Duell der befreundeten Klubs

1860-Trainer mit „Arsch“-Appell - Erlegt Duisburg-Held Owusu auch die Roten Teufel?

Prince Owusu erzielte beim Sieg des TSV 1860 gegen Duisburg den 3:2-Siegtreffer
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Prince Owusu erzielte beim Sieg des TSV 1860 gegen Duisburg den 3:2-Siegtreffer.

Nach dem gelungenen Neustart in Liga drei muss der TSV 1860 am Mittwoch beim 1. FC Kaiserslautern ran. Trainer Köllner äußert sich zum Aufstiegsrennen - und zitiert Karl Valentin. 

  • Nach dem Heimsieg gegen Duisburg trifft 1860 München nun auf den 1. FC Kaiserslautern.
  • Darf Matchwinner Prince Owusu von Beginn an ran? Wir blicken auf die Personalsituation der Löwen.
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München - Der Neustart des TSV 1860 gegen Duisburg war so emotional wie erfolgreich, am Mittwoch um 20.30 Uhr geht es für die Löwen zur Teufeljagd auf den Lauterer Betzenberg, der ohne Fans eher einem Geisterberg gleichkommt.

„Wir starten mit breiter Brust ins Spiel“, sagt Michael Köllner zum Spiel gegen den 1. FC Kaiserslautern. Der 1860-Trainer reist mit seiner Mannschaft erst am Spieltag per Charterflug über Mannheim an und wird noch am Abend zurück in die Heimat fliegen. Schließlich geht’s schon am Samstag (14 Uhr, BR live) zu Hause gegen Würzburg weiter. „Regeneration und Konzentration“ sind alles in diesem eng getakteten Drittliga-Finale, weiß der Coach.

TSV 1860: Aufstiegsdebatten verfolgt Trainer Köllner amüsiert

Die Aufstiegsdebatten, die durch das 3:2 gegen den Spitzenreiter reichlich Euphoriefutter bekommen haben, verfolgt Köllner amüsiert. Er überlässt das Feld lieber den träumenden 1860-Fans – und Sascha Mölders. Keiner werde die Löwen mehr von den goldenen Plätzen verdrängen, hatte der Sturm-Oldie am Sonntag verfügt. Bei Köllner klang’s am Dienstag humorvoll-nüchtern. Eine „tolle Momentaufnahme“ sei das Tabellenbild, keine Frage. „Aber wenn wir am Betzenberg nicht den Arsch hochkriegen, dann bringt uns das auch nichts.“ Viel besser gefällt dem Trainer das Karl Valentin zugeschriebene Pracht-Zitat: „Prognosen sind schwierig, besonders wenn sie die Zukunft betreffen.“

Damit wäre fast alles gesagt. Offen blieb wie immer die Aufstellung. Ein, zwei Wechsel wollte Köllner nicht ausschließen. So könnte Willsch für Paul in die Startelf rücken, auch in der Offensive hat der Trainer mehrere Möglichkeiten. Ob aus dem Dauerjoker der Startstürmer Owusu wird? „Natürlich hätte es der Prince verdient“, sagte Köllner lächelnd. Schließlich habe der Angreifer mit seinen späten Siegtoren gegen Chemnitz und Duisburg aus zwei Punkten sechs gemacht. „Man kann sich den Prince sehr gut in der Startelf vorstellen.“

TSV 1860 gegen Lautern: Köllner trifft auf ehemaligen Trainer-Assi

Denkbar ist dort bald auch wieder Aaron Berzel. Der Innenverteidiger habe seine Sprunggelenksblessur auskuriert und am Dienstag erstmals wieder mit der Mannschaft trainiert, berichtete Köllner freudig. Weniger Spaß bereiteten ihm die Fragen nach dem Wiedersehen mit seinem ehemaligen Nürnberger Co-Trainer Boris Schommers, der den Club nach Köllners Entlassung im Februar 2019 übernommen hatte – und dafür wenige Tage später ein öffentliches „Das war so nicht abgesprochen“ kassierte.

Duo beim Club, heute Gegner: Boris Schommers und Michael Köllner.

Wirklich ausgeräumt scheint die Sache bis heute nicht. Michael Köllner ließ Nachfragen freundlich ins Leere laufen. Ein klares Nein gab’s auf die Vermutung, dass ihn Schommers taktisch vielleicht leichter durchschauen könnte als andere Kollegen. „Es sind andere Spieler, andere Mannschaften. Und hoffentlich habe ich mich weiterentwickelt.“ Das Duell zwischen dem TSV 1860 und Kaiserslautern dürfte Aufschlüsse geben. Einstweilen zurück ins Funkhaus zu Meister Valentin. 

Ludwig Krammer

Quelle: tz

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