Rösler-Interview: „Wer aus der Hölle kommt, ist stärker“

Sascha Rösler

München – Nach einem schweren Jahr fühlt sich Löwen-Stürmer Sascha Rösler im Aufwind – und reif für eine Führungsrolle.

Sascha Rösler nimmt einen großen Schluck Wasser und schaut ungeduldig nach rechts: „Zum Ende kommen!“, soll das heißen, denn am Nebentisch warten schon die Kollegen, die mit dem blonden Löwen-Stürmer eine feste Würfelrunde bilden. Beim Mittagszock mit dem Mannschaftsrat (Lauth, Hofmann, Hoffmann) hatte Rösler seinen Stammplatz früh sicher, auf dem Rasen dauerte es etwas länger. Aber: Seit der 31-Jährige regelmäßig spielt, geht es nicht nur mit ihm, sondern mit dem gesamten Team aufwärts. Wir sprachen mit Rösler über seinen Aufstieg vom Auslaufmodell zum Teilzeitkapitän.

Herr Rösler, bei der Koblenz-Generalprobe in Hoffenheim durften Sie in Abwesenheit von Lauth und Hoffmann die Binde tragen. Eine besondere Auszeichnung für Sie?

Ach, das hat doch nichts zu bedeuten gehabt. Dadurch, dass Benny und Torben gefehlt haben, hatten wir keinen anderen Spieler mit so viel Erfahrung auf dem Platz, und ich kenn das ja schon: Ich war auch in Aachen und Mönchengladbach Kapitän.

Zwei Monaten zuvor wäre allerdings kaum einer auf die Idee gekommen, dass Sie die Löwen mal aufs Feld führen könnten.

Das stimmt. Aber da sieht man mal, wie schnell es im Fußball gehen kann. Nach dem Kaiserslautern-Spiel war ich raus, dann verletzt sich der Kenny Cooper, und plötzlich war ich wieder drin und hatte auch noch Glück, dass es bei der ganzen Mannschaft lief. Wenn du 1:0 bei Tabellenführer Bielefeld gewinnst und fünf Spiele ungeschlagen bleibst, profitiert jeder davon.

Kommt dem Team die kurze Pause gelegen? Lässt sich der Schwung in die Rückrunde mitnehmen?

Am besten wär’s gewesen, wir hätten ganz durchgespielt. Auf der anderen Seite hat die Vorrunde viel Kraft gekostet – vor allem die zwölf Spiele, in denen es nicht so lief. Das ist eine enorme Belastung, vor allem für den Kopf. Insofern war die kurze Unterbrechung nicht schlecht, um mal abzuschalten und mit voller Kraft in die Rückrunde zu gehen.

Wie wichtig war es für Ihren Kopf, dass Sie die Kurve in den letzten fünf Spielen gekriegt haben?

Unheimlich wichtig. In diesen Spielen hab ich gespürt: Ich bin wieder da, ich bin wieder wichtig, der Trainer setzt auf mich. Es war ein unheimlich befreiendes Gefühl zu wissen: Ich kann meine Leistung noch bringen, es ist doch nicht alles weg. Zwischenzeitlich hatte ich Selbstzweifel. Es war über lange Zeit das unangenehmste, anstrengendste, enttäuschendste Jahr meiner Karriere.

Das klingt nach viel Frust. Ein Jahr, das Sie gerne aus Ihrer Biografie streichen würden?

Es gab sicher Dinge, die ich mir gerne erspart hätte. Auf der anderen Seite lernst du natürlich unheimlich dazu. Gerade die schlechten Zeiten härten dich ab. Wer durch die Hölle geht, kommt umso stärker wieder raus – wenn er denn rauskommt. Ich kannte das schon ein bisschen, weil ich zuvor auch schon zwei-, dreimal solche Karrierephasen hatte, in denen es nicht lief. Gespielt hab ich zwar meistens, aber es gab öfter mal Phasen, wo ich nicht getroffen habe. Da sind dann Kämpferqualitäten gefragt.

Bestand darin der Lernerfolg: dass es sich lohnt zu kämpfen?

Auch. Zum einen merkst du in solchen Phasen, wer wirklich zu dir hält. Aber das allerwichtigste ist, dass man spürt: Man darf nie aufgeben und und muss immer weiter Gas geben. Es geht um diesen unbedingten Willen. Wenn alle sagen, der packt’s nicht mehr, der ist zu alt und langsam, wenn die Fans einen auspfeifen, gerade dann musst du dir sagen: Ich zeig’s euch allen!

