mit Blick auf den Gesellschafterzwist in der Grünwalder Straße 114 in Giesing nichts Neues.

Corona-Streit in der 3. Liga: Halle will keine Geisterspiele erlauben

Doch der Konflikt um eine Fortsetzung oder einen Abbruch der Saison in der 3. Liga entwickelt immer kuriosere Züge. Jetzt hat sich sogar ein Oberbürgermeister aus Sachsen-Anhalt eingeschaltet.

Bernd Wiegand (parteilos), Rathauschef in Halle, sagte laut der Mitteldeutschen Zeitung in einer Videopressekonferenz, dass es „eine Sonderstellung des Fußballs“ hinsichtlich der Lockerungen in der Coronavirus-Pandemie nicht geben werde.

Jubel: Die Löwen im November nach dem Sieg in Halle.

Geisterspiele seien nach aktuellem Stand „mit den vorgegebenen Regeln zu Abstand und Sicherheit nicht zu verantworten“. Zuvor hatte Wiegand das Stadion des Löwen-Kontrahenten Hallescher FC besichtigt.

Der HFC gehört zu mindestens acht Klubs, die sich für ein vorzeitiges Saisonende in der Dritten Liga aussprechen. „Problematisch sind nach unserer Beurteilung die Ausnahme vom Kontaktverbot bei Spielern auf dem Platz, die abweichende Regelung zur Einzelquarantäne und die in unserem Stadion schwierig umsetzbaren räumlichen Anforderungen und Abtrennungen“, sagte Präsident Jens Rauschenbach derselben Zeitung. Der Unternehmer war selbst an Covid-19 erkrankt, ist inzwischen aber genesen.

Update vom 27. April, 13.10 Uhr: Der Zwist in der 3. Liga über einen Abbruch oder die Fortsetzung der Saison geht in die nächste Runde. Ziel der jüngsten Kritik: Waldhof Mannheim, Tabellen-Zweiter und damit möglicher Aufsteiger in die 2. Fußball-Bundesliga.

TSV 1860 München: Löwen-Boss Gorenzel kritisiert Waldhof Mannheim scharf

Nach Informationen der Rheinpfalz ist der Vater eines Waldhof-Profis an Covid-19 gestorben. Geschäftsführer Markus Kompp hatte den Deutschen Fußball-Bund (DFB) und andere Drittliga-Klubs mittels einer E-Mail über den Todesfall informiert.

„Nach Rücksprache mit dem Spieler kann ich bestätigen, dass es diese E-Mail gibt“, erklärte Kompp. 

Das Vorpreschen der Mannheimer in den Medien zieht nun viel Unmut bei der Konkurrenz nach sich - insbesondere beim TSV 1860 München und dessen Geschäftsführer Sport, Günther Gorenzel.

„Dass Sie sich in Ihren Ausführungen, die causa Spielfortsetzung in der 3. Liga, nun über die Expertise der medizinischen Task Force der DFL stellen, und den tragischen Vorfall in Ihren Klub sportpolitisch positionieren, soll jeder aus moralischer Sicht selber bewerten“, meinte Gorenzel in einer E-Mail gegenüber dem Kicker und der Bild.

Trainer von Waldhof Mannheim: Ex-Löwe Bernhard Trares.

Waldhof Mannheim war erst in dieser Saison nach vielen Jahren in der Regionalliga Südwest in die Drittklassigkeit aufgestiegen und hofft nun offensichtlich auf den Durchmarsch ins Bundesliga-Unterhaus am Grünen Tisch. Die Kurpfälzer werden vom früheren Sechzger Bernhard Trares trainiert.

Auch die Löwen als Tabellen-Sechster machen sich noch leise Hoffnungen auf den Aufstieg - soillte die Saison in der 3. Liga entgegen dem Protest anderer Klubs tatsächlich noch zu Ende gebracht werden.

Löwen-Boss Günther Gorenzel bedankt sich beim FC Bayern und BVB

Update, 17.35 Uhr: Nanu, was ist denn da los? Günther Gorenzel, Sportchef des TSV 1860 München, hat sich ausdrücklich beim großen Stadtrivalen der Löwen bedankt, dem FC Bayern.

