Der 1860-Trainer nach dem Trainingslager über die Zukunft

Kurz: "Ich spüre keinen Druck"

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Marco Kurz wirkt nachdenklich - doch er hat klare Vorstellungen für die Zukunft

Adiós Teneriffa, Servus München! Nach einer Woche Schwitzen unter kanarischer Sonne landeten die Löwen Freitag Nachmittag um 15.30 Uhr wieder in der Heimat.

Bereits vor dem Flug zog Trainer Marco Kurz ein Fazit des Trainingslagers und blickte voraus auf die anstehende Rückrunde, die Präsident Rainer Beeck bekanntlich unter das Motto „Einspielen für den Aufstieg“ gestellt hat.

Löwen zum Anfassen: Der Fanabend auf Teneriffa

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Es ist für alle Beteiligten eine liebgewonnene Tradition im Löwen-Trainingslager: Für die eingefleischten Anhänger, die nach Teneriffa mitgereist sind, schmissen die Spieler und Verantwortlichen einen Fanabend. Die rund 50 Mitgereisten konnten sich über Freibier freuen, das der bayerische Wirt im Bräuhaus servierte. Sehen Sie hier die Bilder aus dem Winter-Trainingslager - inklusive einiger Spieler und Funkionäre, die inzwischen nicht mehr in 1860-Diensten tätig sind. © sampics
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Stefan Aigner steht Rede und Antwort. © sampics
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Torben Hoffmann lässt sich Schulter an Schulter mit einem Fan ablichten. © sampics
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Marco Kurz gibt Auskunft. © sampics
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Prost! Auch die Löwen dürfen zur Feier des Tages am Gerstensaft nippen. © sampics
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Danny Schwarz und Benny Lauth stellen sich mit zum Erinnerungsfoto auf. © sampics
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Teammanager Robert Hettich ist auch für gemeinsame Bilder gefragt. © sampics
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Ein Anhänger schmuggelt sich in eine Löwen-Viererkette © sampics
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Philipp Tschauner ist immer für einen Plausch zu haben. © sampics
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Käptn Bierofka wirkt nach überstandener Verletzung erleichtert. © sampics
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Auch Manager Stefan Reuter lässt sich das Bier schmecken. © sampics
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Nikolas Ledgerwood signiert bereitwillig ein Trikot. © sampics
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Die Kapitäne der Löwen: Daniel Bierofka und Stellvertreter Danny Schwarz © sampics
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Zwei Fans auf Augenhöhe mit Abwehrrecke Gregg Berhalter © sampics
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Marco Kurz gibt Fünf. © sampics
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Stefan Aigner und Christoph Burkhard schwingen die Stifte. © sampics
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Daniel Bierofka und Danny Schwarz lächeln in die Kamera. © sampics
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Florian Jungwirth hat noch ein Plätzchen gefunden. © sampics
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Mate Ghvinianidze und Fabian Johnson stoßen mit Wirt Ralf an. © sampics
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Markus Schroth kann derzeit nicht spielen, zeigt sich aber dennoch optimistisch. © sampics
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Schön war's! Auf ein Wiedersehen im Sommer-Trainingslager. Und vorher natürlich bei vielen, vielen Spielen und Übungseinheiten, die sich echte Fans nicht entgehen lassen. © sampics

Kurz über…

…die Ziele mit den Löwen:„Wir wollen im Pokal beim HSV die Sensation schaffen und gut in die Punkterunde starten. Es gab in der Vergangenheit nicht viele Spiele, die wir verdient verloren haben. Wir müssen einfach mehr aus unseren Großchancen machen und vor allem zu Hause so spielen, dass die Zuschauer mit Freude in die Arena kommen. Das Ziel Aufstieg für diese Saison halte ich nicht für seriös. Für nächstes Jahr sind wir uns alle einig, dass die Mannschaft punktuell verstärkt wird und den Weg in die Bundesliga gehen soll.“

…die drei Neuverpflichtungen: „Ich bin sehr dankbar über die neue Qualität, aber man darf auch nicht vergessen, dass Sascha Rösler und Stefan Aigner in den letzten Monaten keinen Spielrhythmus hatten und deshalb noch Zeit brauchen. Und bei Marvin Pourie sprechen wir von einem 18-jährigen Talent, das zum ersten Mal im Profibereich spielt. Trotzdem: Insgesamt haben wir jetzt mit den zurückgekehrten Verletzten eine bessere Qualität als in der Hinrunde. Mir ist nicht bange vor der Zukunft.

