"Da wurde ohne Ende gezockt"

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Löwen-Legende Fredi Heiß

München - Löwen-Legende Fredi Heiß zeigt sich in seiner tz-Experten-Kolumne entsetzt über die Situation bei seinen Sechzigern und analysiert die Gründe.

Die jüngste Entwicklung beim TSV 1860 macht mich und meine Kollegen aus der ­Meistermannschaft nur noch traurig. Dass sich die Situation auf einmal so prekär ­darstellt, hat uns alle überrascht und entsetzt. Lange Zeit wurde uns weisgemacht, dass nur die Kosten für die Allianz Arena der Grund allen Übels seien, aber schon bei der ­Delegiertenversammlung vor einigen Wochen dürfte den meisten Teilnehmern ein Licht aufgegangen sein, was die ­Situation wirklich so verschärft hat. Für mich steht fest: Da muss jemand gezockt haben ohne Ende in der ­Geschäftsführung und in den übergeordneten Gremien. Da wurde offenbar alles riskiert, und das nur aufgrund von ­Zuschauerzahlen, die nie eingetreten sind und in der Hoffnung, dass sich ein aussichtsloser ­Prozess mit dem FC Bayern günstig ­gestaltet. Außerdem frage ich mich schon, ­warum wir in der ersten und zweiten ­Mannschaft sowie in der U19 insgesamt 84 Spieler beschäftigen müssen. Warum bitte brauchen wir so viele Fußballer? Dass der neue Vizepräsident Dieter Schneider mit ­seinem Sanierungsprogramm jetzt die ­Reißleine zieht, ist angesichts der ­ganzen ­Hintergründe vollkommen richtig. Aber ohne ­Hilfe von außen wird es nicht mehr ­gehen. Dass die meisten Spieler auf zehn ­Prozent i­hres Gehalts verzichten, ist sicherlich ein ­gutes Zeichen, andererseits verdienen sie ja auch so immer noch genug. Und der ein oder andere ist auch mit zehn Prozent weniger ­sicherlich immer noch überbezahlt.

Fredi Heiß

Die wertvollsten Löwen-Spieler

Transfermarkt.de ist die renommierteste deutsche Webseite für Spieler-Transfers. Im Sommer 2010 hat der Löwen-Kader insgesamt einen Marktwert von 21.575.000 Euro. Dabei werden unter anderem Alter, Leistung und Perspektive berücksichtigt. Sehen Sie hier die Rangliste des TSV 1860 München. Auf Platz 32: Kushtrim Lushtaku (100.000 €) © Sampics
Ebenfalls Platz 30: Daniel Hofstetter (100.000 €) © Sampics
Ebenfalls Platz 30: Vitus Eicher (100.000 €) © Sampics
Platz 29: Christopher Schindler (125.000 €) © Sampics
Platz 28: Björn Bussmann (150.000 €) © Sampics
Ebenfalls Platz 25: Markus Ziereis (200.000 €) © Sampics
Ebenfalls Platz 25: Necat Aygün (200.000 €) © sampics
Ebenfalls Platz 23: Tarik Camdal (300.000 €) © Sampics
Ebenfalls Platz 23: Juan Barros (300.000 €) © Getty
Platz 22: Benjamin Schwarz (400.000 €) © Sampics
Ebenfalls Platz 19: Dominik Stahl (500.000 €) © Sampics
Platz 15: Sandro Kaiser (700.000 €) © Sampics
Ebenfalls Platz 12: Eke Uzoma (800.000 €) © Sampics
Platz 10: Daniel Bierofka (750.000 €) © Sampics
Ebenfalls Platz 10: Djordje Rakic (750.000 €) © Sampics
Ebenfalls Platz 10: Collin Benjamin (750.000 €) © getty
Platz 6: Arne Feick (1.000.000 €) © ap
Ebenfalls Platz 6: Stefan Buck (1.000.000 €) © Sampics
Ebenfalls Platz 6: Kai Bülow (1.000.000 €) © Sampics
Ebenfalls Platz 6: Gabor Kiraly (1.000.000 €) © Sampics
Platz 4: Daniel Halfar (1.250.000 €) © Sampics
Ebenfalls Platz 4: Antonio Rukavina (1.250.000 €) © Sampics
Platz 2: Stefan Aigner (1.500.000 €) © Sampics
Ebenfalls Platz 2: Kevin Volland (1.500.000 €) © Sampics
Platz 1: Benny Lauth (1.750.000 €) © Sampics

Quelle: tz

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