Ledgerwood: "Ich mache Kurz das Leben schwer"

Ein Löwe rückt sich in den Blickpunkt: Nik Ledgerwood lässt auch Marco Kurz staunen.
+
Ein Löwe rückt sich in den Blickpunkt: Nik Ledgerwood lässt auch Marco Kurz staunen.

Drei Siege aus den vergangenen drei Spielen, zehn Punkte aus den letzten vier Partien – die Löwen sind in der 2. Liga die Mannschaft der Stunde.

Ein vor wenigen Wochen noch nicht für möglich gehaltener Aufschwung, der nicht nur an der wiederaufgeflammten Torgefährlichkeit von Benny Lauth und einer plötzlich sicheren Defensive (Trainer Marco Kurz: „Zu Beginn der Saison haben wir bei den Gegentoren enorme Fehler gemacht“) festgemacht werden kann, sondern auch an anderen „Kleinigkeiten“. Zum Beispiel daran, dass auf einmal Nik Ledgerwood ins Tor trifft. Wie am vergangenen Sonntag in Osnabrück zum 1:0.

Spieler- und Funktionärsfrauen: Die First Ladies des TSV 1860

Fotostrecke

Marco Kurz war auch am Dienstag noch baff. Oder tat jedenfalls so: „Ich weiß, dass Ledgi eine gute Einstellung zum Beruf hat und sehr hungrig ist, aber dass er auch Tore schießen kann, das wusste ich bisher nicht…“

Der Trainer macht Scherze – an der Grünwalder Straße ist endgültig wieder gute Laune eingekehrt. Und die will man heute Abend im Heimspiel gegen die TuS aus Koblenz auf gar keinen Fall aufs Spiel setzen.

Kurz aber weiß um die Gefahr und sieht sich plötzlich gefordert, vor „Überheblichkeit“ zu warnen. Logisch: Bei ihrem letzten Auswärtsspiel in Rostock haben die Koblenzer immerhin satte neun Stück kassiert!

Kurz: „Aber eine Runde davor haben sie Kaiserslautern mit 5:0 geschlagen.“ Klar, dass er als Trainer die Aufmerksamkeit seiner Truppe viel lieber auf solche Ergebnisse lenkt.

TuS Koblenz: Wundertüte für die Löwen

Überheblichkeit – für Nik Ledgerwood ist das ohnehin ein Fremdwort. „Mein Ziel war immer ein Stammplatz“, sagt er, „und bis jetzt ist es für mich gut gelaufen.“ Diesen Lauf durch Nachlässigkeiten wieder aufs Spiel zu setzen, fällt dem Mittelfeldspieler nun wirklich nicht ein: „Ich will meine Chance weiter nutzen, um dem Trainer das Leben recht schwer zu machen.“ Nämlich bei der Überlegung, ihn irgendwann vielleicht wieder mal aus der Anfangself zu nehmen.

Ein Schicksal, das der 23-Jährige in der kanadischen Nationalelf derzeit allerdings noch hinnehmen muss. Bei den beiden WM-Qualifikationsspielen vor Kurzem gegen Honduras und Mexiko saß Ledgerwood nur auf der Bank und kam keine Minute zum Einsatz.

„Macht nichts“, grinste er, „durch die Nominierung hatte ich auf alle Fälle wieder mal die Gelegenheit, meine Eltern zu sehen.“

VfL Osnabrück gegen den TSV 1860: Die Löwen in der Einzelkritik

Fotostrecke

Quelle: tz

Auch interessant:

Mehr zum Thema:

Kommentare