Löwen-Testspiel gegen Viertligisten: Die Neuen im Fokus

Sein erstes Winter-Testspiel hat der TSV 1860 auf Teneriffa gewonnen. Das Tor zum 1:0-Sieg schoss Manuel Schäffler (Foto) in der 74. Minute. Sehen Sie hier die Bilder vom Spiel. © sampics
Neuzugang Marvin Pourie bestritt sein erstes Spiel für die Löwen. © sampics
Der Gegner des Tests hieß CD Marino. © sampics
Die Spanier spielen normalerweise in der vierten Liga und hielten gegen die Löwen gut mit. © sampics
Diesen beiden Talenten gehört hoffentlich die Zukunft: Marvin Pourie und Julian Baumgartlinger © sampics
Marvin Pourie beglückwünscht Stutmkollege Manuel Schäffler zu dessen Tor © sampics
Auch Sascha Rösler kam zu seinem ersten Einsatz im Löwen-Trikot. © sampics
Kapitän Daniel Bierofka ist wieder an Bord. © sampics
Aufsteiger Lars Bender © sampics
Stefan Aigner kam von Arminia Bielefeld - und auf Teneriffa zu seinem ersten Spiel seit dem Wechsel © sampics
Ein Blick auf die Tribüne: 300 Zuschauer wollten das Spiel sehen - auch diese fünf Löwen verfolgten ihre Kollegen aufmerksam. © sampics
Sascha Rösler versuchte zu dirigieren und gleich in seinem ersten Spiel Verantwortung zu übernehmen. © sampics
Ist beim in der Hinrunde tor- und glücklosen Manuel Schäffler mit seinem Testspieltor der Knoten geplatzt? © sampics
Trainer Marco Kurz wird Schäfflers Tor erfreut zur Kenntnis genommen haben. © sampics
Stefan Aigner gibt alles. © sampics
Marvin Pourie blieb in seinem ersten Löwen-Spiel torlos. © sampics
Auch Sascha Rösler konnte wenig Akzente setzen, zeigte sich aber bemüht. © sampics
Erfreulich hingegen: Käptn Bierofka läuft wieder rund. © sampics
1:0 gegen einen Viertligisten - nicht gerade Grund für Überschwang. Aber es war ein Testspiel, und die Löwen waren müde nach den Strapazen der letzten Tage. Sie werden jetzt weiterarbeiten und alles für einen starken Rückrundenstart tun. © sampics

Sascha Rösler: Medizin-Check und Fototermin für die Löwen

Sascha Rösler: Medizin-Check und Fototermin für die Löwen © 
Am Donnerstag wurde der Wechsel von Sascha Rösler offiziell bekannt gegeben. Er hatte gleich viel zu tun. Rösler unterzog sich dem medizinischen Check und ließ sich gemeinsam mit Stefan Aigner im Fotostudio für Autogrammkarten ablichten. © sampics
Der medizinische Check bei Löwen-Arzt Dr. Erich Rembeck. © sampics
Der medizinische Check bei Löwen-Arzt Dr. Erich Rembeck. © sampics
Der medizinische Check bei Löwen-Arzt Dr. Erich Rembeck. © sampics
Der medizinische Check bei Löwen-Arzt Dr. Erich Rembeck. © sampics
Der medizinische Check bei Löwen-Arzt Dr. Erich Rembeck. © sampics
Der medizinische Check bei Löwen-Arzt Dr. Erich Rembeck. © sampics
Der medizinische Check bei Löwen-Arzt Dr. Erich Rembeck. © sampics
Der medizinische Check bei Löwen-Arzt Dr. Erich Rembeck. © sampics
Der medizinische Check bei Löwen-Arzt Dr. Erich Rembeck. © sampics
Sascha Rösler unterhält sich im Fotostudio mit dem anderen Neu-Löwen Stefan Aigner. © sampics
Dann geht's ab vor die Kamera. © sampics
Sitzt das Trikot? Ja, sitzt. © sampics
Bitte noch mal lächeln! © sampics
Sascha Rösler bewundert die Ergebnisse am Bildschirm. Der Anblick von ihm im Löwen-Trikot scheint etwas ungewohnt. © sampics
Auch Stefan Aigner durfte vor die Linse. © sampics

