Kurz-Nachfolger Uwe Wolf will seine Chance beim Schopf packen

„Marco war zu gut…“

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Wolf und sein Rudel – über seine Zeit bei der U 23 sagt er heute: „Wenn’s der Verein gewollt hätte, dann hätte ich das Ziel 3. Liga vielleicht geschafft…“

München - Marco Kurz ist Vergangenheit, die Kandidaten von Klaus Toppmöller bis Ewald Lienen Zukunftsmusik.

„Ich kann und will mich dazu noch nicht äußern“, sagt 1860-Sportdirektor Miroslav Stevic. Bleibt die Gegenwart. Und die heißt Uwe Wolf. „Uwe wird am Sonntag gegen St. Pauli als Cheftrainer auf der Bank sitzen“, bestätigte Stevic am Mittwoch Mittag der tz. Zuvor hatte Wolf im dritten Stock der Geschäftsstelle zur Pressekonferenz geladen. Und eine Regierungserklärung abgegeben. Kernbotschaft: Ich will die Chance beim Schopf packen. Und mehr sein als eine bloße Übergangslösung!

24. Februar 2009: Wieder mal Aufregung beim TSV 1860

24. Februar 2009: Wieder mal Aufregung beim TSV 1860 © 
Vermeintliche Idylle an der Grünwalder Straße 114 an diesem 24. Februar 2009... © dpa
Dabei herrschte mächtig Trubel beim TSV 1860 München. Sportdirektor Miki Stevic teilte am Morgen Trainer Marco Kurz telefonisch dessen Beurlaubung mit... © Sampics
Mit der Trennung von Kurz zogen die Löwen mit Geschäftsführer Manfred Stoffers die Reißleine, nachdem die sportlich unbefriedigende Saison zuletzt mit einem 1:4 beim MSV Duisburg ihren vorläufigen Tiefpunkt erreicht hatte... © Sampics
Der Geschäftsführer gab zu, den Trainer "am liebsten schon direkt nach der Pleite in Duisburg" entlassen zu haben. Zu tief saß der Stachel der Enttäuschung über die blutleere Leistung der Löwen. © Sampics
Vorläufig soll der bisherige Co-Trainer Uwe Wolf das Training der Löwen leiten, teilten Stevic und Stoffers mit. © Sampics
„Wolf ist ein Trainer auf Bewährung“, sagte Stoffers. Deutlicher drückte sich da Präsident Rainer Beeck aus: „Stevic und die sportliche Leitung sind auf der Trainersuche. Sie arbeiten mit Hochdruck daran.“ © dpa
Es könnte also sein, dass man sich beim TSV 1860 bereits mit einem Coach für die kommende Saison einig ist, der aber für die laufende Saison noch nicht verfügbar ist. © dpa
Wenn es auch in Zukunft nicht laufen sollte, würde Stevic sogar selbst einspringen. „Wenn’s ums Ganze geht, dann muss man sich in den Dienst des Vereins stellen“, gab er als Begründung an. © dpa
Nach dem Ende der Pressekonferenz stand dann das Training der Löwen im Blickpunkt. Erstmals als hauptverantwortlicher Übungsleiter auf dem Platz: Uwe Wolf. © Sampics
Die Spieler schlichen förmlich aus der Kabine, so als hätten sie ein schlechtes Gewissen ob der verfahrenen Situation bei den Sechzgern. © Sampics
Der neue Chef gab sich bescheiden. „Ich bin Co-Trainer“, sagte Wolf und verwies auf das „CO“ auf seiner Trainingsjacke. © Sampics
Wolf jedenfalls wurde von den rund 100 Löwen-Fans an der Grünwalder Straße eher mit Skepsis empfangen – viele fragten sich offenbar: Kann der das? © Sampics
Zumindest ist der Ex-Bundesliga-Kicker schwierige Zeiten bei 1860 gewohnt. 1994 kam der Abwehrspieler von Nürnberg nach Giesing, verletzte sich dann aber im ersten Spiel beim 0:4 in Dortmund am Fuß. © Sampics
Vom damaligen Trainer Werner Lorant wurde Wolf damals aus dem Team geworfen. © Sampics
Die Spieler lauschten brav den Kommandos ihres neuen Chefs. © Sampics
Was der Wolf seinen Schäflein so alles erzählte? © Sampics
Wolf trägt auch den Spitznamen "El Lobo" (spanisch für Wolf). Der Name stammt aus Wolfs Zeit in Mexiko bei Necaxa. © Sampics
Am meisten bewundert der neue Löwen-Coach Österreichs Ski-Legende Hermann Maier, sein Lieblingsbuch ist daher dessen Biographie „Das Rennen meines Lebens“. © Sampics
Die Trainingsarbeit als hauptverantwortlicher Trainer ist manchmal die selbe wie als "Co"... © Sampics
... Hütchen aufstellen. © Sampics
So richtig "loslassen" scheint Wolf noch nicht zu können... © dpa
Der 41-Jährige muss sich wohl erst an den Gedanken gewöhnen, jetzt erstmal die Nummer eins im sportlichen Bereich zu sein (neben Sportdirektor Miki Stevic natürlich). © dpa
Man darf gespannt sein, wohin der Weg der Löwen führen wird. © dpa

