Reuter: Besser besetzt als 2008

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Stefan Reuter begrüßt Sascha Rösler auf Teneriffa.

Teneriffa - Stefan Reuter wirkt gelöst in diesen Tagen auf Teneriffa. Lächelnd steht der Löwen-Geschäftsführer im Estadio Antonio Dominguez, plaudert mit Fans, gibt Autogramme. Er strahlt die Gelassenheit eines Mannes aus, der seine Hausaufgaben gemacht hat.

Einen Spieler verkauft, drei neue Hoffnungsträger geholt. Jetzt liegt es am Trainer, bis zum Rückrundenstart eine schlagkräftige Truppe zu zimmern. Das tz-Interview mit dem 1860-Geschäftsführer.

Die Löwen auf Teneriffa - Sonne und dunkle Wolken

Die Löwen auf Teneriffa - Sonne und dunkle Wolken © 
Die Löwen im Trainingslager auf Teneriffa. Das bedeutet: Schwitzen und Dehnen satt. © Sampics
Alt-Löwe Michael Hofmann mit Neuzugang Marvin Pourie. © Sampics
Auf die Knie! © Sampics
Marco Kurz dribbelstark. © Sampics
Die Spieler fröhlich, der Trainer ernst. © Sampics
Kommen und Gehen: Marco Kurz und Mate Ghviniandze. © Sampics
Neuzugang Marvin Pourie führt die Truppe an. © Sampics
Marvin Pourie scheint von der Mannschaft gut angenommen worden zu sein: Hier scherzt der Neue mit Manuel Schäffler. © Sampics
Sonne und Regen wechselten sich in den ersten Tagen auf Teneriffa ab. © Sampics
Sascha Rösler akrobatisch. © Sampics
Uwe Wolf gibt Anweisungen. © Sampics
Wie auch Pourie, so scheint auch Sascha Rösler gut ins Team integriert worden zu sein. Hier mit Lars Bender. © Sampics
Hinter Gittern: Keeper Philipp Tschauner. © Sampics
Stefan Aigner und Gregg Berhalter beim Zweikampf. © Sampics
Düsteres Ambiente beim Training. © Sampics
Markus Thorandt und Julian Baumgartlinger. © Sampics
Gelenkig: Benjamin Schwarz. © Sampics
Dunkle Wolken über Markus Schroth - hoffentlich kein schlechtes Omen. © Sampics
Im Blickpunkt: Sascha Rösler. © Sampics
Der Neu-Löwe kann's auch mit dem Kopf... © Sampics
... und wie! © Sampics
Hoffmann, Pourie und Johnson im Trainingsspiel. © Sampics
Marvin Pourie energisch am Ball. © Sampics
Schattenmann, Teil 1: Michael Hofmann. © Sampics
Schattenmann, Teil 2: Torben Hoffmann. © Sampics
Sven Bender und der grüne Rasen. © Sampics
Gute Miene auch bei Neuzugang Stefan Aigner. © Sampics
Marco Kurz mit Pourie und Holebas. © Sampics
Schlechtes Versteck: Torben Hoffmann. © Sampics
Torben Hoffmann verletzte sich beim Training. © Sampics
"Püppchen" Mate Ghvinianidze. © Sampics
Stretchen oder ausruhen? Das ist hier bei Benny Lauth die Frage. © Sampics
Bitte lächeln, Marvin Pourie. © Sampics
Bei all dem harten Training muss auch mal eine Pause drin sein: Marvin Pourie am Strand. © Sampics
Der obligatorische Händedruck zwischen Geschäftsführer Stefan Reuter und Neuzugang Marvin Pourie. © Sampics

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Herr Reuter, sind Sie zufrieden mit sich?

Reuter:Was heißt zufrieden? Wir haben das Nötige getan und jetzt blicke ich voller Vorfreude und Optimismus in die Zukunft.

Wie stark schätzen Sie die Mannschaft ein nach den Transferbewegungen?