Sascha Rösler: Wirbelwind, Führungsspieler und Aufstiegsspezialist

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Der Vertrag des Mittelfeldspielers läuft bis 30. Juni 2010. © dpa
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Der offensive Mittelfeldmann ist Führungsspieler ... © dpa
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... und hat Kapitänserfahrung in der Bundesliga. © dpa
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Sascha Rösler wurde am 28. Oktober 1977 in Tettnang am Bodensee geboren und begann als Bub beim TSV Meckenbeuren mit dem Kicken. © dpa
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Über den VfB Friedrichshafen landete er im Jahr 1995 beim SSV Ulm 1846, wo er zum Profispieler reifte. © dpa
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Im Alter von 20 Jahren stieg er mit den Ulmern von der Regionalliga in die zweite Bundesliga auf und schaffte mit den Schwaben den Durchmarsch in die Bundesliga, wo er sich plötzlich Teams wie dem FC Schalke 04 gegenüber sah. © dpa
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Schon damals kämpfte er um jeden Ball und jeden Meter. © dpa
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Rösler machte auch die DFB-Trainer auf sich aufmerksam. © dpa
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Er kam achtmal in der deutschen U21 zum Einsatz. © dpa
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Dort erzielte er zwei Tore. © dpa
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Gegen den Türken Erkan Örbey zog er in diesem Zweikampf den Kürzeren. © dpa
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Aber nicht mal einen Bernd Schneider ließ er im DFB-Trikot widerstandslos ziehen. © dpa
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Sein Bundesliga-Gastspiel mit Ulm war leider nur von kurzer Dauer. Er kam zwar 26 Mal zum Einsatz, doch die Ulmer stiegen gleich wieder aus der Bundesliga ab. © dpa
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Er blieb noch bis 2001 und wechselte dann zum damaligen Bundesligisten TSV 1860 München. Dort wurde er ganz und gar nicht glücklich: Er kam zu keinem einzigen Einsatz und wurde nach vier Monaten auf Leihnasis an Rot-Weiß Oberhausen abgeschoben. © dpa
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Nachdem er dort mit 5 Toren in 21 Spielen glänzte, hat sich die SpVgg Greuther Fürth im Jahr 2002 seine Dienste gesichert. © dpa
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Dort hatte Rösler (r.) des öfteren Grund zum Jubeln. © dpa
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Er war eine wichtige Stütze der Mannschaft. © dpa
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Rösler schoss für Fürth in 74 Zweitliga-Spielen 29 Tore. © dpa
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Eine starke Quote für einen Mittelfeldspieler. © dpa
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Sascha Rösler steigt höher als die Sechziger Rodrigo Costa und Roman Tyce. © dpa
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Die nächste Herausforderung suchte Rösler bei Alemannia Aachen. © dpa
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Gleich in der ersten Saison stiegen die Aachener von der zweiten in die erste Liga auf. © dpa
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Auch dank Sascha Rösler, der mächtig zupackte ... © dpa
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.. und es auch mal mit zwei Gegenspielern gleichzeitig aufnahm. © dpa
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Ob Sascha Rösler noch irgendwo einen Kahn-Abdruck hat? © dpa
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Bei der Alemannia steuerte Rösler in 62 Ligaspielen immerhin 13 Tore bei. © dpa
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Dennoch klappte es nicht mit der Etablierung in der Bundesliga. © dpa
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Obwohl Rösler Stamm- und Führungsspieler war, stiegen die Aachener wieder ins Unterhaus ab. © dpa
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Rösler war nach dem Wiederabstieg am Boden. © dpa
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Doch er wusste sich zu trösten. Und zwar ... © dpa
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... mit einer neuen Herausforderung bei Borussia Mönchengladbach! © dpa
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Die waren gerade aus der Bundesliga abgestiegen und konnten seine Führungs- und Offensivqualitäten gut gebrauchen. © dpa
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Rösler versteckte sich nur selten, sondern war Leistungsträger und Stammspieler. Außerdem vertrat er oft Oliver Neuville als Kapitän. © dpa
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In seiner ersten Saison bei Gladbach schoss Rösler in 30 Spielen satte 9 Tore. © dpa
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So jubelt ein echter Goalgetter. © dpa
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Am Ende der Saison war der Jubel noch größer. Denn: Rösler ist zum dritten Mal in seiner Karriere ... © dpa
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... in die Bundesliga aufgestiegen. © dpa
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Die Aufstiegsfeiern kosteten Sascha Rösler sogar seine schöne Haarpracht. © dpa
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Doch nach dem Aufstieg und holprigem Bundesliga-Start kam Hans Meyer zu den Gladbachern. © dpa
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Vorbei war die glückliche Gladbach-Zeit von Sascha Rösler. Nachdem er unlängst zum Aufstieg von seinen Mannschaftskollegen rasiert wurde, übernahm das jetzt der Trainer: Rösler wurde auf die Bank, die Tribüne oder in die Regionalliga-Mannschaft verbannt. © dpa
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Rösler ist der Typ Michael Ballack: Kampfstark, schussstark, kopfballstark. Kurzum: eine Führungsfigur, wie ihn die Löwen sich wünschen. © dpa
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Bei den Löwen kam er zuerst nicht auf die Beine, aber die Hoffnung ist berechtigt, dass er dem Team bald sehr weiterhelfen kann. Es wäre doch schön, wenn er bald mit einem Weißbierglas in der Hand seinen vierten Bundesliga-Aufstieg feiern könnte, oder? © dpa

