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TSV 1860: Traum vom Neun-Punkte-Start - Wer startet im Sturm?

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Von: Uli Kellner

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Zwei Siege hat 1860 bereits– kommt gegen Meppen ein dritter dazu? Löwen-Trainer Michael Köllner arbeitet an einem Startrekord.
Zwei Siege hat 1860 bereits– kommt gegen Meppen ein dritter dazu? Löwen-Trainer Michael Köllner arbeitet an einem Startrekord. Foto: sampics / S. Matzke © sampics / S. Matzke

Drei Siege zum Start in eine Saison – nicht mal in der Regionalliga war es den Löwen vergönnt. Buchbach hatte etwas dagegen.

München – Auch in der 2. Liga muss man bis ins Jahr 2007 scrollen, um auf eine makellose Auftaktserie zu stoßen. Mit Blick auf die damals geschlagenen Gegner (Augsburg, FCK, Hoffenheim) und das eigene Personal (Göktan, Lars Bender, di Salvo) klingt der letzte Neun-Punkte-Start wie ein blaues Märchen aus 1001 Nacht – zumindest für jüngere Fans.

Und in der 3. Liga? Bester Start war jener vor zwei Jahren – mit sieben Punkten aus den ersten drei Spielen.

TSV 1860: Spitzenduell gegen Meppen

Daher: 2022, im fünften Anlauf, soll es endlich klappen mit drei Siegen aus den ersten drei Spielen. Für Michael Köllner, der auch mit Nürnberg an der Kunst des dreifachen Startdreiers gescheitert war, ist es die nächste Marke, die er mit 1860 schaffen will. Nach dem furiosen Auftakt in Dresden (4:3) und dem Arbeitssieg gegen Oldenburg (1:0) sagte der Trainer vor dem Heimspiel gegen Meppen an diesem Dienstag: „Bisher haben wir das Optimum erreicht. Jetzt können wir uns noch mal steigern und auf neun Punkte kommen. Wenn du zwei Spiele in Folge gewinnst, ist es super. Wenn du drei in Folge gewinnst, ist es supersuper. Es geht jetzt Schlag auf Schlag. Deswegen brauchen wir wieder eine konzentrierte Leistung – und über 95, 96 Minuten eine gute Energie auf und neben dem Platz.“

Für den Gegner, dem hinter 1860 auf Platz vier notierten SV Meppen, hat Köllner einiges übrig. Ein „Leuchtturm“ im Emsland sei der kleine Verein, „denn was gäbe es dort oben sonst außer Weideflächen und schönen Bauernhäusern?“ Von einem verflixten dritten Spiel würde Köllner aber nicht sprechen, „denn wir sind froh, dass wir gerade endlich mal einen Sieg im verflixten zweiten Spiel geschafft haben“.

TSV 1860: Bekommt Lannert seine nächste Chance?

Gegen Oldenburg machte sich erstmals das Fehlen von Torjäger Marcel Bär (Fuß-OP) bemerkbar. Abwehrchef Jesper Verlaat erlöste die Löwen mit dem 1:0 und nahm Druck von den beiden jungen Stürmern. Was zur Frage führt: Wer darf nun gegen Meppen ran, Fynn Lakenmacher oder Meris Skenderovic? „Es gibt keine Rangfolge“, blieb Köllner im Vagen: „Es gibt zwei Neuner, die wir in der Hinterhand haben.“ Beide hätten ein unterschiedliches Profil, das je nach Gegner gefragt sei. Tendenz: Diesmal ist Lakenmacher wieder dran. Köllner sagte über ihn: „Es macht Spaß, mit dem Jungen zu arbeiten. Er ist ein Spieler, der Lust auf mehr macht.“ Und: Gegen Abwehrkanten wie Steffen Puttkammer (1,92 m), den der 1860-Coach explizit erwähnte, hat Lakenmacher vielleicht ein bisschen mehr Wucht entgegenzusetzen.

Das andere personelle Fragezeichen betrifft die Position rechts hinten, wo zuletzt Yannick Deichmann wieder aushelfen musste – bis Köllner in der Schlussphase gegen Oldenburg Christopher Lannert brachte, den er im Pokal gegen Dortmund nach Malens 0:1 und Rotgefahr vom Feld genommen hatte – um ihn zu schützen. „Natürlich ist es für einen Spieler nicht das Tollste, wenn ihn der Trainer nach 20 Minuten runternimmt. Am Ende geht es aber darum, dass du den Jungen nicht alleine lässt und ihn vernichtest. Wir hatten eine Idee, als wir ihn verpflichtet haben – und wir sind von seiner Qualität auf Strecke absolut überzeugt.“

So wie vom eigenen Leistungsvermögen. Köllner findet es ermutigend, „dass wir schon solche Spiele wie gegen Oldenburg gewinnen“. Und was die bisherige Ausbeute angeht nebst dem Fernziel Aufstieg: „Die Punkte, die wir haben, die haben wir. Und am Dienstag haben wir hoffentlich drei mehr.“ (ulk)

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