Statistik mit Beigeschmack

Wenn beim TSV 1860 doch immer Derby wäre: Tabelle zeigt, wer in Bayern Nummer eins ist

Bayerische Derbys liegen dem TSV 1860 München in dieser Saison
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Bayerische Derbys liegen dem TSV 1860 München in dieser Saison.

Wenn es gegen die Rivalen aus dem eigenen Bundesland geht, ist der TSV 1860 zur Stelle. Jedoch: Alleine mit Derbyerfolgen ist noch keine Mannschaft aufgestiegen...

München - Bei den einen drohen sich die Aufstiegsträume endgültig in Giesinger Luft aufzulösen, für die anderen wird der Sauerstoff im Tabellenkeller immer knapper – das virtuell ausverkaufte „S-Bahn-Derby“ am Freitag Abend (19 Uhr) zwischen dem TSV 1860 und der SpVgg Unterhaching könnte die blauen und rot-blauen Weichen für die restliche Drittliga-Saison stellen.

„Ich tippe auf ein 2:1 für Sechzig, in den Derbys haben die Löwen in letzter Zeit eigentlich immer abgeliefert“, sagt Necat Aygün, der in seiner aktiven Karriere für beide Klubs spielte und seit einem Jahr als Technischer Direktor Sport beim klassenhöheren Karlsruher SC arbeitet.

TSV 1860 München diese Saison noch einziges Team ohne Derby-Niederlage

Die Zahlen stützen Aygüns Prognose. Vier der bisherigen fünf Drittliga-Derbys gegen Haching entschieden die Löwen für sich, nur beim ersten Aufeinandertreffen 2018 im Sportpark gab’s ein 1:1-Unentschieden (Torschützen: Grimaldi und Schimmer). Weitet man den Blick auf alle fünf bayerischen Drittligisten, ergibt sich ein Bild, das den Fans der Sechziger gefallen wird: In der Derby-Tabelle liegen die Löwen mit einem Remis gegen Türkgücü und drei Siegen gegen Haching, Bayern II und Ingolstadt auf Platz eins, als einzige Mannschaft mussten sie in dieser Saison noch keine Derby-Niederlage einstecken.

Der Haken an der Sache: Mit Derbysiegen allein ist noch kein Klub aufgestiegen; Ingolstadt liegt in der maßgeblichen Gesamttabelle trotz besagter Niederlage sechs Punkte vor den Löwen auf Platz zwei, ein Sieg im Nachholspiel beim Chaosklub KFC Uerdingen (3. März) könnte den Abstand sogar auf neun Zähler erweitern. Halbwegs realistisch ist für 1860 nur noch der Relegationsplatz, auch hier könnte der Rückstand auf Hansa Rostock nach Bereinigung der Tabelle bereits sieben Punkte betragen.

1860 München gegen Unterhaching: Zwei Stammplätze müssen ersetzt werden

Löwen-Trainer Michael Köllner dürfte bei Fragen nach der Konstellation in der Zoom-Pressekonferenz am Donnerstag kaum ausführlicher antworten, als er es bereits am vergangenen Samstag nach dem 1:2 in Saarbrücken tat: „Enttäuschung ja, Verzweiflung nein“, schließlich seien bis Saisonschluss noch 42 Punkte zu vergeben.

Zu vergeben hat am Freitag auch Köllner was. Nach der Gelb-Roten Karte für Stephan Salger und der fünften Gelben für Marius Willsch müssen zwei Stammplätze neu besetzt werden. Für Salger wird aller Wahrscheinlichkeit nach Semi Belkahia in die Abwehrzentrale rücken, als Rechtsverteidiger-Ersatz bietet sich der flexibel einsetzbare Daniel Wein an. Für ihn könnte Dennis Dressel auf die Sechs rücken, wahlweise auch der zuletzt schwächelnde Richard Neudecker, was eine Chance für Youngster Lorenz Knöferl eröffnen würde. Den 17-Jährigen halten nicht wenige Experten für das größte blaue Offensivtalent seit Jahren. Und: Mit dem ehemaligen U 16-Nationalspieler im Kader haben die Löwen noch kein Spiel verloren. Ein gutes Omen für Freitag?

TSV 1860: Auswärtspartien in Duisburg und in Halle werden live übertragen

Unterdessen gibt es erfreuliche Nachrichten für Löwen-Fans ohne MagentaSport-Abo: Das Bayerische Fernsehen wird die beiden Spiele der Blauen beim MSV Duisburg (Samstag, 6. März, 14 Uhr) und eine Woche drauf beim Halleschen FC (13. März, 14 Uhr) live übertragen.

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