Lauth über Vor-und Nachteile des Rauswurfs

"Ich hätte gern mit Göktan gespielt"

Nase voll von Göktan? Zumindest sportlich vermisst Benny Lauth seinen ehemaligen 1860-Mitstreiter.
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Nase voll von Göktan? Zumindest sportlich vermisst Benny Lauth seinen ehemaligen 1860-Mitstreiter.

Sie hätten das Offensiv-Traumpaar des TSV 1860 werden können: Heimkehrer Benjamin Lauth und Antreiber Berkant Göktan. Doch es reichte nicht mal für ein gemeinsames Pflichtspiel.

Göktan "nur kleine Zeit sportlich wertvoll"

Enttäuschung, Verbitterung und auch ein bisschen Wut - das alles war zu spüren in den Aussagen von Trainer Marco Kurz zum Göktan-Skandal. Der Tag nach der Entlassung. Ein Beitrag von Michel Marcolesco.

Die Krankenakte Göktan, (vorläufig) gipfelnd im öffentlich gewordenen Kokainkonsum, machte allen Hoffnungen den Garaus. Und nach dem ersten Schreck macht sich nun die Enttäuschung breit.

„Natürlich ist es schade, dass wir nie gemeinsam aufgelaufen sind“, sagt Lauth. „Ich habe mich darauf gefreut, mit Berki zusammenzuspielen. Leider wird’s jetzt nix mehr.“

So viel zum weinenden Auge. Doch geht’s nach Lauth, kann der Fall Göktan auch positive Auswirkungen auf die Mannschaft haben. Vor allem auf deren Konzentration. Das ewige Fragen nach Göktans Comeback-Termin hat sich seit Dienstag erledigt. „Jetzt weiß jeder, dass er nicht mehr zurückkommt“, sagt Lauth, „das ist auch irgendwo gut.“

Vom Publikumsliebling zum Problemfall: Bilder aus der guten, alten Zeit von Berkant Göktan

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Kurz: "Göktan hat das Vertrauen mit Füßen getreten"

Gestern platzte die Bombe: Der TSV 1860 entlässt Stürmer Berkant Göktan wegen Kokainmissbrauchs. Heute hat sich Trainer Marco Kurz sichtlich enttäuscht gezeigt.

Dafür stellen sich nun andere Fragen. Kann es sich 1860 erlauben, ohne Göktan-Ersatz in die Rückrunde zu gehen? Ist der Kader gut genug, um eine Talfahrt wie im vergangenen Frühjahr zu vermeiden?

Noch üben sich die Löwen in Zurückhaltung. „Wir halten schon die Augen offen“, sagt Trainer Marco Kurz. „Wir beobachten den Markt“, versichert Geschäftsführer Stefan Reuter.

Konkreter wird auch Lauth nicht. „Ich hoffe, dass keine Verletzten mehr hinzukommen“, sagt er, „viel mehr schrumpfen sollte der Kader nicht.“ Bennys lustiger Vorschlag in Sachen Verstärkungskauf: „Wir können ja mal ne Spardose reinstellen in die Kabine…“

Ernstgemeinter sind die Aussagen zu den anstehenden Spielen in Osnabrück und gegen Koblenz. „Noch enger zusammenrücken“ müsse die Mannschaft nun, nachdem auch noch Lars Bender lange fehlen wird. „Wir wollen die momentan gute Stimmung im Team mit einem Erfolg aufrechterhalten.“ Die Warnung des Trainers vor Osnabrück sollte dabei niemand überhören: „Die sind eine Spitzenmannschaft was die Heimstärke betrifft, eine echte Hausnummer!“

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Die Löwen durften es in der vergangenen Saison am eigenen Leib erfahren. 0:3 gingen sie an der Bremer Brücke unter. Den Namen des Doppeltorschützen, Thomas Reichenberger, hat in Giesing und Umgebung keiner vergessen…

Quelle: tz

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