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Mölders verteidigt Schmöller nach Platzverweis - Schiri-Standpauke noch auf dem Platz

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Von: Moritz Bletzinger

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Beide nicht glücklich mit dem Feldverweis: Frank Schmöller und Sascha Mölders.
Beide nicht glücklich mit dem Feldverweis: Frank Schmöller und Sascha Mölders. © Imago

„Mich nervt das einfach“: Sascha Mölders ist sauer über eine Entscheidung, die gegen seinen Gegner ging. Die Ampelkarte für Frank Schmöller fand er nicht in Ordnung.

Gilching - Es läuft die 73. Minute der Partie zwischen dem TSV 1860 München II und dem TSV Landsberg: Die Gäste bekommen an der Seitenlinie einen Freistoß und Junglöwen-Coach Frank Schmöller will es nicht wahrhaben. Sein Fluchen hat wiederum einem überhaupt nicht gefallen: Schiedsrichter Kevin Rösch. Der Unparteiische zückt die gelbe Karte. Und Schmöller schlägt die Hände über den Kopf.

Dafür kommt direkt die zweite Gelbe hinterher und dann folglich auch der rote Karton. Schmöller muss auf die Tribüne. Gelb und Gelb-Rot in einer Situation. Unter den gellenden Pfiffen der zahlreichen Löwen-Fans ging fast unter, dass auch auf dem Platz nicht alle mit Schmöllers Feldverweise einverstanden waren.

TSV 1860 II gegen TSV Landsberg: Schmöller kassiert Platzverweis - Mölders redet direkt auf Schiri ein

Sascha Mölders, Ex-1860-Kappo und heute Landsbergs Spielertrainer, ging sofort auf Schiri Rösch zu. Sichtlich aufgebracht sprach er auf den Referee ein. Die Gelb-Rote für Schmöller wollte er so nicht stehen lassen.

Das betonte der Kultstürmer auch nach dem Spiel: „Mich nervt das einfach, wenn ein Schiedsrichter jetzt einfach immer Karten für Trainer zückt. Das gab es vor ein paar Jahren nicht. Ich finde einfach, wenn ein Trainer draußen ist und da sind Emotionen drin, da darf man auch mal was sagen. Und da musst du nicht gleich Gelb, Gelb-Rot zeigen.“ Mölders klagt, die Reaktion sei überzogen gewesen. Kann sich aber ohnehin generell nicht mit den Karten für Offizielle anfreunden.

„Grundsätzlich muss ich sagen, diese Karten für Trainer sind aus meiner Sicht, für die Schiedsrichter nur ein Alibi“, schimpft Mölders, „das hat nichts mit Fußball zu tun. Also, wenn ein Trainer 90 Minuten draußen steht und kein Wort sagt, das ist kein Fußball.“

„Für was hast du ihm Gelb und Gelb-Rot gegeben?“: Mölders versteht Schmöller-Platzverweis nicht

Was genau hat der Ex-Löwe dem Unparteiischen mit auf den Weg gegeben? „Ich habe zum Schiedsrichter gesagt: Für was hast du ihm jetzt Gelb und Gelb-Rot gegeben? Wir spielen Fußball“, verheimlicht es Mölders nicht.

Frank Schmöller ist bei Schiedsrichtern derweil sicherlich kein Unbekannter. „Fünf oder sechs Karten habe ich schon kassiert“, muss er selbst schmunzeln. Über den Feldverweis am Freitag war er trotzdem überrascht: „Sascha und ich kennen das von früher noch anders. Während dem Spiel kann es schon mal emotional werden, aber danach gibt es einen Handschlag und alles ist gut.“

Mölders formuliert es etwas anders: „Ich kenne den Frank ja schon sehr lange und jeder weiß, wie er ist. Aber man darf ja wohl als Trainer noch was sagen.“

1860: Schmöller beschwichtigt nach Ampelkarte - „hatte noch ein sehr gutes Gespräch mit den Schiedsrichter“

„Ich hatte nach dem Spiel noch ein sehr gutes Gespräch mit dem Schiedsrichter“, kann Schmöller berichten, „er hat mich für eine abfällige Geste, wie er es gesehen hat, vom Platz gestellt. Ich weiß nicht, ob es das wirklich gebraucht hat, aber er entscheidet. Und nach unserer Unterhaltung ist alles im Reinen.“

19 Jahre liegen zwischen dem Junglöwen-Coach und Sascha Mölders. Trotzdem sehen sie offenbar einige Dinge ähnlich. Und dass sich Mölders direkt für ihn eingesetzt hat, ist auch Schmöller nicht entgangen: „Ich habe mich nach dem Spiel direkt bei Sascha bedankt.“ (moe)

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