Heiß: "Nicht auf Teufel komm raus einkaufen"

Fredi Heiß
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Fredi Heiß blickt positiv in die Löwen-Zukunft

München - Meisterlöwe Fredi Heiß schreibt in seiner tz-Expertenkolumne über die Transferpolitik des TSV 1860 und mahnt zur Vorsicht. Bei Dieter Schneider hat er ein gutes Gefühl.

Endlich kann ich einer Löwen-Saison mal wieder positiv entgegenblicken. Der ganz große Finanzdruck ist durch den Einstieg des Investors weg, jetzt sollte die sportliche Entwicklung mit Augenmaß vorangetrieben werden.

Ich finde es vollkommen richtig, dass nicht auf Teufel komm raus eingekauft wird, sondern eine gute Mischung angestrebt wird mit erfahrenen Spielern wie jetzt Collin Benjamin. Das Wichtigste in der neuen Saison wird die Formung eines gesunden Unterbaus sein, eines Mannschaftsgerippes, zu dem dann beizeiten gezielt Verstärkungen geholt werden, um aufzusteigen. Und drinzubleiben!

Lieber jetzt Vorsicht walten lassen und keine Hauruck-Aktionen machen, dafür später länger etwas davon haben – das verstehe ich unter Nachhaltigkeit.

Bei Dieter Schneider und seinem Team habe ich da ein gutes Gefühl. Wir als Meistermannschaft sind Herrn Schneider in höchstem Maße dankbar für seinen immensen Einsatz. Ohne ihn würde es 1860 im Profifußball wahrscheinlich nicht mehr geben. Demnächst wollen wir uns alle mal mit ihm zusammensetzen und über die Zukunft der Löwen reden. Er bekommt alle Unterstützung, die er sich wünscht.

So groß die Hoffnung auf bessere Zeiten ist, so schade ist es natürlich, dass der Investoreneinstieg erst realisiert wurde, als es keine andere Möglichkeit mehr gab. Vor sechs, sieben Jahren als Teilhaber der Arena und mit einem Zuschauerschnitt von 40 000 hätte man anders verhandeln können. Damit hätten wir uns einige Horrorjahre erspart. Aber das war unter der damaligen Führung leider nicht durchsetzbar.

Fredi Heiß

Quelle: tz

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