DFB überblickt nun den gesamten Vorgang

Bekiroglu rassistisch beleidigt? Erneute krasse Kehrtwende nach Vorfall in Braunschweig

Sperre aufgehoben: Braunschweig Robin Becker ist vom Rassismus-Vorwurf freigesprochen worden.
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Sperre aufgehoben: Braunschweig Robin Becker ist vom Rassismus-Vorwurf freigesprochen worden.

Was ist in den Schlussminuten der Partie von Sechzig in Braunschweig wirklich vorgefallen? Der Rassismus-Vorwurf der Blauen hält einer Überprüfung des DFB nicht stand.

Update vom 1. Mai: Das DFB-Bundesgericht hat die Fünf-Spiele-Sperre gegen Robin Becker wieder aufgehoben und den Verteidiger von Eintracht Braunschweig vom Vorwurf der rassistischen Beleidigung freigesprochen. Das gaben Verband und Verein am Dienstagabend bekannt. Der 22-Jährige kann damit am Sonntag im Spiel beim VfR Aalen wieder eingesetzt werden. Becker war von Löwen-Profis vorgeworfen worden, sie im Spiel vor gut einem Monat  rassistisch beleidigt zu haben.

„Aufgrund der heute erstmals vorgelegten weiteren Fernsehaufzeichnung, in der zum ersten Mal der gesamte Vorgang zu sehen war, konnte geklärt werden, dass der Wortwechsel, in dessen Rahmen die schwere Beleidigung gefallen sein soll, jedenfalls nicht zu diesem Zeitpunkt zwischen diesen Beteiligten stattgefunden hat“, sagte der stellvertretende Vorsitzende des DFB-Bundesgerichts, Oskar Riedmeyer. „Deswegen konnte der Nachweis eines Fehlverhaltens nicht geführt werden und der Spieler war freizusprechen.“

DFB sperrt Braunschweigs Becker wegen Rassismus-Vorwurfs

Braunschweig - Wegen einer vermeintlichen rassistischen Beleidigung ist der Drittliga-Profi Robin Becker von Eintracht Braunschweig vom Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes nachträglich zu einer Sperre von fünf Spielen sowie einer Geldstrafe von 2000 Euro verurteilt worden. Die Eintracht hat dagegen jedoch umgehend eine Berufung beim DFB-Bundesgericht eingelegt. Das gaben Verein und Verband am Freitag bekannt.

Hintergrund ist ein Vorfall beim Drittligaspiel zwischen Eintracht Braunschweig und 1860 München (1:1) am 30. März. Kurz nach dem Schlusspfiff spuckte der Münchner Spieler Efkan Bekiroglu den Braunschweiger Verteidiger Benjamin Kessel an und wurde dafür vom Sportgericht für drei Spieler gesperrt.

Neben Bekiroglu soll auch Koussou beleidigt worden sein

Die Sechziger erhoben jedoch noch am Wochenende des Spiels den Vorwurf, dass Bekiroglu und auch ihr Spieler Kodjovi Koussou vor dieser Szene von Braunschweiger Spielern beleidigt worden seien. Der Kontrollausschuss des DFB leitete daraufhin zunächst Ermittlungen gegen Kessel ein. Gesperrt wurde am Freitag jedoch Becker.

Die Eintracht wirft dem DFB-Sportgericht vor, dass die Vorwürfe gegen Becker und Kessel „auf bloßen und bis heute nicht nachgewiesenen Behauptungen einzelner Spieler des TSV 1860 München basieren“, wie Aufsichtsratsmitglied Tobias Rau in einer Vereinsmitteilung erklärte.

dpa

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