Wolf über…

… sein Verhältnis zum beurlaubten Marco Kurz:Marco ist mein Freund, wir haben am Dienstagabend, als er seine Sachen hier gepackt hat, noch zwei Stunden miteinander gesprochen. Klar ist er enttäuscht über die Entlassung, aber er hat’s gefasst aufgenommen. Er wird das St.Pauli-Spiel gegen Lautern noch ausarbeiten und mir die Ergebnisse geben. Ein sehr feiner Zug von ihm. Ich werde den Aufdruck „CO“ auf meinem Trainingsanzug diese Woche noch demonstrativ tragen – aus Respekt Marco gegenüber.

Video: Harte Zeiten für Löwen-Profis

Uwe Wolf, der neue Cheftrainer des TSV 1860, will mehr Ordnung und Disziplin in die Mannschaft bringen. Die Spieler sollen wieder spüren, dass "Fußballprofi" ein harter Beruf ist.

... die Fehler von Kurz: Marco war in manchen Situationen zu gut, er hat sich immer vor die Mannschaft gestellt. Er hat angenommen, dass die Spieler so vorbildlich leben, wie er als Profi gelebt hat. Aber das ist bei vielen leider nicht so. Die wissen nicht, dass du arbeiten musst als Profi.

... seine Methoden als Cheftrainer:Die Mannschaft ist in einer sehr guten körperlichen Verfassung. Was ich reinbringen muss, ist die Gier, den absoluten Willen. Der Löwenfan will Leidenschaft sehen. Und zwar nicht nur alle drei Wochen, wenn das Wasser mal wieder Oberkante Unterlippe steht, sondern Sonntag für Sonntag! Ich werde die Spieler bei der Ehre packen, es gibt ein paar neue Regeln – ich verlange eiserne Disziplin. Und ich habe auch personelle Änderungen im Kopf. Jeder U 23-Spieler, der sich gut präsentiert, wird eine Alternative für die erste Mannschaft sein (auch Messi-Cousin Emanuel Binancucchi, der am Mittwoch mittrainierte, d. Red.). Kein Profi soll sich sicher fühlen! Wir werden künftig auch jede Woche ein Spiel machen mit der U23. Wir sollen am Sonntag um Punkte spielen, darum müssen wir auch unter der Woche spielen.

