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Meris Skenderovic: Einst bei Nagelsmann, bald bei Köllners Löwen

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Von: Uli Kellner

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Meris Skenderovic bei einem Einsatz in der Europa League gegen Rasgrad.
Karriere-Highlight: Ende 2017 kam der Ex-Hoffenheimer Skenderovic in der Europa League zu einem Einsatz. © Imago

Torschützenkönig in der U17, Europacup-Einsatz unter Nagelsmann - danach schwierige Jahre. Bei 1860 möchte Meris Skenderovic, 24, seine Karriere neu beleben.

Nicht nur für die Löwen, auch für Neuzugang Meris Skenderovic steht an diesem Samstag ein Topspiel auf dem Programm: Parallel zum 1860-Hit in Magdeburg tritt der Stürmer mit Schweinfurt gegen den Regionalliga-Spitzenreiter Bayreuth an. Oben eingreifen können die „Schnüdel“ als Tabellendritter zwar nicht mehr, dennoch wird das Franken-Derby zur Herausforderung für den 1860-Profi in spe: Skenderovic kann zeigen, ob er auch gegen einen designierten Drittligisten Tore schießen kann – und überhaupt geht es für ihn darum, eine Trefferflaute von acht Spielen zu überwinden.

Skenderovic, 24, hat nicht die einfachste Zeit hinter sich. Vor Corona hielt sich der Hoffenheimer mit Kurzgastspielen auf Leihbasis über Wasser (Hartberg, Jena). Nach dem Winter-Lockdown 2021 heuerte er in Schweinfurt an, legte eine fulminante Hinrunde hin (12 Treffer), der eine nicht ganz so gute Rückrunde (vier Tore) folgte. Von einem früherer U-Nationalspieler, erst für den DFB, später für Montenegro, hätte man erwartet, dass er mit 24 Jahren weiter ist. Doch eine Pandemie nimmt nun mal keine Rücksicht auf die Jobsuche eines hoffnungsvollen Nachwuchsstürmers.

Nach dem Winter-Lockdown 2020/21 heuerte er bei Schweinfurt an

Glanzlicht in seiner Vita: Mit 30 Treffern in 26 Spielen für Hoffenheims U 17 holte sich Skenderovic in der Junioren-Bundesliga die Torjägerkrone. Ein anderes Karriere-Highlight: Europa-League-Einsatz für das Profiteam der TSG. Ende 2017 wurde er beim 1:1 im (unbedeutenden) Gruppenfinale gegen Ludogorez Rasgrad eingewechselt. Der Trainer damals: ein gewisser Julian Nagelsmann.

Den könnte er künftig treffen, wenn er eine Straße zu früh abbiegt. Einstweilen wird er aber froh sein, beim kleineren Münchner Proficlub untergekommen zu sein – auch Michael Köllner, so er denn bleibt, dürfte etwas mit dem Rohdiamanten aus der „Hoffe“-Jugend anzufangen wissen. Er wäre nicht das erste Talent, das die Bühne 1860 nutzt, um sich ins Rampenlicht zu spielen.

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