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Stürmer Skenderovic will es nochmal wissen: „1860 München ist fast meine letzte Chance“

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Von: Uli Kellner

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Torjäger-Duell: Meris Skenderovic (l.), Marcel Bär.
Torjäger-Duell: Meris Skenderovic (l.), Marcel Bär. Foto: sampics © sampics

Meris Skenderovic hat noch nicht aufgegeben. Nach hoffnungsvollem Start geriet seine Karriere ins Stocken. Beim TSV 1860 will der Stürmer neu angreifen.

Windischgarsten – Für einen, der Junioren-Torschützenkönig war, in Hoffenheim länger unter Julian Nagelsmann trainiert hat und sogar in der Europa Legaue eingesetzt wurde, ist das eine bemerkenswerte Aussage. „1860 ist für mich fast so etwas wie die letzte Chance“, sagte Meris Skenderovic, als er das bisher Erreichte mit seinem Alter (24 Jahre) und seinen letzten Profistationen abglich. Eine Aussage von schonungsloser Härte gegen sich selbst – doch der von Schweinfurt gekommene Stürmer hat gute Gründe, so über seine Karriere-Perspektive zu urteilen.

Was seinen ursprünglichen Plan angeht, möglichst mal in der Bundesliga zu spielen, sei der Vertrag bei 1860, der sich seit Winter angebahnt hatte, ein Glücksfall, den es nun zu veredeln gelte. „Klar ist es mein Ziel, so hoch wie möglich zu spielen“, sagt Skenderovic: „Ich kann das aber realistisch einschätzen.“ Nur vereinzelt gebe es Fälle von Spielern, die das mit fast Mitte 20 noch geschafft hätten.

TSV 1860 München: Meris Skenderovic auch eine Alternative für die Außenbahn

Miro Klose zum Beispiel. Über den Umweg Ausland auch Robin Gosens. Im Rückblick auf seine Stationen nach Hoffenheim und Hartberg (Rückrunde 2019) sagt der frühere U-Nationalspieler (DFB/Montenegro): „In Jena hatte ich ein Jahr Leihe – drei Jahre später ist das jetzt meine zweite Chance in der 3. Liga. Wenn ich Einsatzzeiten bekomme, muss ich halt liefern. Wenn nicht, wird es schwer für mich. Dann geht’s wahrscheinlich zurück in die 4. Liga. Und selbst wenn ich dann da 25 Tore pro Saison schießen würde, im Alter von 25 oder 26, wäre es schwer, wieder hochzukommen.“

Aber traut er sich zu, Drittliga-Toptorjäger Marcel Bär den Kampf anzusagen? „Das Wichtigste ist, dass wir hochgehen“, sagt „Mero“ und fügt salomonisch hinzu: „Wenn Cello 25 Tore macht und ich fünf, ist es auch okay.“ Abgesehen davon: Mit seinen Qualitäten – Tempo, Torinstinkt – käme für ihn auch ein Platz auf der Außenbahn infrage – rechts oder links, das ist ihm egal. „Hauptsache irgendwo – außer in der Abwehr.“ (ulk)

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