…seine Rolle als Trainer auf Bewährung:Hinter einem starken Trainer muss immer auch ein starkes Präsidium und eine starke Geschäftsführung samt Sportdirektor stehen – siehe Sechzig unter Wildmoser und Lorant. Ein Zwei-Mann-Betrieb, aber der Laden ist gelaufen. In Spanien ist der Trainer der Professor, in Italien der Mister, in England der Boss. Und in Deutschland oft der Trottel. Das will ich nicht sein. Es ist legitim, dass sich der Klub nach Kandidaten umsieht. Aber ich sage auch: Für die Qualität und für den Preis, wie sie mich haben, fahren sie gut. Ich sprühe vor Ehrgeiz und würde mich freuen, wenn ich die Chance bis Sommer bekäme. Vom Spiel am Sonntag gegen St. Pauli wird natürlich auch einiges abhängen.

...Werner Lorant, der ihn 1995 aus der Mannschaft warf: Ich war ein durchschnittlicher Bundesliga-Spieler, er hat mich aussortiert. Ich bin ihm nicht böse. Ohne Lorant wäre ich womöglich nie nach Mexiko gegangen und hätte vieles nicht erlebt, was mich lockerer gemacht hat.

…seinen Co-Trainer:Ich kann mir gut vorstellen, den Klaus Koschlick (59, Co-Trainer der U23, d. Red.) mit auf die Bank zu nehmen. Mit Koschi würde es passen.

…seinen unrunden Gang: „Ich habe eine angeborene Hüftdysplasie (Fehlstellung, d. Red.), die sich zu einer Arthrose verschlimmert hat. Aber ganz ehrlich: sieht schlimmer aus, als es ist. An eine Operation denke ich derzeit nicht. Ich kann Fußballtennis spielen. Und laufen müssen ja die Spieler!

…seine Familienverhältnisse:Meine Freundin Katja und ich werden dieses Jahr heiraten und wir werden Eltern. Es gibt einen Leo, einen Nico oder einen Maximilian. Errechnetes Geburtsdatum ist der 18.6. Ohne Witz!