„Ich möchte mich beim FC Bayern, Dortmund, Leipzig und Leverkusen bedanken“, erklärte der Österreicher im Gespräch mit der Bild.

Der Grund: Die vier Champions-League-Vertreter aus Deutschland hatten in einem Hilfspaket der Deutschen Fußball Liga (DFL) Einnahmen aus dem internationalen Geschäft zur Verfügung gestellt, um bedrohten Klubs zu helfen.

Wie und wann geht es für den TSV 1860 München in der 3. Liga weiter?

Über einen Solidaritätsfonds flossen davon 7,5 Millionen Euro an die Vereine der 3. Liga und der Frauen-Bundesliga. 

Übereinstimmenden Medienberichten zufolge gingen 300.000 Euro an den TSV 1860 München. Die Corona-Krise zwingt auch die Dritte Liga derzeit zu einer Unterbrechung des Spielbetriebs. Einzelne Klubs votieren sogar zu einem Abbruch der Saison.

Saison-Abbruch in der 3. Liga? TSV 1860 München ist dagegen

Update, 17 Uhr: Die Klubs, die eine zweigleisige 3. Liga fordern, gehen öffentlich immer mehr und wortgewaltiger in die Offensive.

Rot-Weiss Essen lässt sich angesichts des bevorstehenden Saison-Abbruchs der Regionalliga West jetzt sogar rechtlich beraten und plädiert vehement für die Einführung einer Dritten Liga, die in zwei Staffeln aus Süd und Nord geteilt wird. 

„Für all das, was ab jetzt passiert, werden wir uns juristischen Beistand holen“, erklärte Geschäftsführer Marcus Uhlig der Deutschen Presse-Agentur: „Wir haben eine sportlich und finanziell aussichtsreiche Position. Für uns geht es um bis zu 2,5 Millionen. Da müssen verbandsseitig Lösungen zu irgendeiner Art von Kompensation gefunden werden.“

Essen ist in der West-Staffel Dritter - und hätte noch Chancen auf den Aufstieg. Der TSV 1860 München lehnt eine zweigleisige Dritte Liga dagegen entschieden ab und möchte die Saison 2019/20 zu Ende spielen.

Update vom 24. April, 15.50 Uhr: Noch immer kein Entschluss, wie und ob es mit der 3. Liga in der Saison 2019/20 weitergeht.

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) will für eine mögliche Entscheidung über einen Abbruch nun einen Außerordentlichen Bundestag einberufen, hieß es am Freitag, wann dieser Termin - vermutlich virtuell - stattfinden soll, wurde jedoch nicht bekannt.

Für den TSV 1860 München heißt es deshalb: Weiter ausharren!

3. Liga in der Corona-Krise: Laut DFB drohen 30 Millionen Euro Verlust

Update vom 23. April, 22.45 Uhr: Entscheidungen am Freitag? Das Präsidium des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) berät in einer Videoschalte über das weitere Vorgehen in der 3. Liga.

Bis zum Saisonende fehlen noch elf Spieltage, zuletzt hatten acht Klubs wegen der Corona-Krise für einen Abbruch dieser Spielzeit plädiert. 

Frühestens in der kommenden Woche soll es zu einer geheimen Abstimmung unter den Vereinen kommen, doch diese würde lediglich einem Meinungsbild dienen, heißt es. Ob in dieser Saison in der Dritten Liga noch einmal gespielt werden kann, ist völlig offen. 

Nach Angaben des DFB würden die Klubs, darunter auch der TSV 1860 München, bei einem Abbruch insgesamt rund 30 Millionen Euro verlieren. Die Löwen sind einer der Vereine, die für eine Fortsetzung der Saison 2019/20 sind - auch, weil die Giesinger noch leise Aufstiegshoffnungen hegen.

TSV 1860 München in der Corona-Krise: DFB mahnt zu Einigkeit

Update vom 22. April, 16 Uhr: Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) mahnt in der Corona-Krise die zerstrittenen Drittliga-Klubs zu Einigkeit.

