Aufsichtsräte in großer Sorge

Meisterlöwe Patzke klagt an: "Dieses Team hat keinen Leader!"

Bernd Patzke sorgt sich um seine Löwen.
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Bernd Patzke sorgt sich um seine Löwen.

Die Trainerdiskussion bei den Krisen-Löwen hat Fahrt aufgenommen. Augenthaler, Neururer, Toppmöller – ein Potpourri der üblichen Verdächtigen wird in den einschlägigen Internet-Fanforen gehandelt.

Doch mit diesem Bewerber hatten dann doch nur die wenigsten gerechnet. Jean-Marie Pfaff (54), Ex-Bayern-Torwart, brachte sich am Montag in Blickpunkt Sport ins Gespräch.

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Doch mit diesem Bewerber hatten dann doch nur die wenigsten gerechnet. Jean-Marie Pfaff (54), Ex-Bayern-Torwart, brachte sich am Montag in Blickpunkt Sport ins Gespräch. „Tolle Fans“, habe er beim Spiel der Löwen gegen Mainz am Sonntag erlebt. Und es wäre schon eine schöne Sache, einen Zweitligisten im deutschsprachigen Raum als Trainer übernehmen zu können. Fehlte nur noch die eingeblendete Handynummer.

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Schwer vorstellbar, dass die Löwen-Verantwortlichen über Pfaffs Fernsehauftritt schmunzeln konnten. Die Lage ist angespannt an der Grünwalder Straße. Auch im Aufsichtsrat der KGaA. „Diese Ergebnisse machen natürlich keinen Spaß“, sagt Gremiums-Chef Christoph Öfele. „Es wäre auch aus wirtschaftlichen Gründen hilfreich, wenn die Mannschaft solche Auftritte wie in der ersten Halbzeit gegen Mainz künftig bleiben ließe.“

Aufsichtsrat Karsten Wettberg hat dafür einen konkreten Vorschlag: „Die Mannschaft sollte sich den Kaiserslauterer Kampfgeist gegen Nürnberg beim 2:1 am Montag zum Vorbild nehmen.“ Teuflische Löwen? Für Meisterlöwe Bernd Patzke liegt das blaue Grundübel im Mangel an echten Führungsspielern: „Es fällt auf, dass es in dieser Mannschaft keine Leader gibt. In der Mitte müsste einer sein, der Akzente setzt. Aber einem Danny Schwarz fehlt dazu einfach was.“ Falsche Einstellung, keine Leader – auch von Rainer Beeck gab’s gestern deutliche Worte. Der Präsident erhöht den Druck auf Trainer Kurz! Die Gesellschafterseite und die Geschäftsführung hätten sich „zusammengesetz und besprochen, mit welchen Maßnahmen eine deutliche Weiterentwicklung erzielt werden kann“, sagte Beeck im Münchner Merkur. Konkret meint Beeck das neue, nicht funktionierende Rauten-System im Mittelfeld. Die Herausforderung für den Trainerstab sei jetzt, „Fehler zu suchen, und das, was nicht funktioniert hat, zu ändern.“ Zurück also zur (defensiveren) Doppel­sechs-Variante?

In Ahlen am Sonntag ist verlieren verboten. „Ich denke nicht, dass wir nach drei Spielen mit null Punkten dastehen“, sagt Beeck. Die Trainerfrage zu stellen, sei „eine populäre, aber auch hilflose Maßnahme“. Es ist nie sichergestellt, dass ein neuer Trainer ein Erfolgsgarant ist.“ Allerdings sagt Beeck auch: „Wir – und damit meine ich das gesamte Präsidium und Management – werden nicht dasitzen, von außen zuschauen und frustriert sein.“ Das (Binnen)-Klima wird rauer bei 1860…

Quelle: tz

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