Uwe Wolf bleibt bis Saisonende 1860-Coach - und dann? 41 Trainer-Kandidaten

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Die Ära Marco Kurz beim TSV 1860 München ist seit 24. Februar beendet. © dpa
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UWE WOLF: Der bisherige "Assi" übernahm zunächst als Interims-Trainer und wurde am 2. März zum Cheftrainer befördert - bis mindestens zum Saisonende. Doch was dann? Nach den schwachen Leistungen der Löwen in den vergangenen Wochen ist davon auszugehen, dass sich die Löwen einen neuen Coach suchen. © Sampics
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Wer ist auf dem Markt, wer würde sich anbieten? tz-online stellt Ihnen mögliche Kandidaten vor, von Top-Favoriten bis hin zu eher unwahrscheinlichen Namen - Gedankenspiele sind aber zumindest alle wert. Ob sich die Löwen einen davon auf den Trainerstuhl holen? Wer wäre Ihr Favorit? Klicken Sie sich durch! © dpa
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EWALD LIENEN: "Zettel-Ewald" Lienen scheint ein ernsthafter Kandidat. Auf Nachfrage der tz vor dem Spiel der Löwen gegen Rostock sagte Lienen: „Das wird seit Wochen spekuliert, aber ich sage dazu nichts. 1860 hat am Freitag ein sehr wichtiges Spiel, und da wäre ein Kommentar von mir respektlos gegenüber allen Beschäftigten.“ © dpa
Milan Sasic: Nach seiner überraschenden Entlassung beim 1. FC Kaiserslautern wäre Sasic für die Löwen zu haben. Prominente Fürsprecher hat der Kroate allemal: Löwen-Urgestein Fredi Heiß: "Die Lösung mit Sasic wäre gar nicht mal so falsch", so Fredi Heiß. © dpa
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MARTIN ANDERMATT: Den Sprung zum "großen" Trainer hat Martin Andermatt hierzulande noch nicht geschafft, dennoch schätzen viele Experten seinen Sachverstand und die Balance aus Disziplin und Fingerspitzengefühl, die ihm gelingt. Andermatt war zuletzt Trainer des BSC Young Boys in der Schweiz. Er führte aber unter anderem auch den SSV Ulm in die Bundesliga und versuchte sich bei Eintracht Frankfurt. Er wäre bezahlbar und passt ins Anforderungsprofil. Einer für die Löwen also? © dpa
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KLAUS AUGENTHALER: Seit seiner Vertragsauflösung in Wolfsburg am 19. Mai 2007 hat der ehemalige Bayern-Kapitän keinen Verein mehr trainiert. Fraglich allerdings, wie eine Verpflichtung bei den Löwenfans ankommen würde. Gegen Ex-Rote gibt es zumindest gefühlsmäßige Vorbehalte. Und: Miroslav Stevic hat eigentlich kategorisch ausgeschlossen, dass jemand mit FCB-Vergangenheit die Löwen trainiert. © dpa
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VOLKER FINKE: Der Ex-Lehrer gilt unter vielen Fans als Wunschkandidat. Schließlich steht er für Fachkenntnis und Kontinuität - beides hätten die Löwen derzeit bitter nötig. Nachdem er über 15 Jahre den SC Freiburg trainiert hat, soll er nun bei den Urawa Red Diamonds in Japan einen neuen Posten antreten. Insofern wäre eine Verpflichtung kaum zu realisieren. © dpa
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RSYZARD KOMORNICKI: Ebenfalls auf der Kandidatenliste steht der Pole Rsyzard Komornicki. Der trainiert derzeit den Schweizer Erstligisten FC Aarau. © FC Aarau
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ALFONS HIGL: Als Co-Trainer des VfB Stuttgart wurde Higl Deutscher Fußball-Meister. Und: Der gebürtige Bayer hat bereits Löwen-Erfahrung, er coachte vor seinem VfB-Engagement die zweite Mannschaft der Sechziger. © dpa
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KLAUS TOPPMÖLLER: Der Mann aus Rivenich an der Mosel, ein Löwenfan seit Kindheitstagen, trainierte zuletzt die Nationalmannschaft Georgiens. Am 2. April 2008 wurde sein Vertrag wegen „extrem mittelmäßigen Ergebnissen" (Verbandssprecher Nodar Akhalkatsi) aufgelöst. Vor zwei Jahren empfahl Toppmöller den Löwen Abwehrspieler Mate Ghvinianidze. Gibt’s bald ein Wiedersehen? © dpa
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MIRKO SLOMKA: Den ehemaligen Schalke-Trainer brachte Ex-Vizepräsident Josef Hilz ins Gespräch: „Ich könnte mir Slomka als Trainer bei 1860 vorstellen." Fraglich allerdings, ob die Löwen die Gehaltsforderungen Slomkas erfüllen könnten. © dpa
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ARMIN VEH: Einen krassen Sprung nach unten hat Armin Veh schon einmal vollführt. 2003 vom Bundesligisten Hansa Rostock zum Drittligisten FC Augsburg. Ob der gebürtige Augsburger noch einmal Lust auf Unterhaus-Luft hat? © dpa
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PETER NOWAK: Die ehemalige Mittelfeld-Granate spielte mit Micky Stevic von 1994 bis 1997 bei 1860. Nowak wurde in den USA Meister mit Chicago und Washington. Seit Januar 2007 ist er Assistenztrainer des US-Nationalteams und Trainer der U 23. Ob er für die Löwen den Weg über den großen Teich machen würde? © dpa