„Wir wollen der 3. Liga Lösungen anbieten, die es ermöglichen den Spielbetrieb fortzusetzen. Die 3. Liga fällt auch in die Kategorie Berufsfußball“, sagte DFB-Generalsekretär Friedrich Curtius der Bild: „Wir arbeiten sehr intensiv daran, dass das gelingt und wir die Saison bis zum 30. Juni zum Abschluss gebracht haben werden.“

Der Verband und Klub-Vertreter einigten sich den DFB-Angaben zufolge auf „eine versachlichte, konstruktive und vor allem zielführende Diskussion“, der DFB bat darum, von einer weiteren öffentlichen Konfrontation zwischen einzelnen Vereinen abzusehen. Acht Klubs hatten zuvor in einem Positionspapier den Abbruch der laufenden Saison wegen der Coronavirus-Pandemie gefordert. 

Das DFB-Präsidium werde sich am Freitag „mit den Rahmenbedingungen für eine gegebenenfalls mögliche Wiederaufnahme des Spielbetriebs in Bundesspielklassen“ befassen, teilte der Verband nun mit. Auch der TSV 1860 München wird in Giesing gespannt auf neue Signale aus Frankfurt am Main warten.

TSV 1860 in der Corona-Krise: Riesen-Solidarität bei #MachtDasSechzgerVoll

Update vom 22. April, 15 Uhr: In der Corona-Krise heißt es landauf landab, zusammenzustehen.

Beim TSV 1860 München leben sie dieses Motto vorbildlich vor - zum Beispiel durch die Aktion #MachtDasSechzgerVoll

Konkret: Viele Löwen-Fans haben sich mittlerweile bereit dazu erklärt, bei möglichen Geisterspielen in der Dritten Liga auf die Rückerstattung der Kosten für ihre Dauerkarten oder bereits gekaufter Einzel-Tickets für das Grünwalder Stadion zu verzichten.

TSV 1860 in der Corona-Krise: Vor 5.000 Fans im Grünwalder Stadion?

Update vom 21. April, 18.45 Uhr: Wie geht es in der 3. Liga langfristig weiter. Mit Zuschauern? Ohne? Oder etwa mit kleinerer Kapazität in den Stadien? In der höchsten DFB-Liga sind noch keine Lösungen für die aktuelle Saison gefunden, da wird schon über die Zukunft diskutiert.

„Nach den Geisterspielen muss es mittelfristig Gedanken über einen zweiten Schritt geben" ,sagte nun Löwen-Boss Günther Gorenzel der Bild: „Wenn ich klare Auflagen habe, wie viele Leute in einen Baumarkt dürfen – warum sollte es nicht möglich sein, 30 Prozent der Fans von normalerweise 15.000 in unser Stadion zu lassen? Unter strikten Einlass-Regeln natürlich.“

Sportchef des TSV 1860 München: Günther Gorenzel.

Für den Österreicher ist auch eine Maskenpflicht in Stadien wegen der Corona-Krise ein denkbares Szenario. „Auch darüber wird man diskutieren müssen. Die Frage ist: Haben wir lieber gar keinen Fußball bis 2021? Oder Fußball unter gewissen Bedingungen?“, meinte der Geschäftsführer Sport des TSV 1860 München.

Gorenzel erklärte weiter, dass man auch „Geisterspiele vermarkten“ könne, „unsere Berechnung ist, dass ein Abbruch bei uns wirtschaftlich weit mehr Schaden verursachen würde, als Geisterspiele. Geisterspiele bedeuten auch, dass ich Übertragungsrechte habe. Ich kann vielleicht im öffentlich-rechtlichen Fernsehen Spiele übertragen“.

TSV 1860: Trotz Corona - Grünwalder Stadion wird sicher umgebaut

Update vom 20. April, 17.30 Uhr: Wie an diesem Montag bekannt wurde, will die Stadt München das Grünwalder Stadion trotz Corona-Krise von 15.000 auf etwas mehr als 18.000 Zuschauer ausbauen.

„Es ist jetzt die Zahl über 18.000, damit haben wir nochmal mehr rausgeholt“, erklärte Stadträtin Verena Dietl (SPD) bei münchen.tv: „Man sieht, dass es dringend gebraucht wird. Wir haben mehrere Mannschaften, die dort spielen. Es ist ein Stadion in der Mitte der Stadt und sehr wichtig für unsere Stadt.“

Die FDP kritisiert derweil die Pläne, trotz Coronavirus-Pandemie und der noch nicht ganz vorhersehbaren wirtschaftlichen Folgen, an einer zeitnahen Modernisierung des Grünwalder Stadions festzuhalten.

