Michael Hofmann: Auf zur Löwen-Jugend!

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Michael Hofmann soll Trainer der 1860-Jugend werden

München - Torwart Michael Hofmann brennt auch mit 37 Jahren noch. Und vieles deutet inzwischen darauf hin, dass der Oberfranke sein Feuer im Sommer an den Löwen-Nachwuchs weitergeben darf.

Wie groß Michael Hofmanns Ehrgeiz noch immer ist, konnten die Löwenfans am Dienstag beim internen Hallenturnier in Erding bestaunen. Als ginge es noch um seine persönliche Qualifikation für Südafrika, hechtete der Torwart durch das „Ballhaus“, gewann das Turnier mit nur acht Gegentoren in fünf Spielen. „Einfach unglaublich, der Michel“, raunte Benny Lauth an der Bande.

Hofmann brennt. Auch, oder erst recht, mit 37 Jahren. Und vieles deutet inzwischen darauf hin, dass der Oberfranke sein Feuer im Sommer an den Löwen-Nachwuchs weitergeben darf, wenn sein Vertrag als Spieler endet. So sei es „sicher kein Zufall“, dass Hofmann vor kurzem den B-Trainerschein gemacht habe, sagte 1860-Manager Miki Stevic am Mittwoch auf tz-Nachfrage. „Er ist ein positiv Verrückter. Ich kann mir gut vorstellen, dass er seine Erfahrung und seinen Siegeswillen gut auf junge Spieler übertragen kann.“

Wood, Manga, Imbongo: Das ist die neue Löwen-Zukunft

Auf Markus Ziereis hält Reiner Maurern große Stücke: "Ziereis bewegt sich sehr gut und hat eine unglaubliche Nase für gefährliche Situationen." © sampics
David Manga war in der vergangenen Saison der Leistungsträger bei der U23. Elf Vorlagen und fünf Tore kann der 21-Jährige vorweisen. Unter Ex-Coach Lienen trainierte Manga schon bei den Profis mit. © Sampics
Dimitry Imbongo Boele kam 2008 aus Frankreich zu den Löwen. In der vergangenen Saison schoss er in 16 Spielen sechs Tore für die zweite Mannschaft. Stoffers glaubt: Boele wird der neue Mlapa. © Sampics
Eigentlich hatte Manuel Schäffler den Sprung zum Stammspieler bereits geschafft. Doch unter Ewald Lienen war der 21-Jährige bei den Löwen nicht mehr erste Wahl. © getty
Trotz des Trainerwechsels packte Schäffler seine Sachen und will nun beim MSV Duisburg Spielpraxis sammeln. Dorthin ist er für ein Jahr auf Leihbasis gewechselt. © getty
Aleksandar Ignjovski besticht auf dem Spielfeld mit seiner Übersicht. Der serbische U19-Nationalspieler ist im defensiven Mittelfeld gesetzt. © Sampics
Ignjovski ist auf dem Transfermarkt heiß begehrt. Wird es seine letzte Saison bei den Löwen? Der AC Florenz besitzt ein Vorkaufsrecht. © getty
Sandro Kaiser hat sich in kürzester Zeit in die Herzen der Löwenfans gespielt. Unter Ewald Lienen stand Kaiser immer wieder in der Stammelf. © Sampics
Kaiser kam 2001 zu den Löwen. Sein Vertrag läuft noch bis 2012. © getty
Neben Sandro Kaiser durfte auch Tarik Camdal in der  vergangenen Saison immer wieder Profiluft schnuppern. © getty
Trotz seines Alters gehört das junge Talent bereits zu den Geheimwaffen beim TSV. Ob ihm in dieser Saison der Durchbruch gelingt? © getty
Lange Zeit musste Emanuel Biancucchi auf seinen ersten Einsatz im Löwendress warten. Seit dieser Saison gehört er endgültig zum Profikader. © Sampics
Miki Stevic verlängerte seinen Vertrag bis 2012. © getty
Wer kennt ihn nicht bei den Löwen? „Das ist  doch der, der gegen den Ribéry gespielt hat“, heißt es oft. Nach dem Pokal-Auftritt von Benny Schwarz gegen den französischen Nationalspieler war der Löwe in aller Munde. © getty
Der Linksverteidiger war lange verletzt. Nach einem Streit mit Ewald Lienen stand Schwarz auf dem Abstellgleis. Nach einem halben Jahr in Unterhaching will sich Schwarz in der Vorbereitung wieder in die erste Mannschaft spielen. © getty
Der Deutsch-Albaner Kushtrim Lushtaku fand in der vergangenen Saison den Weg an die Isar. Er überzeugte Ex-Trainer Ewald Lienen im Probetraining.  © Sampics
Auf einen Einsatz in der zweiten Liga wartet Lushtaku immer noch. © getty
Christopher Schindler ist bei den Löwen ein Urgestein. Er kickt bereits seit der E-Jugend beim TSV 1860. Bei Trainingsauftakt durfte der 20-Jährige bereits mit den Profis trainieren. © Sampics
Tobias Strobl (20) ist gebürtiger Münchner. Der Defensiv-Spezialist sollte in der kommenden Saison auf Leihbasis für Unterhaching spielen, ein Engagement zerschlug sich. © Sampics
Björn Bussmann gilt in Deutschland als großes Torwart-Talent. Der 19-Jährige stand schon in England im Nachwuchs der Blackburn Rovers zwischen den Pfosten. © Sampics
In dieser Saison ist Bussmann hinter Gabor Kiraly und Phillipp Tschauner als dritter Torwart eingeplant. © Sampics
Vitus Eicher ist seit 2000 bei den Löwen. Der 19-Jährige darf sich in der Vorbereitung im Wechsel mit Björn Bussmann bei den Profis beweisen. © Sampics
Kevin Volland ist ein Mann für die Offensive - vielleicht ja auch bald die der Profis © sampics
Bobby Wood ist das sonnige Naturell ins Blut gelegt - er wurde auf Hawaii geboren. Bei den Löwen steht dem Offensiv-Allrounder eine große Zukunft bevor © sampics

Für Hofmann wäre es die logische Fortsetzung seiner Fußballkarriere. „Das kann sicher ein Weg für mich sein, sich hier bei Sechzig hochzuarbeiten“, sagte er der tz. „Es ist mein größtes Bestreben, bei den Löwen zu bleiben. Das ist einfach mein Verein, ich habe bei den Leuten eine große Akzeptanz.“

Seit 1996 ist Hofmann ein Blauer, hat alle Höhen und Tiefen eines Torwartlebens mitgemacht sich nie unterkriegen lassen. Nun, seit der Verpflichtung von Gabor Király, spielt er nur noch eine (sportliche) Nebenrolle, ist hinter dem Ungarn und Philipp Tschauner die Nummer 3 im Kasten. Was seine Stellung als Integrationsfigur allerdings nicht schmälert. „Es ist unheimlich wichtig, solche Leute wie den Michael in der Mannschaft zu haben“, sagt Trainer Ewald Lienen. „Er sorgt mit seinen Trainingsleistungen für einen guten Konkurrenzkampf und achtet als Kassenwart darauf, dass auch in der Kabine die Disziplin eingehalten wird.“

Auch Traineraufgaben übernimmt Hofmann immer öfter. Er leitet das Auslaufen, führt lautstark das Kommando bei den Dehnübungen. Eines ist jetzt schon klar: Leiser wird es bei den Löwen mit einem Trainer Hofmann sicherlich nicht werden…

Ludwig Krammer

Quelle: tz

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