Nach Trennung von Hinterberger

Neuer 1860-Sportchef: Gerüchte um Lehmann und Nowak

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Einer für 1860? Jens Lehmann.

München - Nach der Trennung der Löwen von Sportchef Florian Hinterberger kursieren natürlich schon die Namen mehrerer möglicher Nachfolge-Kandidaten.

Für Löwen-Verhältnisse hat er es ungewöhnlich lange ausgehalten. Im kommenden Mai hätte Florian Hinterberger sein „Dreijähriges“ als Sportdirektor feiern können – dazu kommt es jetzt nicht mehr: Am Freitag gab der TSV 1860 bekannt, dass das Arbeitsverhältnis mit dem Sportchef aufgelöst wird – mit sofortiger Wirkung. Der Vertrag des 55-Jährigen wäre noch bis 30. Juni gelaufen, aber schon seit längerem galt es als offenes Geheimnis, dass eine Verlängerung nicht mehr in Frage kommen würde.

An blumigen Verabschiedungsworten fehlt es beim TSV 1860 in solchen Fällen nie. „Das Verhältnis zu Florian Hinterberger war stets von Vertrauen und einem guten Austausch geprägt“, ließ

Präsident Gerhard Mayrhofer via Presseerklärung wissen. „Gerade bei den zuletzt getätigten Wintertransfers und der Vertragsverlängerung mit Julian Weigl hat sich dies gezeigt. Dennoch werden wir getrennte Wege gehen.“

Hinterberger, der im Mai 2011 vom damaligen Präsidenten Dieter Schneider als Nachfolger von Miki Stevic eingestellt worden war, schluckte die Kröte artig. Gegenüber der tz sagte er: „Mich hat bei Sechzig immer angetrieben, dass wir um diesen verdammten dritten Platz mitspielen, für Spannung sorgen und die Zuschauer im Stadion begeistern – das ist uns leider zu selten gelungen, obwohl ich alles versucht habe, was in meiner Macht steht. Die Entscheidung des Vereins habe ich zu akzeptieren.“

Bestimmt wird Hinterberger beim „Abstand gewinnen und durchschnaufen“ in den kommenden Tagen und Wochen nochmal über die Gründe seines Scheiterns nachdenken. Im Fall Daniel Halfar hatte Präsident Mayrhofer dem Sportchef vor einiger Zeit vorgehalten, dass dieser sich nicht gegen den damaligen Geschäftsführer Robert Schäfer habe durchsetzen können, der den Publikumsliebling unbedingt zu Geld machen wollte. Mayrhofer sagte damals: „Mit der Aussage ‘ich war weisungsgebunden’ tue ich mich schwer. Ein Sportchef sollte eine eigene Meinung haben.” Nur: Die starke Position, die dazu nötig gewesen wäre, wurde Hinterberger nie zugestanden.

Seinem Nachfolger schon. Die Löwen suchen einen Geschäftsführer Sport, der dem kaufmännischen Geschäftsführer Markus Rejek gleichgestellt sein soll. Mayrhofer sagt: „Wir haben ein Profil definiert und genaue Vorstellungen, wie diese Schlüsselposition besetzt werden soll. Natürlich ist uns die Priorität dieser Personalie im Hinblick auf die Kaderplanung für die nächste Saison bewusst. Die Entscheidung wollen wir trotzdem mit Bedacht und miteinander treffen.“

Die üblichen Verdächtigen werden in den nächsten Tagen wieder die Runde machen: Jens Lehmann, Thomas Häßler…

Laut Bild ist Ex-Profi Peter Nowak (49, zuletzt Trainer in Philadelphia) Favorit. Aber auch Markus Schupp, Thomas Ernst oder Franz Gerber wären derzeit frei. Hinterberger wird sich das Spiel am Samstag beim SV Sandhausen am Fernseher anschauen. Sein Wunsch bleibt unverändert: „Dass 1860 erfolgreichen und guten Fußball spielt.“

tz, lk

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