Welche Rolle hat die Tatsache gespielt, dass schon Ihr erstes Gastspiel in München von wenig Erfolg gekrönt war?

Das hat auch eine Rolle gespielt. Schon bei meinem Wechsel vor einem Jahr hab ich mir gesagt: Das ist eine super Möglichkeit, über einen Umweg das erste München-Kapitel aus der Karriere zu streichen. Ich hab einen riesigen Ehrgeiz in mir drin und es hat mir gestunken, dass die Leute gesagt haben: Der passt halt nicht hier her!

Ihre Formkurve verlief parallel zu der der Mannschaft, die mit Ihnen elf Punkte aus fünf Spielen holte. Was lässt das für die Rückrunde erwarten?

Da kann alles passieren. Wir können einen super Start erwischen und noch oben angreifen. Wir können aber auch ins gleiche Fahrwasser geraten wie in der Vorrunde: Stotterstart, Unruhe kommt auf – da kann eine extrem junge Mannschaft wie wir schon Probleme kriegen. Mein Gefühl sagt mir allerdings: Wir haben unseren Weg jetzt gefunden. Wir wissen jetzt, wie man spielen muss, um erfolgreich zu sein. Aber es macht wenig Sinn, irgendwelche Rechnungen anzustellen. Um aufzusteigen bräuchtest du eine perfekte Rückrunde mit 40 Punkten. Das wird schwer.

Michael Hofmann, obwohl nur 2. Reservetorhüter, meinte kürzlich: Da wächst was zusammen.

Was den Teamgeist betrifft, da hatten wir nie Probleme. Wir haben uns immer gut untereinander verstanden, die neuen Spieler, die jungen Spieler – das hat eigentlich alles gepasst. Die Integration war natürlich ein bisschen ein Problem. Wenn du fünf, sechs Spieler in der Mannschaft hast, die die Sprache nicht sprechen und teilweise auch kein Englisch können, dann ist es schon schwierig. Wenn der Trainer die Besprechung immer in drei Sprachen machen muss, dauert das nicht nur ewig, es ist auch so nicht förderlich. Dass das mittlerweile abgeschlossen ist, ist schon ein großer Vorteil.

Wie sehen Sie generell die Rolle von Trainer Ewald Lienen? Hat die Trendwende auch damit zu tun, dass er Dinge geändert hat?

Klar hat er was verändert. Er hat ja selber gemerkt, dass es nicht rund lief und dass die Mannschaft nicht das umgesetzt hat, was er sich vorgestellt hat. Er hat sich dann versucht anzupassen und auch Sachen angenommen, die ihm erfahrene Spieler gesagt haben. Wir haben extrem viele junge und talentierte Spieler, aber wenn du in der zweiten Liga zu viele von ihnen reinschmeißt, kriegst du Probleme. Du brauchst auch Erfahrung auf dem Platz – gerade in Phasen, in denen Unruhe aufkommt. Den Karren kannst du nur mit einer gesunden Mischung aus dem Dreck ziehen.

Was haben Sie sich persönlich für die Rückrunde vorgenommen? Wurmt es Sie, dass Sie noch ohne Saisontor dastehen?

Das wurmt mich sehr. Ich hab in 230 Spielen über 60 Tore gemacht und jetzt noch gar keins. Auf der anderen Seite weiß ich, dass harte Arbeit irgendwann belohnt wird, und deswegen bin ich mir sicher, dass ich in den nächsten Spielen treffen werde.

Im Sommer läuft Ihr Vertrag aus, und Sie haben kürzlich gesagt, dass es Sie zurück in den Westen zieht. Ist das noch aktuell?

Das ist der Plan für die Zukunft, aber das muss noch nicht in diesem Sommer sein. Meine Freundin Annika ist 25, wir haben keine Kinder, insofern sind wir brutal unabhängig. Wenn es so positiv weiterläuft, ich meine Form halten und der Mannschaft helfen kann, würde ich mich auch noch mal mit dem Verein zusammensetzen, wenn da Interesse besteht. Aber das muss man mal abwarten.

Das Interview führte Uli Kellner

Die Winter-Transferbörse der Löwen: Wer könnte kommen, wer gehen?