…den Druck im Falle von Misserfolgen:„Ich spüre keinen Druck, ich weiß, dass dieser Beruf nicht nur positive Seiten hat. Aber ich lasse mich natürlich an den Erfolgen messen, an der Qualität des Kaders. Das ist kein Widerspruch, weil Druck und Stress für mich nicht die Hauptthemen bei dem Job sind, sonst würde er mir keinen Spaß machen.“

…Kritik an seiner Arbeit:„Wenn die Ergebnisse nicht stimmen, dann muss ich mich der Kritk stellen. Ich bin immer aufgeschlossen für sachliche Kritik, aber wenn es in andere Bereiche geht, die alle schon da waren, dann perlt das an mir ab, weil das nichts mehr mit Sport zu tun hat.“

…sein Image als Spaßbremse:„Mir ist wichtig, was innerhalb der vier Wände passiert. Ich bin kein Lautsprecher für die Öffentlichkeit. Ich muss keine Dinge inszenieren, um manche Leute zufriedenzustellen. Bei Niederlagen werde ich mich immer vor die Mannschaft stellen, dann ist es auch okay, wenn ich die Kritik abbekomme. Ich bin niemand, der sich aus der Verantwortung nimmt.“

…seine Beziehung zu 1860:„Sechzig liegt mir am Herzen, ich identifiziere mich durch und durch mit diesem Verein und werde immer alles dafür geben, hier erfolgreich zu sein. Ich will sehr lange hier arbeiten.“

…schwer zu haltende Talente wie die Bender-Zwillinge:„Wir wollen dahin kommen, dass wir uns den Luxus leisten können, solche Spieler langfristig an den Verein zu binden, aber dazu brauchen wir Erfolg, sprich: die Bundesliga. Wir alle wissen, dass der Weg der Benders nach oben gehen wird. Unsere Aufgabe ist es, diesen Weg gemeinsam zu gehen.“

…die Arena-Diskussion:„Ich hätte mir als Spieler die Hacken wundgelaufen, um in so einem wunderbaren Stadion spielen zu dürfen. Für die Diskussion vergeude ich keine Kraft, es gibt zum jetzigen Zeitpunkt für 1860 keine Alternative zur Arena.“

…die elf auslaufenden Spielerverträge und den Sonderfall Mustafa Kucukovic:„Jeder Spieler hat die Möglichkeit, sich durch Leistung für frühzeitige Verhandlungen zu empfehlen. Es ist noch keiner raus. Bei Mucki ist es so, dass jetzt die Entscheidung fallen wird, ob er nach Grenoble geht oder nicht. Er wollte zum Probetraining, das ist eine Aussage für mich. Er hat sich diesbezüglich klar positioniert.“

Ludwig Krammer

Quelle: tz

Quelle: tz

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