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WERNER LORANT: Der 60-jährige Ex-Löwen-Trainer überwintert mit seinem Klub DAC Dunajska Streda auf Platz fünf in der ersten slowakischen Liga. Am 28. Februar beginnt die Rückrunde. Mit Lorant? „Micky Stevic kann mich anrufen", sagte Lorant der tz. Werner Beinhart – immer noch eine Option für die Blauen? © dpa
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BERNHARD TRARES: Der ehemalige Löwen-Kapitän war von Dezember 2004 bis April 2006 Co-Trainer unter Reiner Maurer. Derzeit ist er Chefcoach bei Wormatia Worms in der vierten Liga. Als harter Hund, der das blaue Umfeld kennt, nicht die schlechteste Lösung. © dpa
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THOMAS DOLL: In der Vita des sympathischen Ex-Nationalspielers stehen bislang zwei Trainerstationen - bei beiden ist er gescheitert. Beim Hamburger SV ging es nach zwischenzeitlichem Erfolg rapide bergab, der Club geriet sogar in Abstiegsnöte. Bei Borussia Dortmund kam es gleich gar nicht zu Erfolg. Fraglich, ob der Trainer nicht zu lieb für ein Zweitliga-Kellerkind wäre. Aber immerhin ist er auf dem Markt. © dpa
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RALF LOOSE: Nur von September 2007 bis April 2008 dauerte sein Engagement beim FC Augsburg - von einem "Erfolgstrainer" kann man also nicht gerade sprechen. Außerdem läuft sein Vertrag beim FCA noch bis 2010, er bekommt also bequem monatlich sein Gehalt überwiesen und kann sich zurücklehnen. Fraglich, ob er unter diesen Umständen wirklich ein aussichtsreicher Kandidat für die Kurz-Nachfolge ist. © dpa
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WOLFGANG WOLF: Der Pfälzer wurde am 11. April 2007 in Kaiserslautern entlassen, bei 1860 würde er ein ähnlich emotionales Umfeld vorfinden. Wie man in die Erste Liga aufsteigt, weiß Wolf. 2004 führte er den 1. FC Nürnberg wieder nach oben. © dpa
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RAINER MAURER: Rainer Maurer ist in Punkten pro Spiel gemessen der erfolgreichste Löwen-Trainer seit 1994. Er trainiert derzeit in Griechenland den AO Kavala, verfolgt aber die Löwen aus der Ferne genauestens. "Den Löwen steht wieder ein unbefriedigendes Jahr bevor", sagte er im tz-Interview. Wäre er bereit, als neuer Trainer etwas daran zu ändern? © dpa
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THOMAS VON HEESEN: Er gilt als ein hoffnungsvoller Trainer der "neuen" Generation, auch wenn er beim 1. FC Nürnberg gescheitert ist. Ob Apollon Limassol in Zypern die Erfüllung seiner Träume ist? Diesen Club trainiert er nämlich im Moment. © dpa
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ANDREAS BREHME: Noch ein "Ex-Roter", wie er bei den Löwen eigentlich unerwünscht ist. Zudem stand Brehme beim 1. FC Kaiserslautern und der SpVgg Unterhaching in seiner Trainerlaufbahn bislang nicht gerade für überschäumenden Erfolg. © dpa
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LOTHAR MATTHÄUS: Er wird fast immer, wenn in Deutschland ein Trainerposten frei ist, ins Gespräch gebracht. Was wäre, wenn die Löwen ihn anrufen würden? "Ich höre mir alles an", so Matthäus. Doch er sagt auch: "Die Frage stellt sich für mich nicht. Ich habe meinen Vertrag in Israel und fühle mich dort wohl." Und: Stevic hat einen "roten" Trainer eigentlich ausgeschlossen. © dpa
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KARLHEINZ PFLIPSEN: Wenn's keiner mit roter Vergangenheit sein darf, wieso dann nicht ein unerfahrener Trainer mit blauer Vergangenheit? Der Ex-Löwe coachte zuletzt die U23 von Rot-Weiß Essen. "Kalla" wäre sicher nicht die erfahrene Lösung - aber er wäre Löwen-Trainer mit Leidenschaft. © dpa
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MARIO BASLER: "Super-Mario" hat natürlich auch "FC Bayern München" in seiner Vita stehen und kommt damit nicht in Frage. Oder doch? Momentan ist Basler Coach und Sportlicher Leiter bei Eintracht Trier - die zweite Liga wäre für ihn womöglich eine reizvolle Herausfordernung. © dpa
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EDUARD GEYER: Harter Hund gefällig? Bitte, hier ist er! Neben Werner Lorant wäre "Ede" wohl der größte Disziplinfanatiker auf der Kandidatenliste. Vielleicht könnte er den Löwen ja Beine machen. Zuletzt war Geyer bei Dynamo Dresden unter Vertrag. © dpa
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RAINER HÖRGL: Er führte den FC Augsburg in die zweite Liga. Aus persönlichen Gründen trat er jedoch im September 2007 zurück. Sucht er nun eine neue Herausforderung? © dpa
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BERND KRAUSS: An Erfahrung mangelt's dem gebürtigen Dortmunder nun wirklich nicht. Sein letztes Engagement in Deutschland war allerdings im Jahr 2000 (BVB). Vielleicht reizt ihn ja eine neue Herausforderung in der Heimatland? Krauss wäre auf dem Markt. © dpa