Reuter:Ich sage: Aktuell sind wir stärker besetzt als in der Vorrunde. Wir haben mit Timo Gebhart zwar ein großes Talent verloren, aber mit Stefan Aigner und Marvin Pourie zwei junge, hungrige Spieler geholt und mit Sascha Rösler einen gestandenen Profi, der gezeigt hat, was du brauchst, wenn du aufsteigen willst. Wenn wir Timo nicht transferiert hätten, dann wären uns in Sachen Einkäufe die Hände gebunden gewesen.

Sie haben Ihre Hausaufgaben gemacht. Der Druck liegt jetzt beim Trainer…

Reuter:Wir wollen alle, dass was voran geht. Wir dürfen es uns nicht mehr erlauben, Punkte gegen schlechter besetzte Mannschaften leichtfertig liegenzulassen. In der Hinrunde haben wir gegen die vier Aufsteiger vier Punkte geholt. Das kann nicht unser Anspruch sein.

Sascha Rösler: Wirbelwind, Führungsspieler und Aufstiegsspezialist

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Der Vertrag des Mittelfeldspielers läuft bis 30. Juni 2010. © dpa
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Der offensive Mittelfeldmann ist Führungsspieler ... © dpa
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... und hat Kapitänserfahrung in der Bundesliga. © dpa
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Sascha Rösler wurde am 28. Oktober 1977 in Tettnang am Bodensee geboren und begann als Bub beim TSV Meckenbeuren mit dem Kicken. © dpa
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Über den VfB Friedrichshafen landete er im Jahr 1995 beim SSV Ulm 1846, wo er zum Profispieler reifte. © dpa
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Im Alter von 20 Jahren stieg er mit den Ulmern von der Regionalliga in die zweite Bundesliga auf und schaffte mit den Schwaben den Durchmarsch in die Bundesliga, wo er sich plötzlich Teams wie dem FC Schalke 04 gegenüber sah. © dpa
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Schon damals kämpfte er um jeden Ball und jeden Meter. © dpa
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Rösler machte auch die DFB-Trainer auf sich aufmerksam. © dpa
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Er kam achtmal in der deutschen U21 zum Einsatz. © dpa
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Dort erzielte er zwei Tore. © dpa
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Gegen den Türken Erkan Örbey zog er in diesem Zweikampf den Kürzeren. © dpa
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Aber nicht mal einen Bernd Schneider ließ er im DFB-Trikot widerstandslos ziehen. © dpa
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Sein Bundesliga-Gastspiel mit Ulm war leider nur von kurzer Dauer. Er kam zwar 26 Mal zum Einsatz, doch die Ulmer stiegen gleich wieder aus der Bundesliga ab. © dpa
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Er blieb noch bis 2001 und wechselte dann zum damaligen Bundesligisten TSV 1860 München. Dort wurde er ganz und gar nicht glücklich: Er kam zu keinem einzigen Einsatz und wurde nach vier Monaten auf Leihnasis an Rot-Weiß Oberhausen abgeschoben. © dpa
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Nachdem er dort mit 5 Toren in 21 Spielen glänzte, hat sich die SpVgg Greuther Fürth im Jahr 2002 seine Dienste gesichert. © dpa
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Dort hatte Rösler (r.) des öfteren Grund zum Jubeln. © dpa
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Er war eine wichtige Stütze der Mannschaft. © dpa
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Rösler schoss für Fürth in 74 Zweitliga-Spielen 29 Tore. © dpa
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Eine starke Quote für einen Mittelfeldspieler. © dpa
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Sascha Rösler steigt höher als die Sechziger Rodrigo Costa und Roman Tyce. © dpa
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Die nächste Herausforderung suchte Rösler bei Alemannia Aachen. © dpa
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Gleich in der ersten Saison stiegen die Aachener von der zweiten in die erste Liga auf. © dpa
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Auch dank Sascha Rösler, der mächtig zupackte ... © dpa
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.. und es auch mal mit zwei Gegenspielern gleichzeitig aufnahm. © dpa
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Ob Sascha Rösler noch irgendwo einen Kahn-Abdruck hat? © dpa
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Bei der Alemannia steuerte Rösler in 62 Ligaspielen immerhin 13 Tore bei. © dpa
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Dennoch klappte es nicht mit der Etablierung in der Bundesliga. © dpa
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Obwohl Rösler Stamm- und Führungsspieler war, stiegen die Aachener wieder ins Unterhaus ab. © dpa
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Rösler war nach dem Wiederabstieg am Boden. © dpa
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Doch er wusste sich zu trösten. Und zwar ... © dpa
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... mit einer neuen Herausforderung bei Borussia Mönchengladbach! © dpa
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Die waren gerade aus der Bundesliga abgestiegen und konnten seine Führungs- und Offensivqualitäten gut gebrauchen. © dpa
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Rösler versteckte sich nur selten, sondern war Leistungsträger und Stammspieler. Außerdem vertrat er oft Oliver Neuville als Kapitän. © dpa
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In seiner ersten Saison bei Gladbach schoss Rösler in 30 Spielen satte 9 Tore. © dpa
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So jubelt ein echter Goalgetter. © dpa
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Am Ende der Saison war der Jubel noch größer. Denn: Rösler ist zum dritten Mal in seiner Karriere ... © dpa
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... in die Bundesliga aufgestiegen. © dpa
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Die Aufstiegsfeiern kosteten Sascha Rösler sogar seine schöne Haarpracht. © dpa
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Doch nach dem Aufstieg und holprigem Bundesliga-Start kam Hans Meyer zu den Gladbachern. © dpa
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Vorbei war die glückliche Gladbach-Zeit von Sascha Rösler. Nachdem er unlängst zum Aufstieg von seinen Mannschaftskollegen rasiert wurde, übernahm das jetzt der Trainer: Rösler wurde auf die Bank, die Tribüne oder in die Regionalliga-Mannschaft verbannt. © dpa
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Rösler ist der Typ Michael Ballack: Kampfstark, schussstark, kopfballstark. Kurzum: eine Führungsfigur, wie ihn die Löwen sich wünschen. © dpa
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Bei den Löwen kam er zuerst nicht auf die Beine, aber die Hoffnung ist berechtigt, dass er dem Team bald sehr weiterhelfen kann. Es wäre doch schön, wenn er bald mit einem Weißbierglas in der Hand seinen vierten Bundesliga-Aufstieg feiern könnte, oder? © dpa

