Geschäfsführer Sport wird gesucht

Sportchef-Posten soll aufgewertet werden

Locker vom Hocker: Florian Hinterberger hat jetzt wieder Zeit für die schönen Seiten des Lebens.
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Locker vom Hocker: Florian Hinterberger hat jetzt wieder Zeit für die schönen Seiten des Lebens.

München - Die Löwen haben sich von Florian Hinterberger getrennt - jetzt soll seine Stelle aufgewertet werden. Der Verein sucht einen Geschäftsführer Sport.

Obwohl die Sache bei Leibe kein Schnellschuss war, blieb zunächst eine zentrale Information offen. „Sportchef Florian Hinterberger und die Verantwortlichen des TSV 1860 werden die Zusammenarbeit beenden“, hieß es in der am Freitagmittag verschickten Pressemitteilung.

Was nicht aus ihr hervorging, war, ob die Trennung sofort oder erst am Saisonende vollzogen wird. Typischer Löwen-Dilettantismus? Absicht (warum auch immer)? Im Laufe des Nachmittags wurde jedenfalls nachgereicht, dass Hinterberger die Reise nach Sandhausen nicht mehr mitgemacht hat, er also sofort aufhört. Hinterberger sei „freigestellt“, so der Klub. Ende Juni wäre sein Vertrag ohnehin ausgelaufen – und er selber hat auch eher nicht mit einer Verlängerung gerechnet. Wer Hinterberger im Wintertrainingslager in Belek erlebt hatte, der ahnte, dass der coole Manager vom Starnberger See bereits etwas geahnt (oder gewusst) hat.

„Ich wollte schon lange mehr Zeit zum Skifahren, Surfen und in der Sonne liegen haben“, sagte der 55-Jährige bei einem lockeren Presseplausch in der Türkei. Präsident Gerhard Mayrhofer und Geschäftsführer Markus Rejek saßen damals am anderen Ende des Loungebereichs, was im Nachhinein eine gewisse Symbolkraft hat. Wenngleich der Text, den der Verein verschickt hat, ausschließlich warme Worte enthielt. Das Verhältnis sei „stets von Vertrauen und einem guten Austausch geprägt“ gewesen, wird Mayrhofer zitiert. Der vorzeitig Beurlaubte teilte mit, ebenfalls mit Stil und Anstand: „Die Aufgabe bei Sechzig war immer eine Herzensangelegenheit für mich.“ Spieler sei er bei den Löwen gewesen (1990 bis 92), Trainer (2001 bis 03/Amateure) und Sportchef (seit Sommer 2011).

Löwen-Stars privat - mit vielen neuen Bildern

Löwen-Stars privat - mit vielen neuen Bildern

Fans kennen die Löwen-Profis fast nur in Trainingsklamotten. Aber haben Sie die Spieler auch so schon mal gesehen? © sampics
Yannick Stark erklimmt den Alten Peter. © sampics / Stefan Matzke
Schön, hier oben. © sampics / Stefan Matzke
Anlässlich des "Movember" ging Moritz Volz zum Barbier. Er ließ sich einen Schnurrbart stehen. © sampics / Stefan Matzke
Und so sah das dann anfänglich aus. © sampics / Stefan Matzke
Yannick Stark. © sampics
Sebastian Hertner mal ohne Trainings- oder Spielklamotten. © MIS
Dieses Cordsakko aus dem Jahr 2003 von Benny Lauth mag nicht jedermanns Geschmack sein. © sampics
Löwen-Stars privat
Ganz cool! © Necat Aygün bei Facebook
Ganz cool: Youngster Felix Weber. © MIS
Marin Tomasov ganz lässig. © MIS
Yuya Osako posiert. © sampics / Stefan Matzke
Auch Markus Steinhöfer zeigt sich mal in Privatklamotten. © sampics / Stefan Matzke
Youngster Julian Weigl als "Model". © sampics / Stefan Matzke
Christopher Schindler posiert. © sampics / Stefan Matzke
Yuya Osako kickt am Strand. © sampics
Technisch hochwertig. © sampics
Jedes Jahr ein Fest: der Wiesn-Besuch. © MIS
Zünftig! © MIS
Noor Basha. © MIS
Prost! © MIS
Auch die Oberlöwen stoßen an. © MIS
Friedhelm Funkel stößt mit Freundin Anja an. © MIS
Löwen in Privatklamotten am Spielfeldrand. © M.I.S.
Daniel Adlung mit Mütze der Modemarke "BMUSD". © MIS
Dominik Stahl nach dem Spiel mit Freundin Melissa. © MIS
Stahl holt sich die Belohnung ab. © MIS
Markus Steinhöfer (l.) und Yuya Osako relaxen. © sampics / Stefan Matzke
Friedhelm Funkel mit Löwenstürberl-Wirtin Christl bei der Überraschungsparty zu seinem 60. Geburtstag. © sampics / Stefan Matzke
Sommerlich: Bobby Wood. © sampics
Benny Lauth mit Cap. © sampics
Ein Foto von der Weihnachtsfeier 2013. © sampics / Stefan Matzke
Dominik Stall mit seiner Melissa. © sampics / Stefan Matzke
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Kai Bülow beim Kartenspielen. © sampics
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Auch Malik Fathi, der die Löwen inzwischen verlassen hat, nutzt gerne Facebook - etwa um dieses schöne Foto von sich und seiner Gattin Anna-Maria zu posten © Malik Fathi bei Facebook
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Scheint eine tolle Party gewesen zu sein, die Malik Fathi da gefeiert hat © Malik Fathi bei Facebook
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Unmöglich zu erkennen: Malik Fathi und Anna-Maria © Malik Fathi bei Facebook
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Kommen wir zu unserer "Lieblingsbilderrunde": die Löwen ausgelassen im Pool © sampics
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Guillermo Vallori © sampics
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Bobby Wood © sampics
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Benny Lauth mit Hund Kasper sowie Kai Bülow und seiner Antje © sampics
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Christopher Schindler mit Freundin Paulina bei einer Löwen-Weihnachtsfeier © sampics
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Gabor Kiraly mit Zsanett © sampics
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Daniel Bierofka mit Frau Nicole © sampics
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Ex-Präsident Dieter Schneider mit seiner Ehefrau Gipsy und seiner Tochter Patricia © sampics
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Auch Benny Lauth ist für ein Schafkopf-Match zu haben © sampics
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Lauth mit seiner Juliane © sampics
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Gabor Király und Ehefrau Zsanett © sampics
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Guillermo Vallori beim Strandshooting in der Türkei © sampics
Schiiiiiiiiifoan! Wer ist denn dieser Herr? © sampics
Ex-Trainer Reiner Maurer natürlich! © sampics
Necat Aygün mit Frau Patricia bei einem Löwen-Grillfest © sampics
Daniel Bierofka mit Sohnemann David, einem möglichen kommenden Nationalspieler © sampics
Mit Kai Bülow kam seine Antje nach München © sampics
Gabor Kiraly lässt sich Schmankerl servieren © sampics
Ein halbprivates Event mit Tradition: der jährliche Löwen-Besuch auf der Wiesn © sampics
Jetzt wird's familiär: Daniel Bierofka holte nach einem Spiel Sohnemann David aufs Feld © dpa
Benny Lauth verbindet ein enges Verhältnis zu seinem Vater: Hier sehen Sie ihn mit Papa Hans © sampics
Die Haare sind inzwischen kürzer - doch Benny ist Publikumsliebling geblieben © sampics
Nicht nur mit großen Leder-, sondern auch mit kleinen Filz-Bällen kennt sich Benny Lauth aus © sampics
Aufschlag Lauth © sampics
Vorteil Lauth! © sampics
Für einen guten Kaffee ist Benny-Bomber immer zu haben © sampics