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KURT JARA: Der Österreicher ist seit rund zwei Jahren arbeitslos und wartet auf ein neues Engagement. Möglicherweise könnte er den Löwen wieder den nötigen Biss verleihen. © dpa
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HERMANN GERLAND: Er könnte mit seiner ganzen Erfahrung für den Löwen-Aufschwung sorgen. Doch holt sich der TSV 1860 ausgerechnet einen Bayern-Trainer - und würde er es ernsthaft in Erwägung ziehen? © dpa
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UWE RAPOLDER: Er ist seit langem ein großer Löwen-Sympathisant. Deshalb taucht auch der ehemalige Köln-Coach in dieser Liste auf. Rapolder coacht derzeit die TuS Koblenz, und Miki Stevic hat sein Engagement bereits ausgeschlossen. Oder war das ein Täuschungsmanöver? © dpa
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ANDREAS MÖLLER: Er ist als Persönlichkeit bei den Fans ähnlich umstritten wie Lothar Matthäus, versucht derzeit aber auch, als Fußball-Funktionär Fuß zu fassen. Nach seinem Trainerengagement bei Viktoria Aschaffenburg ist er nun Manager bei Kickers Offenbach. Ein Trainerjob in der zweiten Liga würde ihn bestimmt reizen. Aber würde die Löwen auch "Andy" reizen? © AP
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FRANK NEUBARTH: Der Ex-Profi durfte immerhin schon einmal den FC Schalke 04 trainieren, kam aber dort mit dem schwierigen Umfeld nicht klar. Anschließend versuchte er sich bei Carl Zeiss Jena und Holstein Kiel. Geben die Löwen dem 27-Jährigen eine neue Chance? © dpa
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ALEKSANDAR RISTIC: Erfahrung, Disziplin, Sympathie, Unterhaltungswert - der bosnische Trainer-Routinier steht für vieles. Seine letzte Station KFC Uerdingen ist schon rund ein Jahr her - ein neues Engagement könnte Ristic womöglich reizen. © dpa
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WOLFGANG ROLFF: Der Ex-Profi ist als "Schatten" von Thomas Schaaf bei Werder Bremen bekannt. Wer weiß, ob der Co-Trainer aber nicht in Wirklichkeit eine verantwortliche Tätigkeit anstrebt? Zumal der vermeintlich bequeme Job bei Werder Bremen derzeit etwas ungemütlich wird. © dpa
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JÖRG SCHMADTKE: Der Ex-Keeper sprang schon einmal bei Alemannia Aachen als Interimstrainer ein, war dort aber eigentlich Sportlicher Leiter. Im Oktober trennten sich die Aachener von ihm - ob Schmadtke ein neues Engagement an der Seitenlinie reizen würde? © dpa
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CIRIACO SFORZA: Pro: Der Schweizer sammelte beim FC Luzern bereits Cheftrainer-Erfahrung und könnte frischen Wind an die Grünwalder Straße bringen. Contra: Er war mal Bayern-Spieler. © dpa
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WINFRIED SCHÄFER: Um "Winnie" ist es lange ruhig geworden. Nachdem er erst über ein Jahrzehnt den Karlsruher SC trainiert hatte, zog es ihn zum VfB Stuttgart und zu Tennis Borussia Berlin. Danach waren wärmere Gefilde angesagt: Er trainierte Kamerun und steht heute bei Al Ain Club in den Vereinigten Arabischen Emiraten an der Seitenlinie. Ob ihn eine Rückkehr nach Deutschland reizen würde? © dpa
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DRAGOSLAV STEPANOVIC: Mit "Stepi" würden sich die Löwen ein echtes Original auf den Trainerstuhl holen - fraglich nur, ob der Routinier noch zeitgemäß arbeitet. Derzeit coacht er in Serbien den Verein mit dem unaussprechlichen Namen Cukaricki Stankom. © dpa
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MICHAEL SKIBBE: Er wurde jüngst bei Galatasaray Istanbul entlassen. Der ehemalige Leverkusen-Coach trainierte den Traditionsklub nur sieben Monate, dann war Schluss. In der türkischen Fußball-Liga geht es mitunter etwas chaotisch zu, deshalb wäre Skibbe für ein Engagement bei den Löwen bestens gerüstet. © dpa
THORSTEN FINK
THORSTEN FINK: Im April wurde er beim FC Ingolstadt beurlaubt, sagte danach über seine Zukunftspläne: "Ich will bei einem richtig großen Trainer hospitieren." Aber möglicherweise würde ihn ja auch ein neuer Cheftrainer-Job reizen. © dpa
Holger Fach
HOLGER FACH: Noch einer, der bei der bayerischen Zweitliga-Konkurrenz erfolglos blieb. Fraglich, ob 1860 eine Verpflichtung nach Fachs Scheitern beim FCA wirklich in Erwägung zieht. © sampics
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MIROSLAV STEVIC: Eine Doppelfunktion nach dem Wolfsburger "Magath-Modell" für Miki Stevic? Nichts scheint unmöglich bei den Löwen. Stevic hat eine Trainerlizenz. Aber dass ein Mann ohne Trainererfahrung Uwe Wolf ablöst, scheint unwahrscheinlich. © dpa

