Geht es am 26. Mai in der 3. Liga weiter?

TSV 1860 darf hoffen: Neustart mit Geisterspitzenspiel?

Für Trainer Köllner und seine Mannschaft könnte es zum Re-Start gleich zum Spitzenspiel gegen Tabellenführer  MSV Duisburg  kommen. 
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Für Trainer Köllner und seine Mannschaft könnte es zum Re-Start gleich zum Spitzenspiel gegen Tabellenführer  MSV Duisburg  kommen. 

Die 3. Liga bleibt ein fragiles Gebilde, doch schon heute könnte der DFB Grünes Licht für eine Saisonfortsetzung geben. Auf  den TSV 1860 würde gleich ein Topspiel warten.

  • Am Montag, den 11. Mai, könnte der DFB den Re-Start der 3. Liga am 26. Mai verkünden. 
  • Innerhalb der Liga herrscht weiterhin Uneinigkeit, ob und wie die Saison beendet wird. 
  • Für den TSV 1860 München steht bei Wiederaufnahme des Spielbetriebs ein Spitzenspiel gegen den MSV Duisburg auf dem Programm.

München – Einmal ist die Hütte bereits voll, zumindest virtuell. Bis Ende letzter Woche hatten die Löwen 15.000 sogenannte Geistertickets an den Fan gebracht. Die Aktion „Macht das Sechzger voll“ ist bislang ein Erfolg. Die weißblaue Familie deckt sich mit symbolischen Eintrittskarten ein, um ihren Verein in schweren Zeiten finanziell zu unterstützen, doch kommt es überhaupt zu Geisterspielen, um die Drittligasaison fortzusetzen? Fest steht bisher nur: Beide Seiten machen Druck – die Spielwilligen genauso wie die Abbruchwütigen.

3. Liga: Re-Start am 26. Mai 

Nach den Vorstellungen des DFB könnte auch in Liga 3 bald wieder der Ball rollen. Intern wird der 26. Mai angepeilt, wie die ARD-Sportschau mit Verweis auf ein internes DFB-Papier berichtet. Jedoch: Neuer Ärger ist programmiert, denn die dritthöchste deutsche Spielklasse ist und bleibt ein fragiles Gebilde.

Der Plan, Spiele ohne Publikum durchzusetzen, wird zum Politikum, weil der DFB entschlossen scheint, Vereine mit lokalbehördlichen Fesseln auf neutrale Spielfelder zwingen zu wollen. Erschwerend kommt hinzu, dass neben acht Pappenheimern aus der 3. Liga jetzt auch zwei Dutzend Regionalligaclubs auf eine Ligenreform setzen und künftig in einer zweigleisigen 3. Liga (mit mehr Startplätzen) antreten wollen.

3. Liga: Gegner haben verschiedene Argumente für Saisonabbruch

Sportliche Fairness und Gemeinschaftssinn werden in vielen Fällen den jeweiligen Einzelinteressen untergeordnet, das Fachblatt „kicker“ unterstellt sogar das Spielen „kommunaler Doppelpässe“. Das hört sich dann so an: Der Tabellenletzte Jena klagt über die hohen Kosten, die ein Hygienebeauftragter verursachen würde. Aus Münster (Platz 18) ist zu hören, das enge Preußenstadion sei ungeeignet, um die Abstandsregeln einzuhalten. Oder die Clubs argumentieren mit finanziellen und sportlichen Belastungen. 

Wie der 1. FC Magdeburg (Platz 15), der auf drohende Einnahmeverluste von 740.000 Euro verweist – und auf den Kaltstart nach langer Zwangspause. „Wir haben acht Wochen nicht richtig trainiert, sollen dann aber binnen fünf Wochen elf Punktspiele und möglicherweise zwei Landespokalspiele bestreiten“, jammert Stürmer Sören Bertram. Verletzungen seien bei solch einem Programm unausweichlich.

Viktoria Köln testet Spieler bereits auf das Coronavirus

Trotzdem: Zuerst sprach DFB-Vize Peter Frymuth ein Machtwort. „In allen Diskussionen sei auch die Frage erlaubt, ob es tatsächlich darum geht, etwas nicht umsetzen zu können, oder eher darum, es nicht zu wollen“, kritisierte er. Und tatsächlich könnte der DFB bereits am Montag grünes Licht für eine Saisonfortsetzung geben. Die Sportschau berichtete von einem Schreiben an die 20 Drittligisten, das sich wie ein Marschbefehl liest. Das Hygienekonzept orientiert sich an den DFL-Vorgaben für 1. und 2. Liga. Viktoria Köln testet bereits. Dem DFB-Fahrplan zufolge sollen alle Clubs spätestens morgen damit beginnen.

Die Löwen wären wie die anderen Drittligisten Bayerns gerüstet. Teamgeist und Trainingsmoral haben laut Chefcoach Michael Köllner nicht gelitten in den Wochen der Beschränkungen. Der Ticket-Kaufrausch der Fans zeugt von anhaltend hoher Löwen-Lust – und gleich das erste Spiel des geplanten Neustarts hätte es in sich: 1860 gegen Duisburg. Ein echtes Geisterspitzenspiel. 

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