Die Löwen blieben in der Hinrunde hinter den Erwartungen zurück. Nach der Siegesserie geht aber vielleicht doch noch was nach oben. Im Winter wird der Verein daher vielleicht noch mal auf dem Transfermarkt aktiv. Gesucht werden vor allem ein Innenverteidiger und ein Stürmer. Das sind die Kandidaten. © Sampics
Eke Uzoma: Er ist der erste Neuzugang für die Rückrunde! Der 20-jährige Nigerianer verstärkt das defensive Löwen-Mittelfeld. Er kam vom SC Freiburg auf Leihbasis. © Getty
Fernando Cuerda: Der spanische Innenverteidiger absolviert ein Probetraining beim TSV 1860 München. Der 25-Jährige spielte zuletzt in Griechenland bei AO Kavala, zuvor kickte er unter anderem in den zweiten Mannschaften von Atlético Madrid und Sevilla. © Krammer
Oumar Kondé (links): Der Schweizer, einst Teamkollege von 1860-Co-Trainer Abder Ramdane in Freiburg, war zuletzt vom FC Zürich an den chinesischen Klub Chengdu Blades ausgeliehen und sollte sich im Probetraining für 1860 empfehlen. Vertrag bekam er aber am Ende keinen. ""Er kann uns im Moment nicht helfen", so Löwen-Trainer Lienen. "Er ist körperlich nicht in der notwendigen Verfassung, um sofort einzusteigen."" © Getty
Alfi Conteh-Lacalle: Der Stürmer absolvierte ein Probetraining beim TSV 1860 München. In der Jugend spielte er beim FC Barcelona, kickte dort unter anderem mit heutigen Weltstars wie Lionel Messi und Andrés Iniesta zusammen. Beim Probetraining konnte er allerdings nicht überzeugen. Lienen: „Wir brauchen Leute, die jetzt körperlich im Saft stehen", das sei bei Alfi nicht der Fall gewesen. © Mayer
Marco Vorbeck (links): Der 28-Jährige, einst bei Rostock (unter Lienen) ausgebildet, trainiert seit Freitag mit dem Regionalligateam. „Sechzig ist ein geiler Verein“, sagt Vorbeck, der sich seit seinem Aus in Augsburg im Sommer allein fitgehalten hat und nun wieder Anschluss sucht. Lienen zuversichtlich: „Mal schauen, wie sich das entwickelt, vielleicht wird Marco eine Überraschung. Er ist jedenfalls einer, der schon was vorzuweisen hat.“ In der Tat: Vorbecks erstes Profitor: mit Rostock im Olympiastadion 2002 (0:2). Und dann machte er noch einen Doppelpack mit Dresden 2005 beim 1:2 in der Arena. © Getty
Almong Cohen: Wie tz-online erfuhr, buhlen die Sechziger um den 21-Jährigen von Maccabi Netanya. Er gilt als eines der größten Talente Israels und bekam den Spitznamen "Gattuso Israels" verpasst. In seiner Körpergröße (1,70 Meter) und seiner Spielweise ähnelt er dem italienischen Weltmeister Gennaro Gattuso. Auch andere Vereine sind an ihm dran, etwa Cottbus, Bielefeld und Gladbach. Löwen-Sportdirektor Miki Stevic soll schon mit Cohen telefoniert haben. Tenor: Geh nicht zu den anderen, komm zu uns! © dpa
Jaouhar Mnari: Der Tunesier kommt beim 1. FC Nürnberg fast gar nicht mehr zum Zuge. Wie tz-online erfuhr, hat Miki Stevic schon vor Saisonstart über eine Verpflichtung nachgedacht - es soll sogar Gespräche gegeben haben. Nach Informationen von tz-online wäre der 44-fache Nationalspieler auch zu einem Wechsel in die zweite Liga zu bewegen. Allerdings lässt der neue Club-Trainer Dieter Hecking ihn wohl nicht ziehen, und mit der Uzoma-Verpflichtung dürfte sich das Löwen-Interesse erledigt haben. © Getty
Kléber Pereira: Nach Informationen von tz-online war der 34-Jährige ein heißer Kandidat für den Sturm. Doch die Verhandlungen führten zu keinem Wechsel an die Grünwalder Straße. Er bleibt in Brasilien, wo er bei  Internacional unterschrieben hat. © AP
