Maurer: "Mit aller Macht drei Punkte holen"

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Eigentlich ist Reiner Maurer die Ruhe in Person, doch wenn das Spiel läuft, hält es den Allgäuer selten auf seinem Stuhl.

München - Reiner Maurers Plan für ein frohes blaues Weihnachtsfest

"Natürlich hört es keiner gern, wenn es heißt, Spieler müssen abgegeben werden. Umgekehrt gäbe es dieses Problem aber auch, wenn wir im Winter neue Spieler holen würden. Dadurch könnte ebenfalls eine neue Gruppendynamik entstehen, was zu negativen Auswirkungen führen kann.“

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Tja, und jetzt? Entweder ist Reiner Maurer der ungekrönte König des Schönredens oder tatsächlich ein glücklicher, ausgeglichener Mensch. Fest steht, dass diese aus einem spox-Interview stammenden Sätze des Löwen-Trainers auch in einem buddhistischen Kloster Anklang finden würden. So MUSS man wohl drauf sein, um bei 1860 als Verantwortlicher nicht komplett durchzudrehen. Frag nach bei Miki Stevic, der sich jüngst bei Rousseau bediente, um sein Verkäufer-Schicksal in Worte zu kleiden.

So., 13.30 Uhr, Allianz Arena: TSV 1860 – SC Paderborn

Wie profan klingt da dieses Wort „Paderborn“. Aber so heißt er nun mal, der Gegner am Sonntag, die DFL-Spielplaner wollten es so. 12 000 Karten haben die Löwen für den vorweihnachtlichen Kick abgesetzt, 15 000 Besucher werden erwartet. Bittere Zahlen beim bittere Zahlen gewohnten Zweitligisten.

Dem Siegeswillen tut das bislang keinen Abbruch. „Wir müssen mit aller Macht die drei Punkte holen. Dann hätten wir zumindest eine gute Hinrunde gespielt und könnten trotz des turbulenten Jahres 2010 ein schönes Weihnachtsfest feiern“, sagt Maurer. 28 Punkte (eigentlich sind’s ja 30) – damit wären die Löwen zumindest weiter dran an der Spitzengruppe. „Bei einem Sieg wären wir in Lauerstellung zu den Aufstiegsplätzen“, sagt der Coach, „dann wäre in der Rückrunde noch alles möglich.“

Zwei Tage vor dem Rückrundenstart gegen den VfL Bochum am 15. Januar steht freilich der Liquiditätsnachweis bei der DFL auf dem Programm. 5,3 Millionen flüssige Euros sind aufgerufen, und wie zu hören ist, liefern die bisherigen Investoren-Gespräche durchaus Gründe zu (verhaltenem) Optimismus.

In der Mannschaft ist die Zuversicht ungebrochen. „Ich bin mir sicher, dass die Rückrunde normal losgehen wird“, sagt Benny Lauth. „Wenn’s jetzt sportlich auch noch schlecht laufen würde, dann wär hier richtig Alarm.“ Ein Sieg gegen Paderborn, (nur) dann bleibt’s beim Weihnachtsgeläut…

tz

Quelle: tz

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