Bayernliga Süd kompakt

1860 II siegt trotz „blanker Angst“ - Wasserburg verliert Top-Spiel

Das goldene Tor: Kraljevics trifft zum 1:0 für 1860 II.
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Das goldene Tor: Kraljevics trifft zum 1:0 für 1860 II.

Der FC Pipinsried hat auch das Top-Spiel gegen Aufsteiger TSV 1880 Wasserburg gewonnen. Die Junglöwen retten einen knappen Sieg ins Ziel. 

München– In der Bayernliga Süd bestätigte der noch unbesiegte Tabellenführer FC Pipinsried seine Ausnahmestellung und gewann das Duell beim direkten Verfolger TSV Wasserburg mit 2:0. Erst nach der Pause nahm das Gipfeltreffen Fahrt auf, Kenan Muslimovic brachte den hochkarätig besetzten Regionalliga-Absteiger zunächst in Front (57.), dann kassierte der Wasserburger Johannes Lindner die Gelb-Rote Karte (71.), und in der Schlussphase sorgte Marcel-Pascal Ebeling mit dem 0:2 (87.) für klare Verhältnisse. „Wir mussten einige Spieler ersetzen. Es ging darum, die Zweikämpfe zu gewinnen, das hat die Mannschaft sehr gut umgesetzt“, erklärte FCP-Spielertrainer Fabian Hürzeler.

Bei den Verlierern, die sich als Neuling weiter auf Rang zwei behaupten, hielt sich die Trauer in Grenzen, denn 1400 Zuschauer sorgten für eine Rekordkulisse. „Wir haben es Pipinsried schwer gemacht. In so einem Spiel entscheiden Kleinigkeiten“, betonte Leo Haas, der Coach der Innstädter. Aber nicht nur Wasserburg ist bisher ein starker Aufsteiger, auch der FC Deisenhofen hat sich auf Anhieb in der neuen Spielklasse etabliert. „Ich bin sehr zufrieden mit den Schritten, die wir gemacht haben, wir sind auf dem richtigen Weg“, sagte Trainer Hannes Sigurdsson nach dem 4:1-Auswärtssieg bei Schwaben Augsburg. Michael Bachhuber schnürte einen Doppelpack (16., 52.), außerdem trafen Marco Finster (84.) und Martin Mayer (86.) für die Gäste.

Ismaning mit schlechtester Leistung unter Stjiepic

Zum Kellerduell empfing dagegen der TSV 1860 II den SV Pullach. Am Ende setzten sich Frank Schmöllers Junglöwen durch Tomislav Kraljevics goldenen Treffer (32.) mit 1:0 gegen den Ex-Verein des 53-jährigen Trainers durch. Die Verunsicherung war dabei beiden Teams deutlich anzumerken: Sechsmal in Folge war der 1860-Nachwuchs zuvor sieglos geblieben, die Pullacher reisten mit vier Niederlagen am Stück an. Obwohl die Gäste aus dem Isartal nach dem Platzverweis für Alexander Jobst wegen einer Notbremse (87.) die letzten Minuten in Unterzahl bestreiten mussten, habe bei seiner Elf in der Schlussphase „die blanke Angst“ regiert, wie Schmöller resümierte.

Das „schlechteste Spiel, seit ich hier Trainer bin“, hatte Mijo Stijepic, Trainer des FC Ismaning, bei der 0:2-Heimpleite gegen Türkspor Augsburg ertragen müssen. Zur Orientierung: Seit über einem Jahr ist der 40-Jährige im Amt, der Auftritt am Samstag war die 36. Partie unter Stijepics Leitung. Zum dritten Mal in Folge blieb der FCI damit sieglos. Eine 1:3-Niederlage in Kirchanschöring erlitt derweil der TSV 1865 Dachau am Samstag. Trotz Mario Marics Führungstreffer (23.) musste die Mannschaft von Spielertrainer Fabian Lamotte die Heimreise ohne Punkte antreten.

Text: Klaus Kirschner und Matthias Horner

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