Nach pikanter Aussage

Karnickel-Kritik: 1860-Präsident Reisinger kontert Rangnick - und macht eine Sache deutlich

1860-Präsident Robert Reisinger mit deutlichen Worten.
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1860-Präsident Robert Reisinger mit deutlichen Worten.

Leipzig-Trainer Ralf Rangnick hat gegen den TSV 1860 ausgeteilt. Der Klub sei geführt wie ein Karnickelzüchterverein - nun reagierte Präsident Robert Reisinger. 

Update vom 10. Mai 2019: Das Saisonfinale steht vor der Tür, und beim TSV 1860 dürfte man froh sein, wenn diese Spielzeit vorüber ist. Denn nach einer Niederlagen-Serie in der 3. Liga sind die Münchener immer weiter abgerutscht und schweben zwei Spieltage vor Schluss noch immer in Abstiegsgefahr.

Der Tabellenzwölfte braucht deshalb am Samstag etwas Zählbares gegen Fortuna Köln. Außerdem wollen die Löwen ein Zeichen setzen - nicht zuletzt in Richtung Leipzig. RB-Trainer Ralf Rangnick hatte den TSV 1860 zuletzt heftig kritisiert und behauptet, der Klub werde geführt wie ein Karnickelzüchterverein (den ursprünglichen Artikel finden Sie weiter unten im Text).

Reisinger reagiert auf Kritik

Und nicht nur das: Auch das Mitglieder-Modell, das bei Sechzig praktiziert wird, kann Rangnick nicht gutheißen. 1860-Präsident Robert Reisinger reagierte nun auf die Kritik des aktuellen Trainer des Bundesliga-Dritten und sagte in diesem Zusammenhang der Bild: „Es gibt genügend Beispiele, dass es so funktioniert, wie in Mainz oder Freiburg.“

Reisinger unterstrich außerdem, dass sich das Modell auch nicht ändern werde: „Bei 1860 ist die Konstellation so, dass der Verein nicht einem Menschen, sondern den Mitgliedern gehört. Das wird bei 1860 auch so bleiben“, heißt es in dem Artikel weiter. 

Rangnick ätzt gegen 1860: „Wie ein Karnickelzüchterverein“

Unsere Erstmeldung vom 9. Mai 2019:

Leipzig - Der TSV 1860 befindet sich sportlich weiter auf Talfahrt. Seit Ende März wartet man auf einen Sieg in der 3. Liga, weshalb die Löwen nun auf einmal doch noch nach unten sehen müssen: Zwei Spieltage vor Schluss beträgt der Vorsprung des Tabellenzwölften auf die Abstiegszone nur noch vier Zähler. 

Das 2:5 in Zwickau war, die Pokal-Pleite in Aschaffenburg eingerechnet, die sechste Niederlage in Folge. Zu allem Überfluss hat sich auch noch Stefan Lex verletzt und wird Monate lang ausfallen. Nun hat sich ein Mann zu den Löwen geäußert, der sonst eher an die Säbener Straße blickt: Ralf Rangnick von RB Leipzig. 

Leute, „die keine Ahnung haben“: Rangnick mit klarem Statement zu 1860

Der Trainer des Tabellendritten war zu einem Gespräch an einem Leipziger Gymnasium eingeladen. Bei der Diskussion mit den Schülern offenbarte der 60-Jährige nach Angaben der Bild, dass er nicht viel vom TSV-Modell halte: „Wenn man zu 1860 oder Uerdingen schaut, dann sind diese Vereine trotz 50+1-Regelung in den Händen von Leuten gelandet, die keine Ahnung haben. Die führen die Vereine wie einen Karnickelzüchterverein.“

Unmissverständliche Ansage in Richtung Präsident Robert Reisinger und Investor Hasan Ismaik. Und noch etwas ist Rangnick ein Dorn im Auge: „Ich bin kein Freund von Basis-Demokratie im Leistungssport“, betonte er nach Informationen des Blattes. Wie stattdessen Entscheidungen getroffen werden sollten, weiß Rangnick auch: „Schaut man nach Dortmund, dann entscheiden dort zwei Leute. Schaut man nach München, dann entscheiden dort zwei Leute. Mehr nicht. Wenn ich Fan bin, muss ich Vertrauen haben.“

RB-Konzept als Vorbild?

In Leipzig setzt man nicht auf Vereinsmitglieder, aktuell gibt es davon nur etwa 1000. Bei den Löwen hat man dagegen jüngst die Marke von 23.000 überschritten. Bei RB stützt man sich stattdessen auf das Brause-Imperium „Red Bull“ von Dietrich Mateschitz. Ein Musterbeispiel für Rangnick? „Vereine müssen geführt werden wie richtig gute Wirtschaftsunternehmen“, heißt es in dem Artikel weiter.

akl

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