Wolfs vier Gebote

Harter Hund und Spaßmacher – für Uwe Wolf schließen sich diese beiden Wesenszüge nicht aus. „Mit mir kann man Pferde stehlen, flachsen, ich bin für jeden Spaß zu haben“, sagt er. „Aber auf dem Platz zählen nur harte Arbeit und Disziplin! Und wenn ich zum Spieler sag’, er soll vor dem Eckball eine Rolle vorwärts machen, dann wird die gemacht.“

Der Ton bei den Löwen wird unter dem Ur-Pfälzer Wolf also nicht nur deutlich lauter, sondern auch wesentlich schärfer. Ich habe zu unseren bestehenden Regeln noch ein paar neue hinzugefügt, sagt er. Wolfs Gebote. Nicht zehn, sondern vier an der Zahl. Und wer nicht hört, muss zahlen!

Video: "Der Zipfi aus Aurach"

Marco Kurz ist nicht mehr Trainer beim TSV 1860. Was die Löwen-Fans davon halten, wen Sie als Nachfolger wollen und wen sie ablehnen - merkurtz.tv hat nachgefragt.

Gebot 1: Die Uhr bin ich!

„An Tagen, wo wir einmal Training haben, bestimme ich die Uhrzeit, wann der erste Spieler heimgehen kann. Bis dahin ist Pflege angesagt.“ Oder gründliches Stiefelputzen. So will es…

Gebot 2: Sauberes Schuhwerk!

„Die Fußballschuhe müssen geputzt sein, bevor es zum Training geht. Und ob sie sauber sind, das entscheide ich.“ Dann weiter zum Spielgerät.

