Lauth: „Platz drei im Blick“

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Benny Lauth (unten) beim Schlussjubel mit Eke Uzoma

München - Dürfen die Löwen nach dem Heimsieg gegen Hansa Rostock in der Tabelle wieder nach oben schielen? „Natürlich“, sagt Matchwinner Benny Lauth weitsichtig und erklärt, warum. 

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Ticker: 3:0 gegen Rostock - die Löwen feiern

Knie-Ödem, sechs Tage ohne Training. Bis Mittwoch war es fraglich gewesen, ob Benny Lauth überhaupt würde mitwirken können gegen Hansa Rostock. Und dann legte der Kapitän am Freitag einSpiel hin, als hätte es nie im Leben eine Verletzung gegeben. Benny war spritzig, Benny war giftig, und: Sein Tor zum 1:0 war der Türöffner in einem Spiel, in dem es eine halbe Stunde lang überhaupt nicht gut ausgesehen hatte für die Löwen. „Deshalb war es in dieser Phase extrem wichtig, dass wir 1:0 in Führung gegangen sind“, sagte Lauth erleichtert nach dem Schlusspfiff. „Das Spiel war offen und so ein Tor macht dann für die Entwicklung einer Partie halt den Unterschied.“

TSV 1860 gegen Hansa Rostock: Die Bilder des Spiels

TSV 1860 gegen Hansa Rostock: Die Bilder des Spiels
Der Schrei eines Siegers: Für den FC Hansa Rostock gab es in München nichts zu holen. Die Löwen feierten einen verdienten, wenn auch im Ergebnis etwas zu hoch ausgefallenen 3:0-Sieg.  © sampics
TSV 1860 gegen Hansa Rostock: Die Bilder des Spiels
Benny Lauth brachte die Löwen mit einer schönen Einzelleistung in Führung.  © sampics
TSV 1860 gegen Hansa Rostock: Die Bilder des Spiels
Der wiedergenesene Kapitän machte im Heimspiel den Unterschied.  © sampics
TSV 1860 gegen Hansa Rostock: Die Bilder des Spiels
Mit einem trockenen Schuss brachte Lauth die Löwen früh auf die Siegerstraße.  © sampics
TSV 1860 gegen Hansa Rostock: Die Bilder des Spiels
So jubelt ein Torjäger. Für Lauth war es der 5. Saisontreffer.  © sampics
TSV 1860 gegen Hansa Rostock: Die Bilder des Spiels
Dennoch war die Führung für die Löwen schmeichelhaft. Bis dahin waren Torchancen von Lauth und Co. Mangelware.  © sampics
TSV 1860 gegen Hansa Rostock: Die Bilder des Spiels
Hinten ließ der TSV 1860 nichts anbrennen. Die Abwehr stand gegen Rostock sicher.  © sampics
TSV 1860 gegen Hansa Rostock: Die Bilder des Spiels
Vorne durfte sich trotz schwacher Leistung in Koblenz wieder Peniel Mlapa beweisen.  © sampics
TSV 1860 gegen Hansa Rostock: Die Bilder des Spiels
Der Youngster hatte wieder einen schweren Stand, konnte jedoch einige Bälle behaupten.  © sampics
Nach einer Flanke von Pappas sprang das Leder im Strafraum Kevin Schöneberg an den Fuß. Rostocks Keeper Walke hatte keine Chance.  © dpa
Nach der 2:0-Führung war das Spiel gelaufen.  © dpa
1860 tat im Spiel nach vorne nur noch das Nötigste. Rostock fand keine Mittel den Löwen nochmal gefährlich zu werden.  © dpa
Die Entscheidung: Nach schöner Hereingabe von Peniel Mlapa musste Stefan Aigner nur noch abstauben. Der Schlusspunkt einer torreichen Partie.  © dpa
Kiraly: Groß gefordert wurde er nicht. Bei den Flanken gewohnt sicher.  © getty
Rukavina: Bisweilen etwas schlampig und unaufmerksam. Und: Wann glänzt er endlich mal wieder mit einer Offensivaktion? Note: 4  © getty
Ghvinianidze: So will man ihn sehen. Kompromisslos im Zweikampf, ohne viel Firlefanz. Die Rostocker Stürmer hatten spürbar Respekt. Note: 2  © getty
Beda: Verhinderte kurz vor der Pause mit geschicktem Einsatz den Ausgleich, als er den freistehenden Bartels am Torschuss hinderte. Souveräne Vorstellung. Note: 2  © getty
Holebas: Wie immer mit viel Elan und Mumm, aber die ein oder andere Flanke ließ er zu. In der Offensive nach der Pause mit viel Gas. Vorbereiter zum 3:0. Im nächsten Spiel wegen seiner fünften Gelben Karte gesperrt. Note: 2  © getty
Aigner: Blieb die erste halbe Stunde relativ blass, dann taute er endlich auf. Schade, dass er bei einer guten Chance zurückgepfiffen wurde. Dann gelang ihm doch noch das 3:0. Note: 3  © getty
Ignjovski: Sammelte wie gehabt Fleißpunkte im Mittelfeld. Machte in der zweiten Halbzeit auch viel nach vorn. Aufs erste Tor muss er aber weiter warten. Note: 2  © getty
Ludwig: Versuchte oft die komplizierte Version, wenn die einfachere gefragt gewesen wäre. Note: 3  © getty
Ab 71.: Uzoma o. B.  © sampics
Pappas: Ein schöner Steilpass in der ersten Halbzeit auf Lauth, das war’s schon. Im Defensivverhalten manchmal ziemlich grün. Aber das Eigentor von Rostocks Schöneberg bereitete er wunderbar vor. Note: 3  © getty
Lauth: Logisch, dass der Löwen-Kapitän gegen Rostock nach seiner Verletzung unbedingt dabei sein wollte. Gegen Hansa trifft er halt immer. Note: 2  © getty
Ab 79. Biancucchi o. B.  © sampics
Mlapa: Ein ganz anderer Auftritt als zuletzt beim Unentschieden in Koblenz, wo dem 18-Jährigen rein gar nichts gelingen wollte. Sogar technische Kabinettstückchen hatte er diesmal im Angebot. Note: 2  © getty
Ab 82. Schäffler o. B.  © getty

