…und verschont bitte diesmal euren Keeper

Gegen ihn müsst ihr treffen…

Wassili Chomutowski gehört zu den Leistungsträgern beim FC Carl Zeiss Jena.
+
Wassili Chomutowski gehört zu den Leistungsträgern beim FC Carl Zeiss Jena.

Jörg Krause, der Pressesprecher des TSV 1860, wies gestern extra noch einmal darauf hin, dass das Mitbringen von Obst in der Allianz Arena verboten ist.

Diese Anordnung der DFL gibt’s zwar schon seit Anfang des Jahres, aber schaden kann’s ja nie, wenn die Löwen-Fans noch mal drauf hingewiesen werden. Nach der Negativserie der letzten Wochen und Monate könnte nämlich bei einem erneuten Versagen gegen den Tabellenvorletzten Jena der ein oder andere empörte Löwen-Fan schon drauf kommen, die eigenen Spieler mit Bananen oder Apfelsinen zu bombardieren. Vor allem dann, wenn die, wie zuletzt beim 1:3 in Koblenz, zwei Eigentore fabrizieren.

Deshalb für alle Löwen, die am Sonntag auflaufen, folgender Tipp: Der Mann links im Bild, mit dem gelben Pullover, das ist der Torhüter, auf den ihr schießen müsst. Oder besser: Ein paar Meter an ihm vorbei. Es handelt sich um einen Weißrussen namens Vasili Khamutouski, aber der Name ist wahrscheinlich schlecht zu merken und hilft deshalb nicht weiter. Deshalb noch diese Hinweise: Er trägt die Nummer 55 und macht auf seiner Brust Werbung für eine Kupplungsfirma. Wenn er also vor euch auftaucht: Sofort Feuer frei!

Aber auf keinen Fall dann, wenn es sich um einen Torhüter handelt, den ihr aus dem Training kennt: Der heißt Philipp Tschauner, trägt die Nummer 12 und hält zu euch. Ihn gilt es – das ist der Sinn des Spiels – zu verschonen.

Aber was reden wir eigentlich? Die Löwen strotzen ja schier vor Selbstbewusstsein. Kapitän Danny Schwarz jedenfalls hat den Kampf um die vorderen Plätze noch nicht aufgegeben: „Hoffenheim hatte auch niemand auf der Rechnung gehabt, und schau mal, wo sie jetzt stehen. Warum sollen wir keine Siegesserie am Sonntag starten? Ich habe das Thema jedenfalls noch nicht abgeschrieben. Und habe schon gar keine Lust dazu, uns selbst zu bemitleiden.“

Wobei die Schmerzen von Koblenz nach wie vor zu spüren sein müssten. Glaubt auch Marco Kurz: „Ich nehme an, dass der Mannschaft dieses Spiel immer noch weh tut.“

Aber jetzt nur die Wunden zu lecken, davon hält auch der Löwen-Coach nichts. „Wir lassen jetzt die Saison sicherlich nicht so einfach dahinplätschern“, sagte er. Und nimmt die Mannschaft, die oft genug geschützt wurde, in die Pflicht: „Ich kann natürlich so viel reden, wie ich möchte, aber die Wahrheit liegt halt immer noch auf dem Platz. Ich kann der Mannschaft zwar Überzeugung mit auf den Weg geben, aber die Umsetzung liegt dann allein bei ihr.“

Wobei eine erneute Blamage schon allein deshalb peinlich wäre, weil bisher schon 33 600 Fans ihr Kommen angesagt haben. Eine Aktion mit Karten zum Billigpreis macht’s möglich. Unter den Zuschauern sind auch etliche ehemalige Löwen-Spieler aus den 50er-Jahren. Zausinger, Kölbl & Co. wurden vom Verein eingeladen. Sie alle gehen zwar mehr oder weniger stramm auf die 80 zu, aber ob einer kicken kann oder nicht, können sie schon noch beurteilen. Und vor allem: Ob einer aufs richtige Tor zielt…

Quelle: tz

Auch interessant:

Mehr zum Thema:

Kommentare