Josh Simpson: Nach Informationen von tz-online wollte der Kanadier schon vor der Saison unbedingt zum TSV 1860 München. Damals wurde daraus nichts. Jetzt spielt er bei Manisaspor in der Türkei groß auf. 1860 bekam Interesse und beobachtete den Flitzer, etwa kurz vor Weihnachten im Pokal gegen Besiktas. Aber: Wie tz-online erfuhr, sind auch Istanbuler Großclubs an ihm dran. Da können die Löwen wohl finanziell nicht mithalten. © Getty
Orestes: Der Brasilianer war zu Bundesliga-Zeiten Stammspieler bei Hansa Rostock, jetzt ist er nur noch Innenverteidiger Nummer 3. Wie tz-online erfuhr, könnte er sich einen Winter-Wechsel grundsätzlich vorstellen. Ins Profil der Löwen würde er jedenfalls passen: Er hat Erstliga-Erfahrung, kennt Deutschland und kann eine Abwehr führen. © Getty
Mohamed Dahmane: 1860 soll ein Auge auf den Offensiv-Wirbelwind vom FC Brügge geworfen haben. Das berichten belgische Medien. "Brügge-Manager Luc Devrou hat mich über eine Anfrage von 1860 informiert", bestätigt sein Berater Eric Depireux gegenüber tz-online. Zur Debatte stehe zunächst eine Leihe für die Rückrunde. © AP
Val Baiano: Auch der 28-Jährige wurde an der Grünwalder Straße thematisiert. Er schoss in der abgelaufenen Saison 18 Tore in der brasilianischen Serie A. Er ist jedoch aus dem Rennen und wechselt nach Mexico zu Monterrey. © Barueri
Isaac Boakye: Beim 1. FC Nürnberg darf der Ghanaer kaum mehr ran. Sollten sich die Löwen entscheiden, auf der Sturmposition nachzulegen, könnte er ein Thema werden © Getty
Kaká: Der Namensvetter des brasilianischen Weltstars steht noch bis 2012 bei Hertha BSC unter Vertrag. In der Hinrunde kam der Innenverteidiger beim Schlusslicht kaum zum Zuge. Wie tz-online erfuhr, hat 1860 im Dezember angeklopft und sich nach seiner Situation erkundigt. Die da wäre: Hertha wäre wohl bereit, den 28-Jährigen für ein halbes Jahr in die 2. Bundesliga zu verleihen - zu fairen Konditionen. Mehrere Clubs, darunter auch Union Berlin, sind interessiert. © Getty
Peter Perchtold: Der "Kicker" berichtet von Gerüchten, wonach 1860 am Mittelfeldmann vom 1. FC Nürnberg interessiert sei. Der 1,89 Meter große Sechser kam in der Hinrunde beim Club gar nicht zum Zuge. Er könnte ins Profil der Löwen passen. © Getty
Thomas Kleine: Stefan Reuter wollte den Innenverteidiger einst unbedingt an die Isar lotsen - doch der 1,91-Meter-Hüne entschied sich für Mönchengladbach. Dort ist der Innenverteidiger ins Abseits geraten. Man würde ihm für einen Wechsel im Winter sicherlich keine Steine in den Weg legen. Vielleicht klappt eine Verpflichtung für die Löwen ja im zweiten Anlauf. Kleine würde mit Sascha Rösler einen alten Bekannten treffen. "1860 ist immer eine interessante Adresse", sagte sein Berater zu tz-online. © Getty
Lukas Sinkiewicz: Den Ex-Nationalspieler ereilte der Karriere-Knick. Bei Bayer Leverkusen kam er in der Hinrunde kaum zum Einsatz. Deswegen soll eine Ausleihe zur Debatte stehen, Energie Cottbus zeigt Interesse. Vielleicht wäre er ja auch einer für die Löwen. Doch klar dürfte sein, dass ein Sinkiewicz nicht ganz billig ist. © Getty
Mario Eggimann: Der Innenverteidiger hofft noch, auf den WM-Zug mit aufzuspringen und mit der Schweiz nach Südafrika zu fahren. Doch in der Hinrunde saß er bei Hannover 96 meist draußen. Deswegen dachte er zwischenzeitlich in den Medien über einen Wechsel nach. Doch das hat sich inzwischen erledigt: Eggimann bleibt in Hannover und will sich dort durchsetzen. © Getty
Daniel Baier: Er ist bei den Löwen als Spielmacher noch in bester Erinnerung. Sein Wechsel nach Wolfsburg verlief nicht so, wie es sich Baier gewünscht hatte. Nach einer Ausleihe nach Augsburg spielt der Ex-Löwe auch in dieser Saison unter Armin Veh keine Rolle. Ein Wechsel liegt nahe - und die Löwen sind ja dafür bekannt, ihre davongelaufenen Schäfchen gerne wieder zurück nach Giesing zu holen. Dem Vernehmen nach soll sich Baier über Dritte bei den Löwen ins Spiel gebracht haben ... © getty