Und einer wie er halt auch. Lauth nutzte den Fehler von Bülow eiskalt zum 1:0 aus. Auch, weil er wieder richtig fit war. „Es ging sehr gut, ich hatte überhaupt keine Probleme mit dem Knie“, freute sich Benny, „und auch das Minutenzählen hat jetzt endlich eine Ende.“ Zuletzt hatte Lauth im Oktober vergangenen Jahres beim 3:1 gegen den MSV Duisburg getroffen.

Fünf Tore hat Lauth jetzt auf dem Konto, nach seiner Ansicht nach wie vor zu wenig. „Was die Anzahl betrifft, ist durchaus noch Luft nach oben“, sagt er. Vergangene Saison hatte Lauth am Ende immerhin 15 Treffer vorzuweisen.

Darf man nach dem Heimsieg bei den Löwen in der Tabelle wieder nach oben schielen? „Natürlich“, sagt Lauth. „Wir haben jetzt eine Serie von sieben Spielen ohne Niederlage, und die Mannschaft will sich weiter nach vorn arbeiten. Das spürt man. Ich habe Platz drei nach wie vor im Blick. Das muss ja auch so sein. Denn jetzt im Mittelfeld rumzueiern, ist ja nun wirklich nicht spannend. Aber, wir brauchen dazu auch die Hilfe der anderen Klubs.“

Interessant in diesem Zusammenhang: In einem Stern-Interview hatte Lauth vor dem Spiel seine Zukunft bei 1860 von einem Aufwärtstrend der Löwen abhängig gemacht. „Ich bin hergekommen, weil es für mich keinen größeren Anreiz gibt, als mit 1860 in der Ersten Liga zu spielen. Solange der Verein den Weg nach oben einschlägt, solange es voran geht, bin ich dabei.“ Lauths Vertrag endet 2011.

Auch Alexander Ludwig glaubt noch an den Relegationsplatz: „Wir schleichen uns jetzt auf leisen Sohlen heran. Jetzt sind wir sieben Spiele ungeschlagen, also fahren wir jetzt auch nach Karlsruhe, um dort drei Punkte zu holen.“ Dass er selbst zum Sieg gegen Rostock nicht viel Überzeugendes beigetragen hatte, gab Ludwig offen zu: „Ich habe nicht viel auf die Reihe gekriegt. Aber: Ich war dabei.“

Gefreut hat ihn diesmal die Effektivität. Ludwig: Wir hatten heute nicht so viele Chancen wie in Koblenz, aber die, die wir hatten, haben wir reingemacht.“ Und dann gab’s noch ein Lob für den Trainer. „Wir waren taktisch sehr gut auf Rostock eingestellt.“ Ewald Lienen wird’s mit einem Schmunzeln lesen…

Claudius Mayer

Quelle: tz

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