1860 hatte seinen Star in Weilheim versteckt

Göktan aufgetaucht: Jetzt greift er wieder an!

Berkant Göktan greift wieder an.
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Berkant Göktan greift wieder an.

Zwei Wochen war er weg vom Schuss, fast niemand wusste, wo er ist und wie es ihm geht. Mit Ausnahme der Verantwortlichen beim TSV 1860.

Ansonsten rätselten alle darüber, was mit Berkant Göktan los ist. Diesen Montag aber will er wieder beim Training der Löwen erscheinen. Wo er sich aufhielt, wollte der TSV 1860 nie verraten, inzwischen ist auch das raus: Im Hotel Vollmann in Weilheim, ganz in der Nähe, wo Alfred Böswald, der Mentaltrainer der Löwen, seine Praxis hat.

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Göktan litt am sogenannten Erschöpfungssyndrom, sollte sich an seinem lang geheim gehaltenen Ort psychisch und auch körperlich wieder aufpäppeln. „Wir sind froh, dass Berkant seine Ruhe gehabt hat“, sagte Geschäftsführer Stefan Reuter, „hätten wir nämlich gesagt, wo er ist, dann hätte er nicht so abschalten können, wie es jetzt der Fall war.“

Nur Alfred Böswald hatte ständigen Kontakt zu ihm, ansonsten niemand. „Auch ich nicht“, erklärte Reuter, „es gab nicht einmal ein Telefonat zwischen uns. Wir wollten ihn einfach in Ruhe lassen. Wichtig war, dass Berkant weg vom Schuss war, sich erholen und auch was für seine Fitness tun konnte. Er hatte die Pulsuhr dabei und viel Zeit, sich um seinen Körper zu kümmern.“

Wie erklärt sich Reuter, dass der 27-Jährige so früh in der Saison mit diesen Problemen zu kämpfen hatte? „Göktan hatte in der Vorbereitung immer wieder mit Verletzungen zu kämpfen, und da war er einfach mit sich selbst unzufrieden, weil er nicht diese Leistung bringen konnte, die er sich vorgenommen hatte. Jetzt konnte er mal einen Gang zurückschalten und sich die Frische holen, die er braucht.“

Und das nicht in einer Klinik, wie Göktans Vater vor einer Woche berichtet hatte. All diese Meldungen und die Geheimniskrämerei hatten für viel Unruhe im Umfeld der Löwen gesorgt. Reuter: „Mir war aber lieber, dass bei uns Unruhe herrschte, als wenn Berkant keine Ruhe gehabt hätte. Schließlich wurde die Gefahr, dass das Syndrom chronisch wird, immer größer.“

Im Training ist Göktan ab dieser Woche also wieder dabei, wann wird man ihn wieder in der 2. Liga sehen? Reuter: „Ich glaube, dass es relativ schnell geht. Am nächsten Sonntag beim Auswärtsspiel in Ahlen glaube ich zwar noch nicht, dass er in der Anfangself stehen wird, aber ich könnte mir durchaus vorstellen, dass ihn Marco Kurz mitnehmen und auf die Bank setzen wird.“

Danach sind erst mal zwei Wochen Punktspielpause, und im Heimspiel am 15. September gegen den MSV Duisburg wird Göktan dann hoffentlich in alter Frische wieder mitwirken und einen Neuanfang starten. Auch in anderer Hinsicht. „Ich bin jetzt ein erwachsener Mensch“, sagte er und deshalb solle man ihn auch nicht mehr „Berki“ nennen. „Ich bin jetzt nur noch der Berkant“, soll er gesagt haben.

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Quelle: tz

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