Randale in Giesing: Das sagen TSV 1860 und Polizei

Eine „Straßenschlacht“ zwischen den jeweils rund 250 Mann starken Hooligan-Gruppen nach dem Spiel habe nur mit „massivem Einsatz“ verhindert werden können, sagte Polizeisprecher Dieter Gröbner.
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Eine „Straßenschlacht“ zwischen den jeweils rund 250 Mann starken Hooligan-Gruppen nach dem Spiel habe nur mit „massivem Einsatz“ verhindert werden können, sagte Polizeisprecher Dieter Gröbner.

Der TSV 1860 München und die Polizei nehmen Stellung zu den Ausschreitungen am Rande des Spiels der Löwen-U23 gegen Waldhof Mannheim.

Die Stellungnahme des TSV 1860 München im Wortlaut

"Der TSV 1860 München verurteilt die gezeigte Gewaltbereitschaft und Gewalttätigkeit rund um das Spiel TSV 1860 München II vs. Waldhof Mannheim auf das Schärfste und distanziert sich ausdrücklich von allen Personen, die hierfür verantwortlich sind. Diese Personen geben nicht das tatsächliche Bild der Fans des TSV 1860 München wieder.

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Wir bedanken uns für den umsichtigen und engagierten Einsatz der Polizei und des Ordnungsdienstes, der ein Aufeinandertreffen der gewaltbereiten Personen auf beiden Seiten verhindert hat. Bei den dabei verletzen Polizeibeamten entschuldigen wir uns im Namen des TSV 1860 München und all seiner friedlichen Fans.

Seit August 2008 haben wir durch intensiven Dialog mit allen Fangruppierungen und Fanvertretern gemeinsam erreicht, dass es nahezu keine Vorfälle bei Spielen der Profis und der Amateure des TSV 1860 München gegeben hat.

Video: Randale bei 1860 II gegen Mannheim

Bei der Partie des TSV 1860 II und Waldhof Mannheim gab es heftige Auseinandersetzungen der Anhänger beider Mannschaften. Die Polizei war mit einem Großaufgebot vor Ort, wie es sonst nur bei Bundesligaspielen eingesetzt war.

Die Ereignisse am Samstag rund um das Stadium zeigen uns aber auch, wie wenig belastbar die erzielten Ergebnisse derzeit noch sind. Wir müssen erkennen, dass wir mit unseren Bemühungen noch lange nicht am Ziel sind. Den eingeschlagenen Weg werden wir aber auch jetzt nicht verlassen. Wir setzen nach wie vor auf eine vertretbare Mischung aus Dialog mit allen Fans und Fanvertretern und Sanktionen, wo sie angezeigt und möglich sind.

Dementsprechend werden wir auch gegen alle Unbelehrbaren, die für die Gewalttätigkeiten von Samstag verantwortlich gemacht und identifiziert werden können, Maßnahmen ergreifen. Wir stellen uns aber auch vorbehaltlos vor die überragende Mehrheit unserer Fans, die mit derartigen Störaktionen nichts zu tun haben."

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