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1860 gegen FCB im Olympiastadion? Ismaik-Plan im Sommer nicht möglich - Ed Sheeran zerlegt Rasen

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Von: Moritz Bletzinger

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Das letzte echte Münchner Derby ist 14 Jahre her: Damals verlor der TSV 1860 in der Allianz Arena mit 0:1 in der Verlängerung. Im Bild: Benjamin Schwarz, Franck Ribéry und Timo Gebhart (v.l.n.r.).
Das letzte echte Münchner Derby ist 14 Jahre her: Damals verlor der TSV 1860 in der Allianz Arena mit 0:1 in der Verlängerung. Im Bild: Benjamin Schwarz, Franck Ribéry und Timo Gebhart (v.l.n.r.). © imago sportfotodienst

Ein Derby im Olympiastadion: Der TSV 1860 München und der FC Bayern gemeinsam für die gute Sache. Die Idee von Hasan Ismaik stößt auf Hürden. Eine Lösung gäbe es.

München - Über 14 Jahre ist es her, dass sich der TSV 1860 und der FC Bayern München auf dem Platz gegenüberstanden. Genauer gesagt: Seit dem DFB-Pokal-Viertelfinale am 27. Februar 2008 gab es kein Duell mehr zwischen beiden Profiteams der größten Münchner Vereine.

Für die gute Sache soll es nun wieder einmal ein Derby geben. Hasan Ismaik hatte die Idee überraschend ins Spiel gebracht: Ein Stadtduell im Olympiastadion um Geld für die Ukraine-Hilfe zu sammeln. Ein guter Vorschlag, befinden viele, auch Ex-FCB-Präsident Uli Hoeneß. Im Sommer gibt es da nur leider einen terminlichen Konflikt.

Ed Sheeran, Open Airs und Leichtathletik: Olympiastadion im Sommer ausgelastet - 1860 gegen FCB im Herbst?

Open Airs, European Championships und jetzt wird die Laufbahn erneuert. Im Sommer ist das Olympiastadion komplett ausgelastet, bestätigt die Olympiapark München GmbH auf Nachfrage. „Und für ein Fußballspiel braucht man schließlich auch einen guten Rasen“, sagt ein Sprecher, „im September tritt Ed Sheeran drei Mal auf. Danach muss der Rasen ausgetauscht werden.“

Vor Oktober wird es nicht mit dem Derby im Olympiastadion. Aber wieso nicht in der Winterpause? Es ist zu hoffen, dass der Krieg in der Ukraine bis dahin vorbei ist, aber auch dann wird sicherlich Geld für Opfer- und Aufbauhilfe benötigt. In der guten Sache könnten sich sogar die großen Stadtrivalen einen. Und die Pressestelle der Olympiapark GmbH bekräftigt: „Wir würden uns freuen, wenn die Vereine mit uns in Verbindung treten.“ Das Spiel müsste dann natürlich wohl ohne WM-Teilnehmer stattfinden.

TSV 1860 gegen FC Bayern München doch in der Allianz Arena? Edelfan Wöll würde zuhause bleiben

Das Olympiastadion ist zwar nicht die einzige Sportstätte in der Landeshauptstadt, aber wohl die einzige, die für das Benefizderby in Frage kommen dürfte. Das Grünwalder Stadion ist gleichermaßen ausgelastet und gegen ein Spiel in der Allianz Arena dürfte sich die meisten Löwen-Fans nicht verirren.

„Ich würde schon hingehen“, sagt beispielsweise 1860-Allesfahrer Roman Wöll: „Es dürfte halt nicht in der Arena sein. Ein unschönes Ergebnis könnte man schon befürchten, aber es ist ja auch für einen guten Zweck. In die rote Burg gehe ich aber natürlich nicht mehr. Ich bin kein Arena-Gegner, aber wenn da jetzt alles rot ist.“

Derby nur im Olympiastadion? 1860-Allesfahrer Fehling würde „wohl trotzdem auch in die Arena gehen“

„Ich persönlich brauche es nicht“, sagt Allesfahrer Fritz Fehling, „ich würde hingehen, auch wenn ich nicht heiß drauf bin. Es ist für einen guten Zweck. Aber das ganze Drumherum muss passen: Wenn es beide ernsthaft angehen, kann man es schon machen.“ Die Stadion-Frage beantwortet auch er klar, wenn auch nicht dogmatisch: „Standard muss das Olympiastadion sein. Ich würde aber wohl trotzdem auch in die Arena gehen.“

In Fankreisen des FC Bayern München wird das mögliche Derby etwas weniger hitzig diskutiert. Jan Placht vom Fanklub „Miasanrot“ lässt lediglich wissen: „Jegliche Unterstützung für die Ukraine ist gut“.

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