"Ein Spieler sollte keine Verstärkungen fordern!"

Kurz-Rüffel für Berkant Göktan

Löwen-Trainer Marco Kurz (r., mit seinem Koblenzer Kollegen Uwe Rapolder) war nach der 1:3-Niederlage bei der TuS ziemlich angefressen.
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Löwen-Trainer Marco Kurz (r., mit seinem Koblenzer Kollegen Uwe Rapolder) war nach der 1:3-Niederlage bei der TuS ziemlich angefressen.

Seit dem 30. Oktober 2007, dem 2:1 im DFB-Pokal gegen Mainz, mussten die Löwen-Fans auf diesen Genuss verzichten.

Am Sonntag war’s wieder so weit: Berkant Göktan traf ins Tor. Nach einem Pfostenschuss von Daniel Bierofka war der Antreiber per Kopf zur Stelle. Doch sein Jubel fiel verhalten aus. Kein Schrei, kein Trikot-Striptease – in stiller Freude küsste Göktan den Koblenzer Rasen. Ob er schon ahnte, dass das Osterfest für 1860 kein gutes Ende nehmen würde? Oder stank ihm eher die öffentliche Diskussion über seine Zukunft beim TSV? Nach den Eindrücken von gestern kann letzteres nicht mehr ausgeschlossen werden.

Wortlos, mit Tunnelblick verließ der Fanliebling am Mittag das Trainingsgelände. Gesprochen hatte wenige Minuten zuvor Marco Kurz. Und die Worte des Trainers waren ein deutlicher Rüffel für Göktan: „Es steht einem Spieler nicht zu, Verstärkungen zu fordern. Er sollte wissen, wo er herkommt und wem er was zu verdanken hat.“ Oha! Der Hintergrund: Vergangene Woche hatte Göktan eine Vertragsverlängerung über 2009 hinaus in mehreren Zeitungen auch von neuen Spielern abhängig gemacht. Die „Rahmenbedingungen“ müssten stimmen, zudem hoffe er, dass noch „echte Verstärkungen für die neue Saison“ kommen, „damit wir konkurrenzfähig sind.“ Worte, die einen Rüffel rechtfertigen?

Seltsam mutete es da an, dass Kurz unter der Woche ebenfalls öffentlich „punktuelle Verstärkungen“ gefordert hatte. Aber allzu hoch sollte man den Anpfiff für Göktan ohnehin nicht hängen. Schließlich will Kurz seinen Kreativspieler unbedingt halten. „Berki hat einen Vertrag bis 2009, da geht ein Trainer davon aus, dass er nächstes Jahr hier spielen wird.“ Das Duo Ziffzer&Reuter hat’s vernommen…

Ludwig Krammer

Quelle: tz

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