Hoeneß: 1860 hilft nur der Aufstieg

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Karl Hopfner (l.) unterrichtet Uli Hoeneß über die Lage beim TSV 1860

München - FC-Bayern-Präsident Uli Hoeneß glaubt nicht, dass dem TSV 1860 schnelle Millionen helfen können. Er erklärt, dass seitens des FCB die finanzielle Schmerzgrenze erreicht ist.

Das Verhältnis zwischen dem FC Bayern und dem TSV 1860 hat sich sukzessive verbessert, seit Manfred Stoffers Mitte Juli sein Amt als Geschäftsführer des TSV 1860 aufgegeben hat. Erst am Montag sagte Franz Beckenbauer, FCB-Ehrenpräsident und Giesinger Diplomat, zu "Bundesliga aktuell": "Der FC Bayern will, dass es den 60ern gut geht, damit sie das Stadion ausfüllen und das Stadion lebt."

Uli Hoeneß zeigt im Gespräch mit der SZ, dass er ähnlich fühlt. Nur fehlt ihm nach Spielen wie dem enttäuschenden 0:1 gegen Paderborn am vergangenen Sonntag der Glauben an ein Happy End an der Grünwalder Straße. "Wenn jetzt jemand fünf Millionen Euro in die Hand nimmt oder dafür eine Bürgschaft gibt, heißt das noch lange nicht, dass es bei den Löwen weitergeht. Das Einzige, was hilft, ist der Aufstieg."

Es steht im Raum, dass die Bayern bereits im Oktober den Löwen in höchster Not ausgeholfen und so die Lizenz gerettet haben. Für Hoeneß, der über Finanzvorstand Karl Hopfner über die Lage bei den Löwen unterrichtet ist, haben sich die Löwen aber zu einer Art Fass ohne Boden entwickelt. Es sei schon grenzwertig, was die Bayern den Löwen derzeit an Hilfe leisten. Ein weiteres Entgegenkommen sei den eigenen Fans nicht mehr zuzumuten, sagt Hoeneß der SZ: "Jetzt geht es ja scheinbar bei Sechzig um noch größere Summen."

Doch wer soll diese noch stemmen? Laut des Berichts kommt nur noch Immobilienhändler Nicolai Schwarzer in Frage, der sein Engagement intensivieren könnte. Der Einstieg eines hessischen Investors, der zuletzt im Gespräch war, sei - Stand jetzt - eher unwahrscheinlich.

tz 

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