Daniel Imhof: Der 35-fache kanadische Nationalspieler kam beim VfL Bochum nicht mehr zum Zug. Seine Frau stammt aus der Schweiz, nach Informationen von tz-online strebte der 32-Jährige deswegen einen Wechsel in südlichere Gefilde an. Er wurde den Löwen vor Weihnachten angeboten - die bissen aber bislang nicht an und holten lieber Uzoma. Imhof geht zu St. Gallen. © Getty
Steve Gohouri: Der Vertrag des Ivorers (29 Bundesliga-Spiele, 10 Länderspiele) bei Borussia Mönchengladbach aufgelöst. "Ich würde mir wünschen, dass es klappt", bewarb er sich auf tz-online für einen Wechsel. Und Miki Stevic sagt über Gohouri: „Er passt in unser Profil und würde uns gut zu Gesicht stehen.“ Doch Gohouri entschied sich anderweitig und unterschrieb in England bei Wigan Athletics. © Getty
Timo Staffeldt: Nach Informationen von tz-online gab es im Sommer lose Gespräche zwischen Ewald Lienen und dem damals vereinslosen Mittelfeldmann über einen Wechsel. Der Allrounder verlängerte dann doch für ein Jahr beim KSC. Gut möglich, dass das Eigengewächs aber bald eine neue Herausforderung sucht - vielleicht schon im Winter. Alemannia Aachen soll Interesse haben, vielleicht schaltet sich auch 1860 ein. © Getty
Filip Tapalovic: Auf einmal war er wieder da. Seit Oktober trainiert der vereinslose Ex-Löwe Filip Tapalovic wieder beim TSV 1860. Dennoch ist das ganze mehr eine Art Fitness-Erhaltungsprogramm. Eine feste Verpflichtung hat Ewald Lienen Mitte Dezember ausgeschlossen. © getty
Berkant Göktan: Viele Fans würden sich nichts mehr wünschen, als Berkant Göktan wieder im Trikot der Löwen zu sehen. Eine erste Anfrage von Miki Stevic und Coach Ewald Lienen blieb ohne Erfolg. Der Türke kickt jetzt in Thailand. © getty
Alexander Baumjohann: Wegen Alexander Baumjohann hat Miki Stevic bereits offiziell beim FC Bayern und beim Spieler selbst angefragt. Baumjohann wollte aber auf jeden Fall in der Bundesliga bleiben, deshalb kam ein Geschäft nicht zustande. Baumjohann wechselte zum FC Schalke 04. © dpa
Andreas Görlitz: Baumjohann blieb nicht das einzige Gesprächsthema, auch der Name Andreas Görlitz fiel. Allerdings kommt auch hier wohl kein Deal zustande - des lieben Geldes wegen. Den meisten Löwen-Fans ist Görlitz sowieso ein Dorn im Auge, seitdem er den FC Bayern als seinen Traumverein bezeichnet hat. © getty
Remo Meyer: Auch Ex-Löwe Remo Meyer taucht immer wieder in der Gerüchteküche auf. Der Schweizer ist immer noch auf der Suche nach einem neuen Verein. Im April liefen bereits Gespräche zwischen Berater Wiggerl Kögl und den Sechzgern. Ob Miki Stevic Remo Meyer im Winter an die Isar holt? Nach so langer Zeit ohne Spielpraxis wäre Meyer wohl kaum die kurzfristig gewünschte Verstärkung. © getty
Marko Vukasovic: Er ist 18 Jahre jung und kommt vom serbischen Erstligisten Vojvodina Novi Sad. Der Montenegriner absolviert ein Probetraining bei den Löwen. Seine Position: Die Sechs oder die Acht. Stevic über den Jungen: „Vukasovic kann explodieren, eine Überraschung werden. Das ist einer, für den man später mal Geld bekommen kann.“ © Krammer
Benjamin Schwarz: Der Linksverteidiger verlässt die Löwen - doch seine Wohnung kann er behalten. Schwarz kommt bei den Vorstädtern des SpVgg Unterhaching unter. © getty