Wieviel Geld kann man bei acht Punkten Rückstand noch auf einen Aufstieg 2009 setzen?

Reuter:Möglich ist alles. Aber ich würde schon eher einen Betrag empfehlen, der das Leben nicht verändert, wenn er weg ist.

Für nächste Saison kann das Ziel dann aber nur Bundesliga heißen, oder?

Reuter:Es ist noch etwas zu früh, darüber zu reden. Aber grundsätzlich denke ich, dass wir jetzt eine Mannschaft haben, mit der wir uns weiter nach oben orientieren können.

Sofern keine weiteren Spieler verkauft werden müssen. Die Benders zum Beispiel.

Reuter:Wir sind dabei, unser strukturelles Defizit Schritt für Schritt abzubauen. Ich bin guter Dinge, dass wir Angebote für die Benders im Sommer ausschlagen werden können.

Zahlreiche Spielerverträge laufen aus. Unter anderem von Berhalter, Danny Schwarz und Thorandt. Wann ist mit Entscheidungen zu rechnen?

Reuter:Das dauert noch. In Sachen Fernsehgeld, Sponsorenverträge etc. gibt es noch Fragezeichen. Erst Ende März werden wir wissen, wie hoch das Budget für die kommende Saison sein wird. Dann führen wir konkrete Gespräche.

Wie gehen Sie mit der Unsicherheit bezüglich Ihres im Sommer auslaufenden Geschäftsführer-Vertrages um?

Reuter:Ganz normal.

Das heißt?

Reuter:Ich gehe mit der Einstellung an die Aufgaben ran, dass ich weiter Geschäftsführer bei 1860 sein werde.

Interview: Ludwig Krammer

Quelle: tz

Quelle: tz

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