Keeper spricht über Bierofka und die Fans

Neu-Löwe Bonmann: Darum passt der Klub zu mir

Trägt auch schonmal Rot: Hendrik Bonmann hütete im vergangenen Sommer beim Testspiel zwischen Sechzig und dem BVB das Tor der Dortmunder.
+
Trägt auch schonmal Rot: Hendrik Bonmann hütete im vergangenen Sommer beim Testspiel zwischen Sechzig und dem BVB das Tor der Dortmunder.

Mit der Verpflichtung von Hendrik Bonmann ist der Sechzig-Kader komplett. Der neue Torwart kommt voller Vorfreude nach Giesing, muss sich vorerst aber mit der Zuschauerrolle begnügen.

München - Ein waschechter Ruhrpottler komplettiert den Kader der Blauen für diese Regionalliga-Saison. Am letzten Tag des Transferfensters haben sich die Löwen mit Hendrik Bonmann von Borussia Dortmund noch den erwünschten neuen Keeper gesichert. Dabei handelt es sich keineswegs um einen Panikkauf auf den letzten Drücker. Denn der Deal bahnte sich bereits weitaus früher an - wie der gebürtige Essener im Interview mit den Ruhrnachrichten verrät.

„Der Verein ist bereits im Frühsommer auf mich zugekommen - dann habe ich mich leider im Training verletzt“, erklärt Bonmann: „Dennoch bin ich mit Trainer Daniel Bierofka immer in Kontakt geblieben, das hatten wir auch so abgesprochen. 1860 hat sich sehr um mich bemüht, daher hat sich der Wechsel schon jetzt ergeben.“ Für den 23-Jährigen ist Sechzig nach Schalke 04, Rot-Weiss Essen und dem BVB der vierte Klub mit klangvollem Namen. Seine ersten fußballerischen Schritte machte Bonmann beim Essener Verein Fortuna Bredeney.

Löwen-Transferkarussell: Alle Wechsel im Überblick

„Mannschaftstraining in zwei bis drei Wochen“

Vorerst wird ihm nur die Zuschauerrolle bleiben - nicht nur im Heimspiel gegen den FC Ingolstadt II an diesem Freitag (19 Uhr/hier im Liveticker). Denn wegen eines Syndesmosebandrisses sowie eines Innenbandanrisses im Knie ist an Fußball aktuell nicht zu denken. „Voraussichtlich in zwei bis drei Wochen kann ich wieder ins Mannschaftstraining einsteigen“, schätzt der Rechtsfuß, der in der vergangenen Saison wegen Roman Bürkis Mittelhandbruchs sechsmal im Bundesligakader gestanden hatte.

Vier Jahre lang spielte Bonmann für den BVB - vor allem in der Regionalliga-Reserve. Nach 67 Einsätzen sah er nun unter dem neuen Trainer Jan Siewert jedoch keine Perspektive mehr: „Es tut sehr weh, Verein und Fans zu verlassen. Aber ich musste eine professionelle Entscheidung treffen. Die sportliche Perspektive beim BVB war nicht mehr wirklich da.“

Sechzig-Spiel verlegt - wegen TV-Übertragung?

Bonmann lobt „gute Stimmung und Stabilität“

Auf begeisterungsfähige Anhänger freut sich Bonmann auch in der neuen sportlichen Heimat. Er habe bereits „zwei Heimspiele live im Stadion verfolgt und konnte die Fans näher kennenlernen. 1860 ist ein Traditionsverein mit großem Support - das passt zu mir.“ Seine ersten Eindrücke sind rundherum positiv: „Jetzt nehme ich wahr, dass eine gute Stimmung und Stabilität herrscht. Der Verein wird sehr gut geführt und ich bin fest davon überzeugt, dass der Neustart in der Regionalliga gelingt.“

Nochmal zum Genießen: Ticker zum Testspielsieg der Löwen über Bonmann und den BVB

Die Eingewöhnung in der Stadt dürfte ihm ohnehin spielend gelingen - denn er ist nicht der erste Bonmann in München. „Zufällig leben meine beiden Brüder in München, da komme ich erstmal bis zum Winter unter. Dann werde ich mir hier eine Wohnung suchen“, frohlockt der letzte Löwen-Zugang des Sommers. Bis dahin will er natürlich zur festen Größe im Tor geworden sein - auch wenn die Konkurrenz mit Sechzig-Eigengewächs Marco Hiller und dem aus Buchbach geholten Alexander Strobl nicht ohne ist.

Deadline Day in Giesing: Tempelmann geht, Bonmann kommt

mg

WhatsApp-News zum TSV 1860 gratis aufs Handy: tz.de bietet einen besonderen Service für Löwen-Fans an. Sie bekommen regelmäßig die neuesten Nachrichten zu den Löwen direkt per WhatsApp auf Ihr Smartphone. Und das kostenlos: Hier anmelden!

Auch interessant:

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

Sechzig-Kulttrainer Wettberg äußert kühne Aufstiegs-Prognose - aber eine Personalie versteht er nicht
Sechzig-Kulttrainer Wettberg äußert kühne Aufstiegs-Prognose - aber eine Personalie versteht er nicht

Kommentare