Antonio di Salvo: Der TSV 1860 München hat den ausgemusterten 30-Jährigen von der Gehaltsliste bekommen. Er wechselt zum Kapfenberger SV in die erste Liga Österreichs. Seit September durfte di Salvo in München nicht mehr mit der ersten Mannschaft trainieren, weil es mit einem Wechsel im Sommer nicht geklappt hat. © getty
Florian Jungwirth: Er ist Europameister, war Kapitän der U20-Nationalmannschaft, doch bei den Löwen stand Florian Jungwirth noch nicht ein einziges Mal auf dem Spielfeld. Ewald Lienen legte ihm bereits zu Anfang der Saison einen Wechsel nahe, doch ein Probetraining in Aachen verlief ohne positives Ergebnis. Jetzt wechselt Jungwirth zu Dynamo Dresden. © getty
Mathieu Beda: Mathieu Beda stand bei den Löwen ganz oben auf der Streichliste. Nach Informationen von tz-online.de gab es Anfragen von OGC Nizza und aus Zypern. Inzwischen hat sich der einstige Buhmann aber zurück ins Team gekämpft und wird wohl bleiben. © getty
Marvin Pourie: Er kam mit etlichen Vorschusslorbeeren nach München, doch bei den Löwen fiel Marvin Pourie mehr neben dem Fußballplatz auf. Nach einer Schlägerei mit Torben Hoffmann im Training verließ er wortlos das Trainingsgelände und fiel bei Ex-Löwen-Coach Uwe Wolf in Ungnade. Ein Wechsel nach Kaiserslautern scheiterte im Sommer. Aber die Löwen müssen sich nun nicht mehr um ihn kümmern: Sein Leihvertrag wurde am 27. Januar aufgelöst. © getty
Ardijan Djokaj: Fehleinkauf. Dieses Prädikat hatte Ardijan Djokaj schnell bei den Löwen-Fans inne. In der Winterpause wurde der Vertrag mit dem Albaner aufgelöst. © getty
Philipp Tschauner: Er kam als großes Torwart-Talent aus Nürnberg, stellte seine Qualitäten im Löwen-Dress mehrfach unter Beweis - und doch landete Philipp Tschauner immer wieder auf der Bank. Seit bei den Löwen Gabor Kiraly als neue Nummer eins im Tor steht, muss sich der ambitionierte Torwart mit der Reservisten-Rolle zufrieden geben. Zur Winterpause gab es nach Informationen von tz-online zwei klärende Gespräche mit den Verantwortlichen. Ergebnis: Er bleibt zumindest in der Rückrunde ein Löwen-Spieler. © getty
Mathias Wittek (r.): Der 20-jährige Innenverteidiger wechselt zum FC Ingolstadt und erhält dort einen Vertrag bis 2012. © sampics
Mate Ghvinianidze: Er galt lange Zeit bei den Löwen als Rohdiamant. In seiner ersten Spielzeit beim TSV wählten ihn die Löwen-Fans zum besten Spieler der Saison, doch zuletzt fiel Mate Ghvinianidze immer wieder negativ auf. Im Spiel gegen Rot-Weiß Oberhausen verbannte ihn Trainer Ewald Lienen ganz aus dem Kader, weil er seine Schuhe vergessen hatte. Beim TSV ist man unzufrieden mit seinem Lebenswandel. Ghvinianidze spielt auf Bewährung. © getty
Aleksandar Ignjovski: Er ist bei den Löwen die große Nachwuchshoffnung. Im Sommer könnte Manager Miki Stevic die Option ziehen, den Löwen langfristig an den Verein zu binden. Bleibt die Frage, wie lange der finanzschwache TSV 1860 den talentierten Mittelfeldspieler dann noch halten kann. Hoffenheim und Bremen sollen die Fühler bereits ausgestreckt haben. © getty
Manuel Schäffler: „In der Dritten Liga könnten wir Manu überall hingeben“, sagt Ewald Lienen, „er muss spielen, damit er sich weiterentwickeln kann.“ Derzeit sieht es so aus, als ob Schäffler zum FC Ingolstadt ausgeliehen wird. Neben zahlreichen Drittligisten hatten auch Zweitligisten (u.a. Aachen) Interesse an Schäffler angemeldet. Doch da legte Lienen sein Veto ein: „Wir schicken ihn nicht zu einem Konkurrenten!“ © Getty
Kenny Cooper: Der US-Stürmer steht möglicherweise auf dem Absprung nach England zu Plymouth - zur Debatte steht eine Ausleihe. Das bestätigte sein Berater Kon Schramm gegenüber tz-online © sampics

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