Gebot 3: Ein Ball hat 0,9 bar!

„Das ist der Luftdruck bei den Ligaspielen, und so müssen die Bälle auch im Training aufgepumpt sein! Ich mache Stichproben mit meinem Messgerät. Verantwortlich sind die Torhüter. Die haben die Bälle am meisten in der Hand.“

Gebot 4: Der Wolf macht die Musik!

„Bei den Fahrten zum Stadion hatte bisher jeder im Bus seine Kopfhörer auf. Das schaffen wir ab. Ich will, dass wir die Musik gemeinsam hören, um uns einzustimmen. Was mir vorschwebt? Fußball ist unser Leben! Stark wie noch nie! Oder: Dieser Weg wird kein leichter sein.“

Da können sich die Profis also auf einiges freuen. Doch Wolf hat auch durchaus angenehme Regeln in petto. „Die Mannschaft muss leben! Es wird künftig beim Abendessen im Hotel nicht mehr so steif zugehen. Ein kleines Bierchen zum Schlafengehen ist okay. Wir erwarten, dass sie spielen wie Männer, dann dürfen sie auch Bier zu sich nehmen.“ Den Sponsor wird’s freuen…

Ludwig Krammer

Das Personenkarussell des TSV 1860: Wie viele Köpfe aus den letzten fünf Jahren kennen Sie?

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Die Geschäftsstelle des TSV 1860 München hat viele Mitarbeiter kommen und gehen sehen. tz-online.de hat 30 der ehemaligen und heutigen Funktionäre aus den letzten fünf Jahre zusammengestellt. Raten Sie mit beim Personenkarussell der Löwen: Wie viele der Köpfe kennen Sie? © sampics
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Auflösung: Karl Auer (Präsident) © Haag
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Auflösung: Rainer Beeck (Präsident) © Haag
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Auflösung: Ralph Burkei (Vize) © Haag
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Auflösung: Wolfgang Hauner (Vize) © Haag
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Auflösung: Heinz Wildmoser jr. (Geschäftsführer) © Haag
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Auflösung: Alfred Lehner (Präsident) © Haag
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Auflösung: Franz Maget (Vize) © Haag
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Auflösung: Stefan Reuter (Manager) © Haag
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Auflösung: Leonhard Roßmann (Vize) © Haag
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Auflösung: Walter Schachner (Cheftrainer) © Haag
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Auflösung: Otto Steiner (Vize) © Haag
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Auflösung: Albrecht von Linde (Präsident) © Haag
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Auflösung: Karl-Heinz Wildmoser (Präsident) © Haag
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Auflösung: Hans Zehetmair (Vize) © Haag
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Auflösung: Stefan Ziffzer (Geschäftsführer) © Haag
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Auflösung: Dirk Dufner (Sportdirektor) © Haag
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Auflösung: Roland Kneißl (Manager) © Haag
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Auflösung: Reiner Maurer (Cheftrainer und Co-Trainer) © Haag
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Auflösung: Detlef Romeiko (Geschäftsführer) © Haag
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Auflösung: Karsten Wettberg (Vize) © Haag
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Auflösung: Gerald Vanenburg (Cheftrainer) © Haag
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Auflösung: Falko Götz (Cheftrainer) © Haag
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Auflösung: Marco Kurz (Cheftrainer) © Haag
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Auflösung: Rudi Bommer (Cheftrainer) © Haag
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Auflösung: Michael Dämgen (Co-Trainer) © Haag
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Auflösung: Bernhard Trares (Co-Trainer) © Haag
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Auflösung: Günther Gorenzel (Co-Trainer) © Haag
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Auflösung: Uwe Wolf (Co-Trainer) © Haag
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Auflösung: Olaf Janßen (Co-Trainer) © Haag
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Wie heißt dieser Herr? © Bongarts/Getty Images
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Auflösung: Michael Hasenstab (Vize) © Haag

Quelle: tz

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