„Eines ist klar: Wir müssen abwarten, wie sich die Finanzsituation nach der Corona-Krise entwickeln wird. Alle Projekte in der Stadt müssen auf den Prüfstein gestellt werden. Die Liquidität der Stadt bricht ein“, sagte Stadtrat Jörg Hoffmann münchen.tv.

TSV 1860: Geisterspiele in der 3. Liga? Löwen-Boss sieht keine Alternative

Update vom 20. April, 16 Uhr:  Günther Gorenzel zeigt sich weiter als vehementer Verfechter einer Fortsetzung der Saison in der 3. Liga - notfalls mittels Geisterspielen.

„Was ist die Alternative bei den Aussagen renommierter Experten, dass 2020 keine Spiele mehr vor Zuschauern stattfinden können? Ich kann die unterschiedliche wirtschaftliche Bewertung von Geisterspielen nicht verstehen“, sagte der Löwen-Boss dem kicker (Montagsausgabe): „Wenn ich jetzt den Saisonabbruch fordere, weil sie wirtschaftlich nicht tragbar sind - was machen wir dann bis ins Frühjahr 2021? Zudem müssen unsere Entscheidungen von heute eine Verlässlichkeit gegenüber unseren strategischen Partnern aus Wirtschaft, TV und Medien für morgen ausstrahlen.“

In der Dritten Liga streiten die Klubs mittlerweile regelrecht darüber, ob die Spielzeit 2019/20 abgebrochen werden soll oder nicht. Der TSV 1860 München setzt sich entschieden dafür ein, dass ohne Zuschauer weitergespielt wird. Auch, weil die Sechzger noch leise auf den Aufstieg hoffen.

TSV 1860 München: Löwen wollen Saison in der 3. Liga unbedingt zu Ende spielen

Erstmeldung vom 20. April: Der TSV 1860 München und die Corona-Krise - und die Fragen: Wie geht es weiter? Und wann?

In der 3. Liga wird miteinander gerungen: Nachdem sich die fünf bayerischen Vertreter - neben den Löwen die SpVgg Unterhaching, der FC Ingolstadt, die Würzburger Kickers und der FC Bayern II* - gemeinsam für eine Fortsetzung der Saison 2019/20 ausgesprochen hatten, gibt es Widerstand vor allem aus dem Osten der Republik.

Der Hallesche FC, der SV Waldhof Mannheim, der 1. FC Magdeburg, der SC Preußen Münster, der Chemnitzer FC, die SG Sonnenhof Großaspach, der FSV Zwickau und der FC Carl Zeiss Jena fordern in einem Positionspapier den Abbruch der laufenden Spielzeit. 

Und damit Klubs, die vom Abstieg bedroht sind (Münster, Großaspach, Jena), die Saison vermasselt haben (Halle, Magdeburg) oder als direkter Aufsteiger feststünden (Mannheim).

TSV 1860 München lehnt zweigleisige Dritte Liga ab

Zuletzt hatte ein namentlich nicht genannter Klub sogar den Vorschlag einer zweigleisigen Dritten Liga beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) eingereicht. Löwen-Boss Günther Gorenzel lehnt dies jedoch entschieden ab*: „Eine Aufstockung der 3. Liga auf 40 Vereine würde zu einer Vermischung von Profi- und Amateurfußball führen und kann demnach nicht unser Ziel sein. Die Kluft zu den Bundesligisten würde damit noch größer.“

Immerhin hat der DFB die Klubs aus der Dritten Liga im Zuge der Corona-Krise entlastet*, indem das Zulassungsverfahren für die kommende Saison gelockert wurde. 

Verschiedene Medienberichten zufolge soll der Schaden pro Klub bei 1,5 Millionen Euro liegen, wird die Saison abgebrochen, oder bei etwa 600.000 Euro, geht es mit Geisterspielen weiter.

Doch wann es weitergeht, ist derzeit völlig offen -verfolgen Sie alle Entwicklungen hier im News-Ticker.

pm

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