„Wir tun gut daran, den Fokus erst mal auf das Ankommen zu legen“

1860-Stürmer Mölders bremst Erwartungen und zeigt sich kämpferisch im Stürmer-Duell

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Sascha Mölders will mit 1860 in der 3. Liga bleiben.

Sascha Mölders will sich und dem TSV 1860 nicht zu hohe Ziele für die erste Saison der Löwen in der 3. Liga stecken. Zunächst geht es um den Klassenerhalt.

München - Mit 33 Jahren wird Sasacha Mölders noch einmal ein Debüt feiern. Erstmals in seiner Profikarriere wird der Stürmer des TSV 1860 in der 3. Liga auflaufen. Auch für die Löwen selbst ist es eine Premiere, die 3. Liga übersprangen sie bekanntlich nach dem Abstieg aus der 2. Liga nach der Nichterteilung der Lizenz im vergangenen Sommer.

„Ich habe in der Tat noch kein Drittligaspiel absolviert und freue mich, diese Lücke bald zu schließen“, so Mölders im Interview mit dfb.de. „Ich gehe alle Aufgaben mit Respekt an. Die Vorfreude überwiegt aber. Wir werden fast Woche für Woche in großen Stadien vor vielen Zuschauern spielen. Ich möchte mit meiner Erfahrung dabei helfen, damit wir dabei auch erfolgreich sind. In der Regionalliga Bayern waren die Stadien zwar eine Nummer kleiner. Aber auch das fand ich nicht uninteressant.“

Mölders: „Oberstes Ziel ist es, in der Liga zu bleiben“

Auf den TSV 1860 wartet die wohl attraktivste 3. Liga aller Zeiten, schließlich tummeln sich dort mit Eintracht Braunschweig, dem 1. FC Kaiserslautern, dem Karlsruher SC, Hansa Rostock, dem KFC Uerdingen oder Energie Cottbus zahlreiche ehemalige Erstligisten. Manch einer traut Sechzig sogar zu, direkt oben mitzuspielen, doch davon will Mölders nichts hören: „Wir tun gut daran, den Fokus erst mal auf das Ankommen zu legen. Wir sollten uns mit einer hohen Zielsetzung nicht allzu viel Druck machen. Oberstes Ziel ist es, in der Liga zu bleiben.“

Kader, Gegner, Live-Spiele: Das ändert sich für 1860 zur kommenden Saison

In der kommenden Woche kommt der Spielplan heraus. Möglicherweise sind die Löwen sogar ein Kandidat für das Eröffnungsspiel der 3. Liga. Mölders: „Es wird auf jeden Fall sehr wichtig sein, gleich gut in die Saison zu kommen. Siege machen vieles einfacher.“

Egal, wo der Stürmer bislang gespielt hat, er wurde ein echter Publikumsliebling. Wie kommt das? Mölders hat da eine Theorie: „Ich denke, dass die Zuschauer honorieren, wenn jemand von der ersten bis zur letzten Sekunde alles gibt. Die Klubs, bei denen ich war, gelten allesamt als Arbeitervereine. Das passt nun einmal zu mir und meiner Spielweise.“

Mölders oder Grimaldi - wer stürmt bei 1860?

Doch auch als Publikumsliebling muss er um seinen Platz im Team kämpfen. Bei 1860 wird der Konkurrenzdruck nach der Verpflichtung von Adriano Grimaldi (Preußen Münster) noch intensiver. „Ich weiß seit Jahren, wie es funktioniert“, sagt Mölders über den Kampf um die Stammplätze. „Wir haben ja nicht nur Adriano und mich, sondern auch noch weitere gute Stürmer im Kader. Jeder will sich durchsetzen, jeder will spielen. Wer es unter dem Strich schaffen wird, hängt von den Leistungen und vom System ab. Ich will mich so anbieten, dass der Trainer nicht an mir vorbeikommt - und ich bin überzeugt, dass ich das auch schaffen werde.“

Konkurrenz belebt bekanntermaßen das Geschäft - und füllt hoffentlich das Punktekonto des TSV 1860 rasch und nachhaltig.

fw

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