Polizei fordert Lösungen

Die Randale am Grünwalder Stadion beim Regionalliga-Spiel der Löwen-Reserve gegen Waldhof Mannheim – jetzt fordert die Münchner Polizei Konsequenzen.

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"Eine neue Dimension der Gewalt"

„So kann es nicht weitergehen“, sagt Polizeisprecher Peter Reichl, „wir müssen Antworten auf die Fragen finden, wie man solche extreme Situationen wie am Samstag in der Rückrunde vermeiden oder zumindest entschärfen kann.“

Ein Blick ins ehrwürdige Grünwalder Stadion

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Video: Randale bei 1860 II gegen Mannheim

Straßenschlacht-Szenarios sollen künftig mit koordinierten Maßnahmen verhindert werden. Anfang Januar soll es dazu einen Runden Tisch mit Polizei, Stadt, dem Verband und den Klubs TSV 1860 und FC Bayern geben. Lösungsvorschläge? Reichel: „Man muss erörtern, ob es nicht besser wäre, Problemspiele vom Wochenende auf den Montag zu verlegen, um manche Leute von der Reise abzuhalten.“ Auch bauliche Veränderungen im Stadion seien angebracht. „Die Zäune zwischen den Blocks sollten stabiler und höher gemacht werden, um die Sicherheit zu verbessern.“ Derzeit arbeite die Polizei an der Auswertung der Überwachungskamera-Bänder vom Samstag. „Wir werden die Rädelsführer und gewalttätigen Personen identifizieren um entsprechende Verfahren einzuleiten“, sagt Reischl. „Auch die Vereine müssen mit Stadionverboten hart durchgreifen.“

Der TSV 1860 verschickte gestern Nachmittag eine Stellungnahme, in der er die Gewalttätigkeiten vom Samstags „auf das Schärfste“ verurteilte. „Diese Personen geben nicht das tatsächliche Bild der Fans des TSV 1860 München wieder.“ Man werde weiterhin auf eine „vertretbare Mischung“ aus Dialog und Sanktionen setzen und Maßnahmen „gegen alle Unbelehrbaren“ ergreifen. „Wir müssen erkennen, dass wir mit unseren Bemühungen noch lange nicht am Ziel sind.“

lk

Quelle: tz

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