„Das macht mich auch ein wenig stolz.“ Solche und andere Nettigkeiten. Interessanter wurde es gegen Ende des Statements, als es hieß: „Mein Ziel, mit 1860 in der Zweiten Liga Platz 3 anzugreifen, konnten wir (...) nicht realisieren. Deshalb ist diese Entscheidung für mich zu akzeptieren.“ Bedeutet: Es gab eine Entscheidung, einen Beschluss, dem sich der glücklose Manager zu beugen hatte. Die üblichen Floskeln von wegen „Trennung in gegenseitigem Einvernehmen“ hat der Klub der Öffentlichkeit erfreulicherweise erspart.Klar ist, wie Insider berichten: Der Verein wird den einen Sportchef nicht durch den nächsten ersetzen, sondern die Stelle deutlich aufwerten. Ein Geschäftsführer Sport wird ab sofort gesucht, ein Profi, der dem Ex-Dortmunder Markus Rejek (kaufmännischer Geschäftsführer) gleichgestellt sein wird. „Wir haben ein Profil definiert und klare Vorstellungen, wie diese Schlüsselposition besetzt werden soll“, teilte Präsident Mayrhofer mit.

„Natürlich ist uns die Priorität dieser Personalie im Hinblick auf die Kaderplanung für die nächste Saison bewusst.“ Dennoch werde man die Entscheidung „mit Bedacht“ treffen. Heißt: Es kann sich ein wenig hinziehen. Vielleicht nicht drei Monate wie bei Schäfer- Nachfolger Rejek, aber es wäre eine Überraschung, wenn der gesuchte Transfermarktprofi schon in Kürze loslegen könnte. Bekanntlich sind alle vier Präsidiumsmitglieder Neulinge im Geschäft. Und auch Rejek hatte bei seiner Vorstellung zugegeben, eher etwas von Marketing als von Fußball zu verstehen. Die Reaktionen im Löwenforum waren geteilt, zwischen „NA ENDLICH!!!!!!! :)“ und „Ois Guade, Florian!“.

In anderen Foren überwog das Aufatmen. Fakt ist: Obwohl Hinterberger auch sinnvolle Personalien verantwortete (Osako, zuletzt Julian Weigls Vertragsverlängerung bis 2017 – mit festgeschriebener Ablöse von 5,5 Mio. Euro), war er aus Sicht etlicher Fans der Verantwortliche für den von vielen Köchen verdorbenen Löwen-Brei. Für Trainer Friedhelm Funkel, den Hinterberger im Herbst geholt hat, ist die Entscheidung eher ungünstig – man kann sich leicht ausrechnen, wer im Fall weiterer Misserfolge den Kopf hinhalten muss. Funkel sagte zwar zuletzt, dass erste Vorgespräche über eine mögliche Vertragsverlängerung geführt worden seien, doch als „Geschenk“, wie noch in der Winterpause, hat ihn zuletzt keiner mehr aus der Chefetage bezeichnet.

Uli Kellner

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